metamorphose

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    • beginnt das leben in einer gefrorenen pfütze aus der dich
      deine augen starr anblicken oder in einem brennenden busch
      aus dem eine stimme mit glühenden worten zu dir spricht

      ist die wiedergeburt ein sich türmender wellenkamm im reigen
      zwischen ebbe und flut sind ufer mehr als umkämpfte ränder
      von flüssen oder meeren im grenzbereich der naturgewalten

      schwingt in allem ein ewiges werk ist vielleicht das jucken
      am hals der beginnende wuchs von kiemen oder das kribbeln
      an den schulterblättern ein erstes zeichen wachsender flügel
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Perry schrieb:




      ist die wiedergeburt ein sich türmender wellenkamm im reigen
      zwischen ebbe und flut sind ufer mehr als umkämpfte ränder

      Das sprengt deutlich den Rahmen darauf steh ich.
      Konstellationen, deren Konvergenz wie etwa bilden haargenau die selben Atome in der gleichen anordnung das Individuum? Massenanziehung dazwischen die Biosphäre oder wörtlich bedacht fraktale. Schonmal versucht küstenlinien exakt zu vermessen? Das entzieht sich unserer Erkenntnis könnte man sich an der Stelle denken.... Fazit ich Liebe es hochtrabend und erst recht wenn es mir hochtrabende Assoziationen verpasst. Mfg Böhmc
      P.s.
      der letzte Vers ist doch höchst erbaulich @Eulenflügel bezüglich Talent-los
      "Ich lege artis, weil Liebe hart ist"
      Böhmc
    • Ganz à la Perry könnte man auch folgendes daraus lesen....

      Brennender Busch, juckend glühender Wuchs...Ebbe und Flut...

      Dusche an Dusche aus....waschen hilft!
      _______________

      My head is small my heart is big
      What should I do not to get sick?
      I try to understand them all
      But like I told my head is small

      Dr.Uff
    • Hallo böhmc,
      danke für dein Interesse an meiner mythologisch angehauchten Metamorphose.
      Schön, dass der Text Dich zu Assoziationen veranlasst, auch wenn ich deinem Komm in Sachen "hochtrabend" nicht ganz folgen kann. ;)
      LG
      Perry

      Hallo A-,
      was Du aus den Bildern herausliest ist vielleicht "à la A-", hat aber mit meiner Intention wenig zu tun. ;)
      Trotzdem Danke fürs Interesse und LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Perry,

      dein Gedicht 'metamorphose' gefällt mir.

      Doch bevor Metamorphosen durchlaufen werden, müssen wir erst einmal
      existieren. Wo also lag unser aller Ursprung? In einer Pfütze, aus der
      heraus sich das dort existierende Leben entwickelt hat? Im 'brennenden
      Busch', also dem göttlichen Entschluss: Sei und werde?
      Hoimar von Ditfurth hat ein Buch verfasst, mit dem Titel: Im Anfang war
      der Wasserstoff'. Dabei hat er sich erkennbar an die ersten Bibelworte
      angelehnt und gleichzeitig den einen Stoff benannt, den es zu einer
      'natürlichen' Entwicklung unserer Welt brauchte.
      Wie die Welt tatsächlich entstanden ist? Vielleicht erfahren wir das nach
      unserem Tod?
      *beginnt das leben in einer gefrorenen pfütze aus der dich
      deine augen starr anblicken
      Dass mich meine Augen starr anblicken, klingt ein wenig befremdlich. So
      wie ich es lese, bräuchte ich dazu ja ein Paar externe Augen und ein
      Paar Ersatzaugen? - Oder stehe ich gerade auf der Leitung?

      Dann: Wandlung durch Wiedergeburt. Das Bild der sich türmenden
      Wellenkämme in dem ewigen Tanz von Ebbe und Flut ist für mich schwer zu
      fassen. Die Wiedergeburt als ein ewiges Kommen und Gehen? Eine
      Anspielung auf den 'Landgang' des Menschen als phylogenetischer
      Entwicklungsschritt im Laufe der Evolution? Oder denkst du hier an
      Ursprungsmythen, wie die Geburt der Aphrodite in der griechischen
      Mythologie?

      In der letzten Strophe finde ich Gedanken zur Metamorphose, die sich
      wohl an Evolutionstheorien anlehnen. Deine Beispiele hierzu lese ich mit
      einem Schmunzeln. Statt auf Darwin zurückzugreifen, und sich an seinen
      mittlerweile (weitestgehend) etablierten Theorien zu orientieren,
      träumst du kühn von der Entwicklung des Menschen hin zum Fisch (Kiemen)
      oder zum Vogel (Flügel). Damit schlägst du selbst Lamarcks heute
      widerlegte Theorien um Längen. ;)
      Ich glaube, der Autor hat hier in einer heiter-launisch angelegten
      Strophe ein bisschen Lieber Gott gespielt.

      Mein Fazit: Dein kurzweiliges Gedicht formuliert viele anregende
      Gedanken zum Thema Metamorphose, die ich gern gelesen und über die ich
      gern nachgedacht habe. :thumbup:

      LG
      Berthold

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Berthold ()

    • Hallo Berthold,
      danke für deine Sicht auf diese bunte Bildermischung aus Evolution und Mythologie.
      Zu deinen Fragen:
      Dass die Augen (noch) starr sind, ergibt sich aus der frostigen Perspektive, bzw. dass die Seele/Karma etc. noch nicht wiedergeboren ist. ;)
      Der Wellenkamm soll das jeweils gerade existente Leben symbolisieren, das sich im steten auf und ab (hin in her/Ebbe und Flut) aus der Ursuppe der Evolution/Meer erhebt.
      In der 3. Strophe schwenkt der Blick (mit einem durchaus gewollten humoristischen Unterton) ins Mythologische.
      Freut mich, dass Dir das schmunzelnde Kokettieren mit den unterschiedlichen Ansichten zum Werden und Vergehen des Lebens gefallen hat.
      LG
      Perry
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