Von einer Herrlichkeit zur nächsten!

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    • Von einer Herrlichkeit zur nächsten!

      Von einer Herrlichkeit Gottes zur nächsten!


      Es wurde ein Haus auf sehr wertvollen Grund gebaut.
      Diesen Grund konnte kein Mensch bezahlen.
      Das Haus war auch kein gewöhnliches Gebäude.
      Es war größer und schöner als jedes andere.
      Erstaunlicherweise war kein Ende in Sicht.
      Es ging sogar über den weiten Himmel hinaus.
      Dieses Haus war die Herrlichkeit Gottes.
      Jesus fing auf der Erde an, das Haus zu bauen.
      Er selbst war das kostbare Fundament.
      Man kommt von Stockwerk zu Stockwerk,
      von einer Herrlichkeit zur nächsten Herrlichkeit.
      Macht man nun bei jeder Etage eine kurze Pause,
      und betrachtet die Welt aus dem Fenster heraus,
      dann wird die Welt und ihr System immer überschaubarer,
      denn es ist möglich den ganzen Umfang und die ganzen Wege zu sehen,
      doch umso weiter höher man die Stockwerke der Herrlichkeit steigt,
      desto kleiner und blasser wird die Welt und ihr Anblick,
      bis man auf der Etage des Himmels angekommen ist,
      dann ist die Welt nicht mehr zu sehen.
      Hey Leute bin ganz am Anfang und wünsch mir wenn ihr es schon lest auch euer Feedback. Danke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mattitjahu ()

    • Hallo @Mattitjahu

      da du explizit nach Feedback fragst, versuche ich es mal. :)

      Also erstmal ist es ein schönes Thema, das dich da beschäftigt. Wie herrlich es sein kann, einen klaren Bick auf die Welt und ihr "System" zu erhalten, wird wohl oft vergessen, und da kommt so eine Erinnerung in Gedichtform gerade recht. Mir ist dein Gedicht allerdings zu gerade heraus, einige Zeilen liefern die Interpretation quasi gleich mit. Das kann man natürlich machen, wenn man sicher sein will, dass die Botschaft auch ankommt, aber ich persönlich finde es eigentlich schöner, wenn man es dem Leser überlässt, die Füllung aus der Praline zu lutschen.
      Eine kürzere Variante könnte etwa so aussehen:

      Mattitjahu schrieb:

      Es wurde ein Haus auf sehr wertvollen Grund gebaut.
      Diesen Grund konnte kein Mensch bezahlen.
      Das Haus war auch kein gewöhnliches Gebäude. <- Mir ist nicht klar, wie diese Zeile zum Gedicht beiträgt.
      Es war größer und schöner als jedes andere.
      Erstaunlicherweise war kein Ende in Sicht.
      Es ging sogar über den weiten Himmel hinaus.
      Dieses Haus war die Herrlichkeit Gottes. <- Ein Haus als Herrlichkeit Gottes ist ein so verbreitetes Bild, dass ich das nicht extra erwähnen würde ("Wie herrlich sind deine Wohnungen")
      Jesus fing auf der Erde an, das Haus zu bauen. <- Das sich das Haus auf der Erde befindet, ist eigentlich schon deutlich geworden.
      Er Jesus selbst war das kostbare Fundament.
      Man kommt von Stockwerk zu Stockwerk,
      von einer Herrlichkeit zur nächsten Herrlichkeit.
      Macht man nun bei jeder Etage eine kurze Pause,
      und betrachtet die Welt aus dem Fenster heraus,
      dann wird die Welt und ihr System immer überschaubarer,
      denn es ist möglich den ganzen Umfang und die ganzen Wege zu sehen,
      doch umso weiter höher man die Stockwerke der Herrlichkeit steigt,
      desto kleiner und blasser wird die Welt und ihr Anblick,
      bis man auf der Etage des Himmels angekommen ist,
      dann ist die Welt nicht mehr zu sehen.
      Du schreibst in der dritt letzten Zeile, dass die Welt kleiner und blasser wird, um das dann in der letzten Zeile noch zu steigern: Die Welt ist nicht mehr zu sehen. Das erscheint mir fast doppelt gemoppelt, zumal die Ankündigung in der vorigen Zeile dann denn Effekt der Steigerung auch etwas mindert. Dazu habe ich zwei Vorschläge:
      • Vielleicht ist diese Steigerung für dich so entscheidend, dass sie eine eigene Zeile verdient. Dann würde ich sie unterstreichen mit dem Wort "gar nicht", "dann ist die Welt gar nicht mehr zu sehen"
      • Oder du implizierst nur, dass die Folge von Verblassen das Verschwinden ist. Der Leser darf selbst entdecken, dass die Welt nicht mehr zu sehen ist und du lässt die letzte Zeile weg. Das schöne an diesem Ende, wäre für mich auch, dass das Gedicht offen lässt, was dann eigentlich passiert, wenn "man auf der Etage des Himmels angekommen ist". Das wäre doch ein ziemlich spannender Augenblick für den Leser. Allerdings hätte ich mir dann als Leser etwas anderes Vorgestellt als das Verschwinden der Welt. Damit müsstest du dann leben können.
      Insgesamt würde ich mir wünschen, dass der Text noch dichter wird, damit er mehr ein Gefühl von Lyrik vermittelt.

      Soviel zur Textarbeit, nun noch ein paar Eindrücke, was ich beim Lesen assoziiere.
      • In deinem Haus steigt man von unten - der Erde - auf nach oben - bis zum Himmel. Es wirkt dabei so, dass mit dem Aufstieg auch eine Wertung verbunden ist: Mehr Übersicht ist besser, auch die Stelle "weiter höher man die Stockwerke der Herrlichkeit steigt" scheint das zu beinhalten. Dabei soll doch das ganze Haus die Herrlichkeit Gottes sein. Wie kann dann das Erdgeschoss weniger wert sein als die "Etage des Himmels?"
      • Die Stelle hier gefällt mir sehr gut:
      "Macht man nun bei jeder Etage eine kurze Pause
      [...]
      dann wird die Welt und ihr System immer überschaubarer,"
      Wenn man Dinge mit einer Implikation (Wenn... dann...) beschreibt, sagt man einfach, wie etwas ist. Der Andere darf dann selbst entscheiden, was das für ihn bedeutet. Ich finde "Wenn du den heißen Herd anfasst, wird dir das weh tun" immer schöner als "Fasse den Herd nicht an." oder gar "Du darfst den Herd nicht anfassen"

      • Du schreibst am Anfang "Es ging sogar über den weiten Himmel hinaus." doch am Ende kommt man dann an der Etage des Himmels an. Das klingt so, als kämen dann keine weitere Etagen mehr.
      • Schade finde ich auch, dass dann die Welt nicht mehr zu sehen ist, das hat für mich etwas von "sündige Welt" und "heiliger Himmel".
      • Die Überschrift vom Thema und die Überschrift im Text selbst unterscheiden sich.


      Das klingt jetzt wahrscheinlich so, als hätte ich viel auszusetzen an deinem Gedicht, aber das ist eigentlich nicht so. Meine Kritik kann nur eine subjektive sein. Betrachte sie einfach als Reaktion eines Lesers und frage dich dann, ob das die Reaktion war, die du auslösen wolltest. Sie soll dir Anreize geben, mit einem frischen Blick auf deinen Text zu schauen. Alles kann, nichts muss. ;)

      Beste Grüße,
      A.
      Dichtung heißt, Realität zu Poesie machen und Poesie zu Realität.
    • Hi Akke, vielen Dank für dein intensives beschäftigen mit meinem Text und dein Feedback. Einiges kann ich gut annehmen, und manche Dinge sind inhaltlich bewusst so gewählt worden, um biblische Wahrheiten auszuschmücken aber doch treu zu bleiben. Es ist z.B. entscheidend, dass Jesus das Haus auf der Erde anfing zu bauen, indem er kam und den Weg frei machte zur Herrlichkeit des Vaters, durch seinen Tod am Kreuz. Im christlichen Kontext wird auch die Welt assoziert mit einem antigöttlichen System, es ist also nicht die Schöpfung damit gemeint. Deswegen ist es durchaus richtig verstanden worden, dass es bewertet wird, und das Reich Gottes zur Welt ein großen Unterschied darstellt. Diese biblische Wahrheiten würde ich nicht verwässern wollen, um es angenehmer oder mysteriöser klingen zu lassen, da wie du im Eingang schon gesagt hast, bei diesem Gedicht mir wichtig gewesen ist, dass die Botschaft ankommt.

      Danke nochmal, liebe Grüße.
      Hey Leute bin ganz am Anfang und wünsch mir wenn ihr es schon lest auch euer Feedback. Danke
    • Liebe Matti

      Mattitjahu schrieb:

      bis man auf der Etage des Himmels angekommen ist,
      dann ist die Welt nicht mehr zu sehen.
      Das ganze Gedicht gefällt mir und den Schluss finde ich sehr stark.

      Ich schicke Dir einen lieben Gruß, Brigitte
      Jedes Gedicht hat eine Botschaft, die aus dem Herzen kommt.
      Der „Magic Moment“ ist die Reaktion auf die Emotion eines anderen Menschen,
      abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.
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