Weihnachtliche Stunde

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    • Weihnachtliche Stunde

      Weihnachtliche Stunde

      Draußen, in der Stille, spürt
      das Herz das heil'ge Dunkel,
      das in diese Weiten führt,
      in fernes Sterngefunkel.

      Von drinnen tönen Lieder
      in verzaubert liebem Klang,
      Tannen erstrahlen wieder
      auf ihrem letzten Gang...

      Sinnend geh' ich meiner Wege -
      ganz weit ins Land hinaus;
      tief, auf weißem Stege,
      liegt so still das Erdenhaus.

      ***
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.

    • Lieber Holger!

      Besinnliche Weihnacht.

      Obiges Lied ist mir beim Lesen deiner Zeilen in den Sinn gekommen;
      Und so dachte ich mir, das solltest du hören..

      Sehr behutsame Zeilen von dir; Ein tiefer Einblick in dein Herz Holger;

      Herzlichst grüßt,
      Line
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Holger,

      Weihnachten ist es üblich, dass man sich auf die Stille und den Frieden, Freude, Eierkuchen und so weiter beruft. Das tust du auch in deinem Gedicht. Das Gedicht gleitet hart am Weihnachtskitsch vorbei, das muss ich dir so ungeschminkt schreiben, leider. Der Deutsche wird sentimental, sobald die Lichter brennen. Ich will annehmen, dass du das gar nicht bemerkt hast und dein Weihnachtsgefühl in diesem Gedicht echt ausleben willst. Zu deinen handwerklichen Schnitzern will ich mich heute mal nicht äußern, da sind die Dichter empfindliche Wesen, die ja jedes Gedicht in Granit meißeln.

      Und nun ein Blick in die Realität: Ist es wirklich still auf der Welt? Hast du die Kriege vergessen, die in der Welt Menschen - auch in dieser Sekunde, wo ich das schreibe - ermorden? Und das Elend der Obdachlosen? Und dass wir am Vorabend eines großen Krieges stehen? Und was ist denn ein "heiliges Dunkel"? Das "Sterngefunkel" erwähne ich mal lieber nicht. Warte, bis erst die "Weihnachtsbäume" am Himmel stehen. So dunkel wie dein "heiliges Dunkel" erscheint mir auch dein Gedicht. Möglich, dass ich dich mit meinen kritischen Anmerkungen überfordere, dass du gar nicht begreifst, worum es mir dabei geht. Nimm es mir nicht übel, aber gegen Kitsch bin ich allergisch.

      Angelika
    • Behutsalem schrieb:

      Obiges Lied ist mir beim Lesen deiner Zeilen in den Sinn gekommen;
      Und so dachte ich mir, das solltest du hören..

      Sehr behutsame Zeilen von dir; Ein tiefer Einblick in dein Herz Holger;
      Guten Morgen Line,

      "Es war a stille Nacht" hat die weihnachtliche Atmosphäre des Gedichtes noch einmal unterstrichen; danke dafür
      und Dir wünsche ich schöne Stunden in dieser besonderen Zeit.

      Mit liebe Grüßen,

      Holger


      alterwein.com schrieb:

      eine wunderbare Weihnachtshymne - so innig und tief. Wünsche dir ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest!
      Hallo alterwein,

      ich bin sicher, dass auch Du die besondere Stimmung an Weihnachten zu spüren vermagst; das gilt es zu erhalten, denn
      nicht alle Menschen streben dabnach, sich an jenes hinzugeben, das uns übersteigt - sie schauen auch an Weihnachten nur auf
      die Unbillen des Lebens, ohne rechten Raum zu lassen für Hoffnung und Glauben.

      Auch Dir einen lieben Gruß,

      Holger
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.
    • Angelika schrieb:

      Das Gedicht gleitet hart am Weihnachtskitsch vorbei, das muss ich dir so ungeschminkt schreiben, leider.

      Ja, genau so stelle ich mir eine weibliche Ebenezer Scrooge vor. Die Grantlerin sitzt vereinsamt in ihrem Kämmerlein. Das einzige Fenster, das einen Blick nach draußen zulässt, wird von Spinnfäden verdunkelt, die missmutige Gedanken über lange Zeit gesponnen haben. Selbst zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, an dem die meisten Menschen sich nach Harmonie sehnen, verschießt sie ihre Pfeile der Taktlosigkeit und Intoleranz.

      Und zu ihrer Eignung als Kommentatorin will ich mich heute gar nicht äußern, obwohl ich gegen ihre Art mehr als allergisch bin.



      Hallo Holger,

      Weihnachten soll der Mensch sich an all das Positive erinnern, dass uns die Weihnachtsgeschichte erzählt. Und er soll sich wieder darauf besinnen, es zu praktizieren. Davon erzählt dein Gedicht auf die dir eigene Art.


      Holger schrieb:

      Tannen erstrahlen wieder
      auf ihrem letzten Gang...
      Das gefällt mir, macht aber auch nachdenklich.


      LG Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • @Angelika

      Als ich deinen Kommentar zu Holgers Zeilen las, blieb ich erstmal Sprachlos zurück;
      Es ist der Mensch der aus der Stillen Zeit eine Laute macht;
      Und du gibst hier das Beste Beispiel dafür ab;

      mfg. Behutsalem


      Lieber Alces;

      Tannen erstrahlen wieder
      auf ihrem letzten Gang...

      mich hat das auch nachdenklich gestimmt und ich finde Holger hat es mitunter genau so auch einsetzen wollen;
      Mir kam da in den Sinn...
      Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum abgesägt stehst du im Raum..
      bringst Wärme ins Gemüt,obwohl du innerlich verblühst.
      Dein Stamm -
      ins eiserne Kreuz gezwängt,an deine Zweige - Kerzen und Sterne gehängt,

      Ich unterschreibe dein Denke voll und Ganz;

      Besinnliche Grüße, Line
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Wenn einer, der selbst Gedichte verbricht von obiger Qualität - und ihr glaubt doch, dass ihr ernsthafte Lyrik macht -, nicht das obige Machwerk als Kitsch erkennt, wie soll man euch dann noch ernstnehmen? Tut mir leid, ich kann mich nicht so weit verbiegen, dass ich ein schlechtes Gedicht für gut erkläre. Ich hätte in euren Chor einstimmen müssen, dann wäre alles in Ordnung, gelle? Da wird nicht sachlich auf Kritik eingegangen, sondern der Kritiker persönlich unter der Gürtellinie angegriffen. Alces, dir habe ich ein paar Ratschläge gegeben, und du warst von deinem Werk zu überzeugt (das gerade mal für Oma und Opa reichte), um aus deinem Gedicht erst ein Gedicht zu machen, und nun ergreifst du die Gelegenheit, mich zu beschimpfen. Wie soll ich das nennen?

      Ist ja ganz nett und zur Weihnachtszeit auch angebracht, dass jemand den Versuch unternimmt, ein Weihnachtsgedicht zu schreiben. Aber er sollte es nicht eher hier posten, ehe er wirklich jeden Gedanken und jedes Wort geprüft hat, das er zur Kritik stellt. Und ein bissel Handwerk wäre auch nicht ganz verkehrt. Oder verstehe ich hier was nicht und euch geht es nicht darum, gute Gedichte zu schreiben, sondern euer Ego dadurch zu stärken, dass ihr euch für gestandene Dichter haltet und euch in der Sonne des Lobes aalen könnt? Schade um den Blog, könnte ich dazu nur sagen.

      Angelika
    • Angelika schrieb:

      Wenn einer, der selbst Gedichte verbricht von obiger Qualität - und ihr glaubt doch, dass ihr ernsthafte Lyrik macht -, nicht das obige Machwerk als Kitsch erkennt, wie soll man euch dann noch ernstnehmen?
      Fast bin ich geneigt, Mitgefühl zu entwickeln, für eine Seele, die so vergiftet ist, wie die deine... - Es ist sehr wahrscheinlich, dass du selbst das
      Lieblingsgedicht der Deutschen - Eichendorffs "Mondnacht" - als kitschig bezeichnen würdest. - Nun mag man sagen, das ist doch alles Geschmackssache, aber die verbitterte Art der Darstellung deiner Gedanken ässt eher Rückschlüsse darauf zu, wie arm, dunkel und kalt Deine Tage sind...
      Ich wünsche dir, dass sich Deine Seele irgendwann entgiften wird, um dann nur noch Scham zu empfinden, für deine hier hinterlassenen Zeilen.

      Holger
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.
    • alterwein.com schrieb:

      da gebe ich dir recht.
      Entweder man hat Weihnachten im Herzen oder nicht.
      Liebe Mathi, danke für Deine klugen Worte. - Es ist ein wenig erschreckend, mit welcher Bitterkeit Menschen diese
      Tage begehen, denen immer ein wenig Magie innewohnt, welche diese Menschen nicht zu verspüren in der Lage sind.

      Herzlichst,

      Holger


      Alces schrieb:

      Ja, genau so stelle ich mir eine weibliche Ebenezer Scrooge vor. Die Grantlerin sitzt vereinsamt in ihrem Kämmerlein. Das einzige Fenster, das einen Blick nach draußen zulässt, wird von Spinnfäden verdunkelt, die missmutige Gedanken über lange Zeit gesponnen haben. Selbst zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, an dem die meisten Menschen sich nach Harmonie sehnen, verschießt sie ihre Pfeile der Taktlosigkeit und Intoleranz.
      Oha Alces, dass nenne ich hart und nicht herzlich. - Ich gebe Dir recht und möchte anfügen, dass ich mich ein wenig wundere, dass ein Mensch wie Angelika sich hier im Forum betätigt. - Man ist fast gneigt, anzunehmen, dass hier eine bewusste Provokation stattfindet, jedoch erschließt sich mir keinerlei Sinn dafür.


      Alces schrieb:

      Das gefällt mir, macht aber auch nachdenklich.
      Die Verse "Tannen erstrahlen wieder, auf ihrem letzten Gang..." habe ich im Sinne des Vergangs allen Lebens im hiesigen Dasein verfasst, denn
      das gehört auch zur Welt, wo uns - in den besondern Momenten des Lebens, wie sie die Weihnachtszeit oft bewirkt - "das Heil´ge Dunkel in diese Weiten führt." - Und so ist Weihnachten auch eine Brücke zum Glauben und zur Hoffnung - voller Sehnsucht und Andacht...

      Liebe Grüße, Holger


      Behutsalem schrieb:

      Als ich deinen Kommentar zu Holgers Zeilen las, blieb ich erstmal Sprachlos zurück;
      Es ist der Mensch der aus der Stillen Zeit eine Laute macht;
      Und du gibst hier das Beste Beispiel dafür ab;
      Liebe Line, ich hatte oben angedeutet, dass möglicherweise Mitleid das Gefühl sein kann, was man für Angelika haben mag. - Ich empfinde, wie
      so oft, wie Du.

      Besinnliche Weihnachten für Dich,
      Holger
      Sieh, das Blau in großer Höhe - alles scheint so schrecklich fern: Sag dir leis: Ich kann, ich sehe! - Freund, dann erreichst du jeden Stern.
    • Angelika schrieb:

      Wenn einer, der selbst Gedichte verbricht von obiger Qualität - und ihr glaubt doch, dass ihr ernsthafte Lyrik macht -, nicht das obige Machwerk als Kitsch erkennt, wie soll man euch dann noch ernstnehmen?
      Kein sich seiner Verantwortung bewusster Kommentator würde so wie du ein Gedicht bewerten. Was du meistens schreibst (nicht nur zu diesem Gedicht), geht auch unter die Gürtellinie (ich habe meine Kritik bewusst übertrieben, um dir deutlich zu machen, wie sich so etwas anfühlt) und verletzt den Autoren. Offensichtlich hast du noch nie etwas von konstruktiver Kritik gehört, sie gibt nämlich immer auch Hilfestellung.


      So heißt es z.B. in folgendem Internet-Beitrag:

      Konstruktive Kritik: Wie man sie richtig formuliert und besser mit ihr umgeht
      Von Jessika Fichtel


      "Wer sich in konstruktiver Kritik übt, zeigt nicht nur auf, was gut und weniger gut war, sondern bringt an entsprechenden Stellen auch gleich Vorschläge zur Verbesserung an."



      Holger schrieb:

      Oha Alces, dass nenne ich hart und nicht herzlich.
      Ich habe oben erklärt, warum.


      Nun ist es aber genug, lasst uns lieber dichten.


      Liebe Grüße
      Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
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