misstrauen

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    • ich sah dich draußen im garten telefonieren wie du
      den atem flach hieltst die lippen halb geöffnet als
      würdest du auf einen kuss aus dem hörer warten

      gingst dabei mit kleinen verbeugungen auf und ab
      nahmst kurz platz um gleich wieder aufzustehen
      schienst ja zu sagen wo ein nein angebracht wäre

      gefragt meintest du lächelnd es war ein gespräch
      mit deinem seelsorger warte nicht ich muss kurz
      nochmal weg sprangst leichtfüßig übers fegefeuer
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Perry ()

    • Hallo Perry,

      ein spannendes Gedicht über Misstrauen, Eifersucht, Unwissenheit und
      Unsicherheit, so wie ich es lese.
      Die dürre Faktenlage: ein Telefonat und ein überraschender Termin des
      LD. Den Rest muss sich das LI mangels Wissen zusammenreimen. Vielleicht
      trifft es damit ins Schwarze, vielleicht ins Blaue; wer weiß?
      Sicher ist nur, wenn in einer Beziehung das Vertrauen verloren gegangen
      ist, schießt fast zwangsläufig das Unkraut Misstrauen in die Höhe. Dort
      wo nicht mehr offen miteinander geredet wird, wird übereinander
      gemutmaßt ...

      In der Schlussstrophe klingt mE die Frage nach der Einheit von Körper
      und Seele an. Seelenheil vs. Liebschaft. Schließt das eine das andere
      aus? Oder sind die Grenzen hier doch eher fließend, bedingen einander
      und es wohnt 'in einem glücklichen Körper eine erfüllte Seele'.
      [Frei nach Juvenal. - Sehr frei. ;) ]

      Dein Schlussbild vom leichtfüßigen Sprung übers Fegefeuer finde ich
      pfiffig, es gefällt mir sehr gut.

      Konstruktiv:
      dabei gingst mit kleinen verbeugungen auf und ab
      Das liest sich ein wenig unrund.
      Eher:
      ... dabei gingst du mit kleinen ... oder nur
      ... gingst mit kleinen ...


      Gern gelesen, gern sinniert.

      LG
      Berthold
    • Hallo Berthold,
      wenn der Same "Misstrauen" erst einmal aufgeht, ist es schwer objektiv zu bleiben. ;)
      Freut mich, dass Du mit diesem Gedankenspiel aus dem weiten Feld der Beziehungsprobleme etwas anfangen konntest.
      Die angesprochene Stelle (Flüchtigkeitsfehler) habe ich durch eine Wortumstellung korrigiert, das vorgeschlagene "du" steht ja bereits vorher im Text.
      Danke fürs Reflektieren und den Hinweis.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
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