Am Rande der Gesellschaft

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    • Am Rande der Gesellschaft

      Am Rande der Gesellschaft

      Am Gehsteig eine alte Frau,
      die Haare strähnig, lang und grau -
      sie sieht so müde aus,
      hat sie etwa kein zu Haus?


      Eine Junge, vielleicht 16 Jahr
      in der Hand das Handy, klar -
      schaut mich an mit stierem Blick,
      änderst du nun mein Geschick?


      Ein Frau mit Kinderwagen,
      zweites Kind im Arm getragen -
      schaut verzweifelt in die Welt,
      wer gibt mir ein bisschen Geld?


      Unter der Brücke mit dem Hund
      ein junger Mann, was ist der Grund?
      Hat er verloren seine Arbeit, sein Haus,
      kein Geld mehr - seine Frau warf ihn raus?


      Wie schnell kann es gehen,
      dass auch wir am „Rande“ stehen;
      einmal einen Fehler gemacht
      alles weg, eh man's gedacht.


      16.05.19
      © alterwein
      Eine Leben ohne Posie ist möglich, aber sinnlos!
      (frei nach Loriot)


      Mut zur Lücke! ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von alterwein ()

    • Hallo alterwein,

      ein sehr schöner und rührender Text! Wir leben auf dünnem Eis und verdrängen wie schnell es brechen kann, verschließen unsere Augen zu häufig vor denen, deren Scholle bereits abgetrieben ist. Bis wir plötzlich selbst diejenigen sind..
      Die Bilder die Du verwendest sind klar und präzise, wodurch in wenigen Worten viel Ausdruck entsteht.
      Dynamisch lässt es sich ebenfalls gut lesen.

      alterwein schrieb:

      zweites Kind am Arm getragen -
      Hier würde ich die Formulierung "im Arm getragen" vorziehen, wobei natürlich beides geht. Die Bedeutung ist ja klar, der metaphorischen Übertragung nach würde man jedoch ein Kind eher im als am Arm tragen..



      Was lernen wir daraus? Ich glaube wir können lernen das wertzuschätzen, was wir alles haben, dankbar dafür sein, und uns der Unbeständigkeit bewusst werden. Und unseren Augen mehr öffnen für die Menschen und das Leid um uns herum.. so wie wir es uns von anderen wünschen würden.
      Gerne gelesen und LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hallo Lichtsammlerin,

      wir verschließen leider fast alle die Augen und schauen weg, wenn uns das "Elend" begegnet. Ist eventuell ein Schutzmechanismus.

      Du hast recht "im" Arm ist besser. Eigentlich wollte ich "auf dem" Arm schreiben, doch das gab der Reim nicht her ,,,,lach.
      Wenn dich diese Schiene anspricht kannst du mal von mir "Völkerwanderung?" lesen.

      Bedanke mich fürs Lesen und Kommentieren

      LG
      Mathi
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