Dem Heiner blüht die Rose

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    • Dem Heiner blüht die Rose

      Dem Heiner blüht die Rose

      Auf einer Eckbank sitzt der Heiner.
      Sonst sitzt da leider keiner.
      Er trinkt sein Bier und lächelt eckig.
      Das Tischtuch, dreckig, fleckig,

      Bedeckt den Kneipentisch schon Jahre.
      Den Blick fürs Echte, Wahre,
      Den hat der Heiner, sucht im Glas
      Danach, findet das

      Und dies und jenes auch. Der Heiner,
      Der Held, ist wirklich einer.
      Nur kennt ja die Geschichte keiner.
      Das macht ihn grau und kleiner.

      An einem Tag kommt dann die Rose.
      Den Flecken auf der Hose
      Hat sie vom Pflegen ihrer Mutter.
      Nichts ist OK, in Butter

      Erst recht nicht. Und sie setzt sich hin,
      Die Tränen bis zum Kinn.
      Der Heiner kauft ihr einen Tee
      Und hört ihr Jemine

      Und alle Angst und Wut und Schwäche,
      Denn einer zahlt die Zeche.
      Die Rose kommt jetzt immer wieder.
      Die Box spielt Liebeslieder.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Hallo Walther,

      die Gedichte die ich bisher von dir las, hatten meist einen Reiz und waren in schöner Form, lasen sich gut..
      Mit diesem kann ich leider wenig anfangen. Die Reime scheinen mir unheimlich platt, die Erzählung ermüdend nichtssagend und reim-gezwungen sprunghaft holprig. Es wirkt wie eine Mischung aus Kindergarten-Gedicht und Trotzphase, was einander gut ergänzt.
      Teilweise nimmst du einen Faden auf und lässt ihn in der Luft hängen, wechselt zum nächsten, wodurch die Geschichten zunehmend sinnlos wird.

      Übersehe ich ein verstecktes Genie darin? Ich bin zugegeben - ratlos.

      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • keinverlag.de/434215.text

      Lichtsammlerin schrieb:

      Hallo Walther,

      die Gedichte die ich bisher von dir las, hatten meist einen Reiz und waren in schöner Form, lasen sich gut..
      Mit diesem kann ich leider wenig anfangen. Die Reime scheinen mir unheimlich platt, die Erzählung ermüdend nichtssagend und reim-gezwungen sprunghaft holprig. Es wirkt wie eine Mischung aus Kindergarten-Gedicht und Trotzphase, was einander gut ergänzt.
      Teilweise nimmst du einen Faden auf und lässt ihn in der Luft hängen, wechselt zum nächsten, wodurch die Geschichten zunehmend sinnlos wird.

      Übersehe ich ein verstecktes Genie darin? Ich bin zugegeben - ratlos.

      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Hi Lichtsammlerin,

      deiner auffassung vermag ich schwerlich zu widersprechen, da du als leserin allemal das recht hast, mit einem text, den du liest, nicht einverstanden zu sein. ich danke dir daher sehr für deine deutliche ansprache der schwierigkeiten, die dir dieser text bereitet.

      ich gestatte mir, mehrere poetiken parallel zu bespielen. diesen text würde ich als ballade über alltagsheldinnen auffassen, wie sie in jeder Berliner, Kölner, Stuttgarter, Müncher Vororteckkneipe, dort, wo die eher geringverdienden wohnen, vor der sanierung / gentrifizerung dieser wohngegenden selbstredend, spielen könnte. danach findet man diese menschen dort nicht mehr. wie ich aus anderem munde als dem deinen höre, ist es ziemlich gut gelungen, genau da einen wunden punkt zu treffen. ich darf dir diese debatte vorschlagen: keinverlag.de/434215.text

      du wirst, wenn du dich näher mit metrik, versstruktur, enjambements und metaphernwahl beschäftigst, feststellen, daß deine einschätzung vielleicht nicht ganz den kern trifft. aber das steht auf einem anderen blatt. der text gefällt dir nicht, und das ist dein gutes recht. er war zwar nicht unbedingt geschrieben worden, um zu gefallen, aber das tut hier nichts zur sache.

      lg W.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Walther ()

    • Hallo Walther,

      es stimmt natürlich, als Leser kann und muss mir nicht jeder Text zusagen. Das wäre auch zu viel erwartet.. Ich hatte wohl einfach etwas anderes erwartet.
      Wenn ich dich richtig verstehe, wolltest du ein Alltagsgeschehen einfacher Leute darstellen, und wie aus dem Alltag etwas besonderes ragt.
      Das kann ich soweit nachvollziehen. Die Handlung ist dementsprechend gestaltet. Nur die sprachliche Ausgestaltung mag mir nicht gefallen - ich glaube auch nicht, dass sie der Sprache der Menschen entspricht, die du abbilden möchtest.
      Ich bin kein Profi in Sachen Metrik, Versstruktur etc., daher kann ich dir nur mein Lesegefühl mitteilen.
      Und wenn dieses Gedicht nicht meinem Geschmack entsprecht, tut es vielleicht das nächste wieder.

      Liebe Grüße, Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hi Lichtsammlerin,

      die sprache der menschen, um die es geht, habe ich nicht abbilden wollen. das war nie die absicht. der text ist ganz einfach in abwechselnden vier- und dreihebigen jamben ausgestaltet. es wurde alltagssprache verwandt. für diesen text ist es nicht nötig, akademiker zu sein.

      die technik ist das spiel mit klängen und wörtern (einer, eck/ig) und das verwenden bekannter formulierungen, mal auf entdeckungsreise gehen. manches blüht im verborgenen. poesie ist immer sprachspiel. sie lädt ein, hinter die oberflächen zu schauen, sie lädt ein, den text zu deklamieren (dann kommen auch die ganzen alliterationen und melodien zur geltung, die eingebaut sind).

      ich könnte jetzt noch einiges dazu sagen, verweise, damit es glaubhafter klingt, auf einen kleinen band: Peter von Matt, Was ist ein Gedicht?, Reclam 2017, 212 Seiten - allen zu empfehlen, die mal hinter die kulisse der küche guter poesie schauen wollen. er ist experte, weiß, wovon und worüber er spricht.

      lg W.
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    • Hallo Walther,
      das musste ich mehrfach lesen, was ich auf die Enjambements zurückführe, bis ich den Fluss hatte und bei jedem mal fand ich es besser. Die Sprache die du hier gewählt hast, finde ich im Kontext passend, da sie mir hinweise liefert, in welchem Milieu sich die Story abspielen könnte. Auch inhaltlich weiß der Text mir zu gefallen. Ich vermute, dass du hier eine Menge Arbeit investieren musstest um den Text so wirken zu lassen. Ich finde es hat sich gelohnt!

      grüßend Freiform.
      Allen Lesern ein herzliches Dankeschön!
    • Hi Freiform
      danke fürs lesen und besprechen. es gibt gedichte, da kommt man in den flow - und solche, die nie fertig werden. dieses lag in der nähe des flows. allerdings mußte nicht unerheblich nachgearbeitet werden. metrum und aussage, klang und sprache mußten ein wenig optimiert werden.
      es ist in der tat eine frage der übung. viel lyrik, besonders gute, lesen und analysieren. über poesie und poetik lesen und nachdenken. das und mehr kann ich nur empfehlen. mir hat es sehr geholfen.
      ich wünsche dir ein frohes schreiben und ein kreatives jahr 2020 - wie allen anderen bewohner*innen der poeten-wg auch.
      lg W.
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