Wortarten

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    • Wortarten

      Es gibt Tage, an denen das Wort so rar ist, wie das Wasser in der Wüste.
      Verborgen , unterirdisch und nur den Eingeweihten, dort Stämmigen auffindbar oder demjenigen, der dem animalischen Instinkt traut.
      Es gibt Tage, an denen die Wörter gleich gefüllten, regenprallen Wolken über mir treiben - nur in den Mündern und Seelen der anderen, während ich in einer regenarmen Welt darbe.
      Es gibt Tage, da das Wort niederprasselt, Hagelschauern gleich und vernichtet, was ihm nicht ausweichen kann.
      Es gibt Tage, da Wörter gleich einem fröhlichen Springquell aus mir heraussprudeln ... - nicht endend, munter, pfiffig, im Kontakt mit der nie-versiegenden Quelle.
      Es gibt Tage, da scheine ich mitten im Wort zu wohnen - so als triebe ich wasserwesengleich im Ozean - viel zu selig um formulieren zu können.
      Vielleicht muss mensch zu Grunde gehen um aus dem Vollen zu schöpfen
      (Eulenflügel)
    • Hallo Eulenflügel,

      eigentlich muss ich zu deinem Text gar nicht viel sagen, du hast es auf den Punkt gebracht.
      Ich lebe mitunter mit dem Gefühl, dass nicht ich die Worte schreibe, sondern die Worte mich. Schreiben ist dann Fluch und Segen, Sintflut und Dürre, Anwesenheit und Abwesenheit, Friede und Krieg usw..
      Die Formulierung "im Wort zu wohnen" finde ich sehr sehr schön. Das ist ein Zustand den zu beschreiben tatsächlich ans Unmögliche grenzt.
      Die vielen treffenden Vergleiche mit Natur / Wetter bieten hier eine bildhafte Darstellung.
      Werde die Bilder mal mit in die nächsten Tage nehmen.

      LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Vielen Dank für die Würdigung meines Textes.
      Beim nochmaligen Lesen fand ich, dass er durchaus erweiterbar ist .
      Es wird also noch die eine oder andrer Art dazukommen.

      Hallo Lichtsammlerin.

      dieses

      Ich lebe mitunter mit dem Gefühl, dass nicht ich die Worte schreibe, sondern die Worte michSchreiben ist dann Fluch und Segen, Sintflut und Dürre, Anwesenheit und Abwesenheit, Friede und Krieg usw..


      hast Du sehr schön ausgedrückt. Ja. Sprache ist ein großer Segen und manchmal hasse ich sie.
      Wie wohl die Zeit für uns "verlaufen " ist, als wir Sprechen lernten? Was es wohl bedeutet haben mag ...vom Empfinden ...unser Inneres nun verbal in die Welt hinausgeben zu können ....

      Die Formulierung "im Wort zu wohnen" finde ich sehr sehr schön. Das ist ein Zustand den zu beschreiben tatsächlich ans Unmögliche grenzt.

      Dankeschön.

      Liebe Grüße und Danke für Deine Worte.

      Eulenflügel
      Vielleicht muss mensch zu Grunde gehen um aus dem Vollen zu schöpfen
      (Eulenflügel)
    • Hallo Eulenflügel,

      auf eine Fortsetzung wäre ich sehr gespannt. Ja, es gibt sicher noch mehr Arten, "Wir sind so reich an Worten" und Zuständen. Dabei ist Sprache so begrenzt.
      Was es bedeutet sein Inneres verbal ausdrücken zu können, große Frage. Als ich Sprechen lernte habe ich es kurz darauf wieder verlernt und Schweigen gelernt. Bis ich schreiben lernte, dann war das Blatt Papier mehr Stimme als das ausgesprochene Wort.
      Ich habe jedenfalls erfahren wie wichtig es ist sich der Welt irgendwie mitzuteilen, ob übers Sprechen, Schreiben oder Körpersprache. Sonst verliert man mehr und mehr die Verbindung zur Welt.

      LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hallo Lichtsammlerin,

      ...dann war das Blatt Papier mehr Stimme als das ausgesprochene Wort.


      Ja, das kenne ich immer wieder. Ich habe oft nur das Bedürfnis, ein Blatt Papier vor mir liegen zu haben und einen Stift in der Hand. So, als könne ich mir damit die Welt erobern.

      Jetzt gerade im Nachsinnen darüber, denke ich, dass für mich die Schule und die Möglichkeit schreiben und lesen zu lernen, eine Offenbarung gewesen sein muss. Erinnern kann ich mich daran nicht bewusst - aber durch dieses enorme Gut-Fühlen , sobald ich Stift und Papier habe.


      Ich werde mal ein Thema daraus machen zur allgemeinen Diskussion.

      Gibt es so etwas hier im Forum denn?

      Liebe Grüße und Danke für die Inspiration


      Eulenflügel

      Vielleicht muss mensch zu Grunde gehen um aus dem Vollen zu schöpfen
      (Eulenflügel)
    • Hallo Eulenflügel,

      das bringt es auch gut auf den Punkt. Ob die Fähigkeit lesen und schreiben zu lernen sich wie eine Offenbarung angefühlt hat, weiß ich heute auch nicht mehr. Jedenfalls habe ich es als Rettung erlebt, und immer wieder Geborgenheit in den Worten gefunden.

      Wenn du einer Diskussion daraus machen willst, vielleicht passt das ins PoetenCafe?! Das ist auf jeden Fall eine gute Idee, es wäre sicher spannend zu lesen wie andere das erleben.

      LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
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