Danketag

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    • Der Muttertag, der Danketag,
      das ist der Tag, den Mutter mag,
      da muss sie mal nichts kochen.

      Da gehen sie zum Essen aus,
      ins Restaurant. Bei ihr zu Haus
      wird Vater darauf pochen.

      Bezahlt wird es vom Haushaltsgeld,
      das dann der lieben Mutter fehlt.
      Das soll sie dann erfreuen.

      Dort wird gegessen, was es gibt,
      der alte Reis, den keiner liebt,
      der würde uns nicht schmecken.

      Der Tisch, seit Wochen reserviert,
      im Dorf beim allerbesten Wirt,
      kann Freude nicht erwecken.

      Gedroschen voll ist das Lokal,
      zum Muttertag ist das normal,
      man wird dort angerempelt.

      Der Führer hat ihn eingeführt,
      weil Müttern dieser Tag gebührt,
      der Tag ist abgestempelt.

      Ich ging mit Mütterlein nie aus,
      sie kochte lieber was zu Haus,
      das schmeckte allen besser.

      Dank ihr blieb dieser Stress uns aus,
      ein Dank kommt aus dem Herzen raus,
      nicht aus dem Restaurante.

      Vergissmeinnicht hab ich gepflückt,
      damit das Mutterherz beglückt,
      was ich nicht anders kannte.

      Der Mutter hat das stets genügt,
      ein kleiner Kuss ihr aufgedrückt,
      sie fühlte sich belohnt.

      Erfunden in Amerika,
      wo es der Wirtschaft dienlich war,
      das Portemonnaie nicht schont,

      beglückt der Tag die ganze Welt.
      Es dreht sich aber nur ums Geld,
      ein Danke zu gestalten.

      Damit das Mutterherz erstrahlt,
      müsst einer da sein, der bezahlt,
      um Freude zu entfalten.

      © Kastanienblüte
      Jedes Gedicht hat eine Botschaft, die aus dem Herzen kommt.
      Der „Magic Moment“ ist die Reaktion auf die Emotion eines anderen Menschen,
      abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.
    • Hallo Kastanienbluete,

      sehr treffend formuliert.
      In erster Linie geht es ums Geschäft und ums Beruhigen des schlechten Gewissens vieler Erwachsener, die ihre Mütter nur am Muttertag "beehren".
      "Muttertag" sollte das ganze Jahr sein, sonst ist er unglaubwürdig.

      Gerne gelesen

      LG
      mathi
      Eine Leben ohne Posie ist möglich, aber sinnlos!
      (frei nach Loriot)


      Mut zur Lücke! ^^
    • Liebe Mathi,

      ich danke Dir. Du hast die passenden Worte gefunden. Ich glaube, dass der staatlich oder gesellschaftlich aufgezwungene Muttertag ganz schön Stress verursacht.

      Mit lieben Grüßen
      Kastanienblüte
      Jedes Gedicht hat eine Botschaft, die aus dem Herzen kommt.
      Der „Magic Moment“ ist die Reaktion auf die Emotion eines anderen Menschen,
      abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.
    • Hallo Kastanienblüte,

      der Muttertag wurde in den USA eingeführt, um das überquellende Blumenangebot loszuwerden. Es wurde hin und her überlegt, dann kam man auf die Idee, den Müttern (was ja allen zu Herze gehen sollte) zu einem bestimmten Tag Blumen zu schenken. Schon war das Blumenproblem wenigstens für einen Tag gelöst. Westdeutschland übernahm dann den sogenannten Muttertag vom Mutterkult der Nazis ohne Bedenken, mit der unterschwellig ausgesprochenen Absicht, sich vom Internationalen Frauentag zu distanzieren, indem man den Muttertag als den eigentlichen Frauentag aufwertete. Dass heute aber der Internationale Frauentag wieder hoffähig gemacht wurde, ist natürlich der Höhepunkt der Heuchelei. Eine Studie hatte vor einiger Zeit festgestellt, dass Frauen im Schnitt 60 Prozent (!) weniger Rente als Männer haben. Es soll eben alles nur schön demokratisch aussehen. Dein Gedicht, Kastanienblüte, hätte meiner Ansicht nach aus diesem Grunde etwas mehr Politik vertragen. Du greifst einzelne wirklich peinliche Vorgänge rund um den Muttertag auf, aber bei aller guten Absicht geht dein Gedicht am eigentlichen Problem doch vorbei. Das ist dir als Autorin natürlich überlassen, aber dadurch kommt es nach meiner Ansicht verharmlosend beim Leser an, und unter Umständen begreift er gar nicht, was du gegen den Muttertag eigentlich hast.

      Angelika

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Angelika ()

    • Liebe Eiselfe,

      ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar. dass auch Du das bestätigst, was Mathi hier geschrieben hat.

      Viele Grüße von Brigitte

      *

      Liebe Angelika,

      das weiß ich ja alles gar nicht, was Du mir hier kommentierst. Ich weiß nur, dass Hitler den Muttertag von Amerika übernommen und in Österreich eingeführt hat. Ich habe es vom politischen und finanziellen Standpunkt natürlich nicht betrachtet. Aber es ist schon interessant, es einmal von dieser Seite zu sehen. Ich danke Dir für die detaillierten Hinweise.

      Mit lieben Grüßen
      Brigitte
      Jedes Gedicht hat eine Botschaft, die aus dem Herzen kommt.
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      abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.
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