zweifeln

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    • Ich denke, ich bin besonders wiff,
      hab meine Gefühle fest im Griff,
      kann meinen Gedanken Grenzen setzen
      und vorab die Risiken abschätzen.

      Dabei habe ich nicht an mein Herz gedacht,
      das hat die Rechnung ohne mich gemacht,
      dann klopft die Sehnsucht an die Tür
      und ich frage mich was soll das hier?

      Soll ich die Wahrheit sagen, oder schweigen?
      Darf ich dir die Wunden auf der Seele zeigen?
      Dir von den schlaflosen Nächten erzählen,
      wo mich Gefühle, Ängste und Zweifel quälen?

      Die Liebe zu dir ist wie ein Sturm im Glas,
      oder schön wie barfuß laufen im Gras,
      sie wirft mich vom Himmel, in die Hölle zurück,
      es fließen Tränen doch schenkt sie mir Glück.

      Nun stehst du vor mir, deine Augen lachen mich an,
      jetzt bin ich sicher, du bist doch der richtige Mann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gina ()

    • Hallo Gina,

      deine Worte spiegeln die Ambivalenz die sich wohl in den Gefühlen manifestiert hat. Das zeigt sich auch sprachlich, wo ich noch nicht sicher bin, ob der Kontrast mir gefällt oder nicht. Und was bedeutet bitte "wiff"???
      In der ersten Strophe beginnst du im Konjunktiv, ich persönlich würde das dann auch in der Strophe beibehalten -

      Ich dachte, ich wär besonders wiff,
      hätt(e) meine Gefühle fest im Griff,
      könnt(e) meinen Gedanken Grenzen setzten ---> und "setzen"! Nicht "setzten".
      und vorab die Risiken abschätzen.

      dann klopfte die Sehnsucht noch an die Tür ---> das "noch" würde ich hier streichen, es stört mE den Lesefluss etwas.
      und da fragst du mich, wie geht es dir? ----> Verstehe ich nicht. Wer ist "du"? Und warum fragt das LD wie es dem LD selbst geht? Das ergibt irgendwie gar keinen Sinn..
      Die nächste Strophe ist sehr melodisch und zeigt die innere Zerrissenheit deutlich.
      Danach kommt wieder die andere Seite, von den Zweifeln hin zu Resignation und etwas Selbstmitleid. Die sprachliche Gestaltung finde ich hier wieder schwächer. Was man aus den ersten beiden Zeilen machen könnte will mir auch nicht einfallen, vielleicht passt es auch zu dem ambivalenten Stimmungsbild. Für die letzten beiden Zeilen zwei Hinweise -

      sie wirft mich vom Himmel, in die Hölle zurück, ----> ohne Komma in der Mitte
      es fließen Tränen, doch sie schenkt mir Glück. ----> besser formuliert fände ich "doch schenkt sie mir Glück"

      Die Wendung in den abschließenden Versen kommt für mich sehr plötzlich. In der Strophe davor wird die Liebe noch als tödlich und Verbanner in die Hölle bezeichnet, und nun ist sie plötzlich richtig? Dieser Wechsel hat sicher seine Ursachen, die mir als Leser leider nicht offenbar werden, der innere Prozess im LI der zu dieser Wendung führt bleibt verborgen, wodurch ich am Ende vor einem Rätsel stehe. Vielleicht passt dazwischen noch eine kleine Strophe die darauf Bezug nimmt und eine Erklärung bietet?

      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hallo Lichtsammlerin,
      danke für dein Feedback, habe einige Vorschläge angenommen und im 4.Vers einiges umgewandelt.
      Das Wort "wiff" heißt bei uns "auf zack", oder besonders schlau, ich denke das ist ein österr.Ausdruck (Salzkammergut).
      An und für sich soll das Gedicht den Alltag in der Liebe beschreiben, doch ich denke, dass es mir nicht allzugut gelungen ist.
      In der Ehe gibt es natürlich immer ein auf und ab. Gutes und schlechteres, wobei das Gute immer überwiegt, Gott sei Dank.
      Ich hoffe, ich habe nicht zu viele Fragen offen gelassen.
      Sende dir liebe Grüße
      Gina
    • Hallo Gina,

      freut mich, dass du mit meinen Anregungen etwas anfangen konntest. Die jetzige Version sagt mir schon mehr zu! Zwar ist mir die Wendung am Ende immer noch ein wenig plötzlich, aber wenn ich den Vorvers "doch schenkt sie mir Glück" mit einbeziehe, liest sich das besser.

      Wenn du nun noch im ersten Vers aus "denkee" ein "denke" machst, hör ich auf zu nerven :)

      Und danke für deine Erklärungen.

      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
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