Hinter den Wolken

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    • Hinter den Wolken

      Hinter den Wolken

      Ich küss hinter den Wolken dem Leben den Sinn -
      sehr leis nur, dann schließe ich sachte die Tür.
      Schlag auf dieses Buch, in dem ich grad bin;
      mach Notizen am Rand dort für mich und für

      ein Morgen, von dem ich nicht weiß, wie es heißt
      und ob seinen Namen ins Türschild ich webe.
      Beim Lesen ins Stocken gerate ich, meist,
      und manche der Lasten nur schwerlich ich hebe.

      Ich weiß, hinter den Wolken, da wohnen die Götter -
      sind Freunde und Führende, geben uns Halt.
      Völlig nichtig sind für mich jegliche Spötter:
      Meine Andachtskapelle die find ich im Wald.

      Ja, straucheln, das darf ich und haltlos auch weinen
      und zögern und zaudern und fluchen sogar.
      Nur eins nicht: Die Liebe als Kraft verneinen,
      denn sie trägt uns durch das Leben so wunderbar.

      (Februar 2018)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eulenflügel ()

    • Hallo Eulenflügel,

      ich kann mich Elmar nur anschließen.. das sind sehr schöne, bewegende Zeilen. Schon mit dem ersten Vers entsteht eine Offenheit und ehrliche Liebe zum Leben, die mich tief innen berührt. Ich küsse dem Leben den Sinn.. welch schönes Bild!
      Und wir können schwanken, fallen, zweifeln.. aber diese Liebe zum Leben dürfen wir uns nicht nehmen lassen, sie nicht verneinen, wie du so schön schreibst.

      ein Morgen, von dem ich nicht weiß, wie es heißt ----> für mich würde es mehr Sinn ergeben, wenn es hieße "wie er heißt". Oder worauf bezieht sich das "es" hier?

      Sehr gerne gelesen.
      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hallo Lichtsammlerin,

      vielen Dank für Deine Wertschätzung meines Gedichtes.

      Mir geht es nicht nur um die Liebe zum Leben,
      sondern auch um die Liebe zu den Menschen.

      Wobei es mir nicht ausschließlich um die Liebe zwischen Mann und Frau geht,
      sondern vielmehr um ein offenes Herz für alle Menschen.
      Dass diese innere Haltung trägt und einen inneren Fluß entstehen lässt,
      der immer größer wird, je mehr eineR (sich hin-) gibt, erfahre ich so,
      wenn ich mit offenen Sinnen und einem warmen Herzen durch die Welt gehe
      UND dieses sprechen lasse.
      Was manchmal nicht leicht ist.

      Aber jedes Mal, wenn ich das zurückhalte, prügel ich mich in gewisser Weise selber,
      mache ich mich als Mensch und meine Möglichkeiten, Liebe zu geben, klein.
      Verhindere, dass die Welt ein Stück lebenswerter wird.

      Das Gedicht spricht auch vom Beschenkt-Werden ...


      Zu Deiner Frage bzgl. des "Morgen":

      .... mach Notizen am Rand dort für mich und für ein Morgen, von dem ich nicht weiß, wie es heißt ...

      Damit ist "das Morgen" im Sinne von "die Zukunft" gemeint.
      Dieses ist sächlich, insofern stimmt das "es" .

      Ich grüße Dich lieb zurück

      Eulenflügel

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