Apokalypse

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    • Der grüne Wald ist längst passé,
      kein Fluss fließt noch ins Meer.
      Im Niltal herrschen Eis und Schnee,
      der Rhein erstickt im Teer.
      Das Land ist rot, der Wald verdorrt,
      die Nachtigall bleibt stumm,
      der Mensch beging den letzten Mord,
      der letzte Baum fiel um.

      Der schwarze Mond kommt drohend nah,
      am Himmel weint ein Stern.
      Er sah, was damals hier geschah,
      da war er noch ganz fern.
      Nie mehr erklingt im Wind ein Wort,
      die Schriften sind verbrannt.
      Kein Noah geht für uns an Bord,
      kein Gott reicht uns die Hand.
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Hallo Alces,
      ja so könnte sie kommen, die Apocalypse, auch wenn ich bezweifle, dass ein Stern in der Ferne das mitbekommen würde. ;)
      Konstruktiv würde ich den "letzten mord" durch "eignen mord" ersetzen, auch damit die Wortwiederholung vermieden wird.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Perry,

      wir wollen hoffen, dass so etwas nie eintritt.

      Perry schrieb:

      Konstruktiv würde ich den "letzten mord" durch "eignen mord" ersetzen, auch damit die Wortwiederholung vermieden wird
      Ich weiß, Doppelungen sind nicht schön und fast immer unerwünscht, doch ich hatte mir in diesem Fall etwas dabei gedacht, ich wollte die Aussagen dadurch verstärken.
      In einer anderen Version heißt es: "Der Mensch griff zum finalen Mord", was ist nun besser? Ich warte jetzt erst einmal ab, ob noch weitere Meinungen dazu folgen.

      Der "weinende" Stern soll das Ganze ein bisschen theatralischer machen, schließlich handelt es sich hier ja um Dichtung. ;)

      Ich danke dir für deine Gedanken.
      Liebe Grüße
      Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
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