Gefängnis ohne Mauern

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    • Gefängnis ohne Mauern

      Oft bin ich mal hier, mal dort
      irgendwo an einem fernen Ort
      doch selten da wo ich wirklich bin
      Gefangen in dieser zweiten Welt
      Diesem Gefängnis ohne Mauern, so fühlt es sich an
      Große Taten werden dort vollbracht, in herrlicher Pracht
      und werden sogleich zunichte gemacht wenn die Einsicht erwacht und die Wirklichkeit den Traum besiegt
      Enttäuscht bin ich nun bitterlich, "Was hält das Leben nur bereit für mich?" frag ich mich und kette mich - wieder mal - an den alten Gedankenpfahl
      Schreckliche Dinge, ohne Frage, enden doch diesmal in einer glücklichen Lage - doch
      "Nur mal ne Frage.." denke ich mir "diese zweite Welt in dir, was hast du von ihr? Wozu all die Müh?"
      Die Kette sie scheuert und schneidet ins Fleisch, weil ich mich einfach nicht richtig losreiß' und ich nicht weiß wie ihre Wurzel heißt..
      Geist?
      Muss wohl so sein, denke ich mir, bis jetzt ist mein Blick ja nur außen gekreist
      Der Blick schweift und sieht doch nicht das worauf ich ganz erpicht
      Unruhe und Angst, die alte Plage, bringt auch diesmal nichts zu Tage - doch ich sage:
      "Nicht aufgeben, nicht schon hier. Übel und Lösung liegen beide in dir". Der zweite Versuch, er folgt nun hier:
      Mit großem Willen, dem eisernen Spaten, beginnt man nun eifrig in den Gedanken zu graben und die Konfrontation zu wagen
      Plötzlich - klonk! - ein harter Stoß
      "Oh" frag ich mich "was ist das bloß?"
      Die Ursache des Leids, sie lag nun offen und das näher als ich früher je wagte zu hoffen
      Ich reiß an ihr und drücke, werd immer fester und merke dann schnell: so wird es nicht besser
      Das Gegenteil wird also nun erprobt, anfangs erst mit großer Not
      doch mit der Ruh und etwas Zeit wird das Eisen langsam weich und das Ziel ist fast erreicht, ja
      es ist jetzt wie Wasser und treibt nun hinfort
      Kette und Pfahl sind nur noch ein Wort und ich bin auch nur an einem Ort
      Nicht an zweien oder dreien, darauf fall ich nicht mehr rein
      Ich streif umher mit klarer Sicht und sehe nun was ich erblick
      und das Glück kommt mit einher, denn nun weiß ich etwas mehr:

      Ein klarer Geist der in sich ruht
      ist und bleibt das größte Gut
      und das macht mir großen Mut
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