[Ohne Titel] Schattenwelt-Kurzgedicht

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    • A. Akke schrieb:


      Spröde Schönheit sticht
      Das Herz ergießt sich: Leere
      Gesprungene Welt

      Hallo A. Akke,

      der Grundgedanke hat was , in seiner, würde ich sagen : fragilen Ästhetik , :)./ mMn ist die Umsetzung zu sehr versteckt hinter zuvielen, sich selbst überladenden deko_Kopf_Wörtern wie : spröde, sticht, ergießt, Leere , nimmt mir zu sehr den figurativen Moment;

      zudem (mMn) für ein Haiku dadurch zu intellektuell konstruiert und verkopft , ;)

      mal meine Inspiration [ klar, meine Denke und Schreibe ] ___________ :

      -

      trinkt Herz
      von der gesprungenen Welt

      spröde Schönheit

      -

      … A. Akke, dir einen haikunen Gruß, Dichtel


      -
      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot
    • Hallo Dichtel,

      danke für deine Gedanken zu dem Gedicht. Jetzt wo du es schreibst, kann ich gut verstehen, dass es dir zu verkopft vorkommt, aber tatsächlich war der Kopf daran kaum beteiligt. Für mich sind das sehr konkrete und persönliche Bilder, die ich auf einem Spaziergang aus dem Bauch heraus "geschrieben" habe (tatsächlich aufgeschrieben habe ich es dann zu Hause) und die auch selbigen Spaziergang beschreiben.
      Ich finde das gerade ganz spannend, wie des einen Bauch wie des anderen Kopf wirken kann.

      Deine Inspiration gefällt mir sehr gut. Ich würde da spontan dies daraus machen:

      trink, herz
      von spröder schönheit
      aus gesprungener welt



      Hallo Sternwanderer,

      ich bin mir nicht sicher, ob du einfach auch ein Schattenwelt-Haiku geschrieben hast, oder ob du mit deinen Worten beschreiben willst, dass dir mein Gedicht nichts gesagt hat. In beiden ist es dir gut gelungen und ich danke dir dafür.



      LG,
      A. Akke
      Dichtung heißt, Realität zu Poesie machen und Poesie zu Realität.
    • Oh Akke,

      dankeschön. Doch nun ist mir erst klar, dass du keinen eigenen Haiku - Faden eröffnen wolltest - verzeih mir meinen wirren Gedanken, gestern.

      Ich habe, wie du gesehen hast, mein Haiku gelöscht. Entschuldige bitte nochmals.

      LG Sternwanderer
      Als ich eine Träne weinte
      nährte sie meine Seele
      nachdem ihre Spuren
      getrocknet waren war
      mein Stolz größer denn je.

      © Sternwanderer
    • Liebe Sternwanderer,

      da hast du mich falsch verstanden. Tatsächlich habe ich mich gefreut, dass du daraus einen Haiku-Faden machen wolltest und das war auch einer der gewollten (wenn auch nicht forcierten) Nebeneffekte.
      Es ist, wie ich schrieb: In beiden Fällen ist es dir gut gelungen.

      Also von mir aus stelle ihn bitte wieder rein und dann sehen wir mal, wie lang der Haiku-Faden wird. :)

      LG, A. Akke
      Dichtung heißt, Realität zu Poesie machen und Poesie zu Realität.
    • Hallo, Akke,

      leider muß ich ungefähr einen liter wasser in ein zehntel wein gießen: das ist kein haiku - und auch kein senryu. es ist ein durchaus gelungener dreizeiler.

      mehr über haiku findest du hier:
      deutschehaikugesellschaft.de/
      haiku-heute.de/
      einen sehr empfehlenswerten beitrag über das haiku-schreiben liest du hier:
      zugetextet.com/?p=3218

      ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben.

      lg W.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • -

      Hallo A. Akke,

      mir kam noch folgende Entschlackung in den haiku_Sinn , ;)


      mal so __________________ :


      ---- trinkt Herz

      gesprung 'ne
      ----------------- Welt
      ---------- in

      ------- spröder
      Schönheit
      -

      wir beide sehen in diesem gesamt_Bild quasi die kausale Folge genau anders herum , :) … macht ja nichts.

      die wieder einen lieben krea_Gruß, Dichtel …


      -
      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot
    • Hallo @Walther,

      danke für deinen Versuch, mir zu helfen. Ich habe mir deine Links angeschaut (und dabei einige schöne Gedichte gelesen), aber so ganz ging mir dabei nicht auf, warum mein Gedicht kein Haiku sein soll*. Ich vermute, es ist dir zu unkonkret, weil kein "beobachtbare Ereignis" passiert? Deine weiterführenden Links waren zwar gut, aber sie sind eigentlich Schritt 2-4 und mir fehlt hier noch der erste Schritt.

      * Unabhängig davon sollte ich noch erwähnen, dass es mir im Grunde nicht wichtig wichtig ist, ob dieses Gedicht nun ein Haiku ist oder nicht, ich sehe das nicht so sportlich. ;) Wenn dich das Wort also sehr stört, kann ich es gerne rausnehmen, selbst wenn ich nicht weiß, warum. In jedem Fall freue ich mich aber noch auf einen Hinweis für Schritt 1 und möchte die Gelgenheit nutzen, etwas über Haikus zu lernen.


      @Dichtel
      Meine Motivation zu der Zeileneinteilung war nicht die Kausalität, sondern das Wortspiel. Man kann die drei Zeilen in jeder Permutation hinstellen und sie ergeben immer einen Sinn. Für genau diese Permutation habe ich mich entschieden, weil dann unklar ist, ob sich das "von spröder Schönheit" auf das "Herz" bezieht oder auf das "trink". (Mir persönlich gefällt es besser, wenn das Herz von spröder Schönheit ist). Den Imperativ habe ich deswegen gewählt, weil ich in dem Gedicht ja auch gerade das Unvermögen von der Schönheit trinken zu können, ausdrücken wollte (auch wenn das Wort trinken nicht im Original auftaucht). Da ruft jemand sich selbst zu "Jetzt fühl' doch mal was" aber der Ruf verhallt ungehört.
      Tatsächlich wollte ich aber gar keine Kausalität darstellen, denn das wäre mir dann doch zu weit ausgeholt. Es ist ja eher ein Schnappschuss eines Moments beim Spazieren.
      So oder so, stimme ich dir zu: "macht ja nichts"; und freue mich, dass doch weiter gebastelt hast. :)
      Dichtung heißt, Realität zu Poesie machen und Poesie zu Realität.
    • guten morgen,
      schritt 1 lautet: beschreibe, was du siehst, lasse alles weg, was unnötig ist, kommentiere dabei nicht, habe respekt vor dem bild wie dem leser, vertraue ihm, daß er in der lage ist, beim lesen das bild so auszumalen, daß er versteht, was du sahst, nimm dich als autor zurück, du bist nicht wichtig, das bild ist es, das zählt.
      lg W.
      PS: das beantwortet auch die frage, warum das ein schöner text, aber kein haiku (naturbetrachtung) oder senryu (betrachtung des menschen) ist.
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    • Hallo Akke

      Haiku oder nicht, mir gefällt es.
      Und zwar gerade deswegen weil es ein wenig geheimnisvoll und undurchsichtig ist. Ich schreibe selbst manchmal Dinge, deren Deutung nur für mich selbst Sinn ergibt.
      Solche Dinge mögen es dem Leser erschweren, sich mit dem Gedicht auseinanderzusetzen.
      Und schon sind wir bei der Diskussion, die immer noch in mir nachhallt.
      Eine hiesige Autorin schrieb, sie wolle verstanden werden.
      Ich dagegen sehe gerade solche Werke als eine Art leeres Glas an.
      Der Dichter stellt es auf den Tisch und der Leser gießt Wasser rein, oder Bier, oder Saft, oder... oder.
      Ich finde das sehr schön, auch wenn es nicht immer gelingt, oder jedem zugänglich ist. Zumindest mich haben Deine Fragmente angesprochen und ich konnte mein Glas befüllen.
      Und zwar ganz unabhängig von ihrer Anordnung.
      She is the gold at the end of the rainbow
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