Novemberelegie

    • Kritik erwünscht

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    • Nun ist es Herbst, das Jahresende naht.
      Das Wetter ist jetzt nicht mehr, was es war,
      die Herbste ähneln sich wie ein Plagiat.
      Muss wohl so sein, ist mir schon lange klar.

      Der Sonnenhimmel macht sich derzeit rar.
      Am Morgen schon sind alle Straßen nass.
      Doch Gott sei Dank, die Stadt ist unsinkbar.
      Herrje, aufs Wetter ist jetzt kein Verlass.

      Wie blass mit einem Mal die Leute sind.
      Auch mir geht es zur Zeit nicht wirklich gut.
      Es ziept, mal hier, mal dort, dazu der Wind.
      Als heule er sich herbstgerecht in Wut.

      Am Fenster gegenüber steht ein Mann.
      Ich kenn ihn nicht, er sieht so traurig aus.
      Er denkt an was, ich weiß es nicht, woran.
      Jetzt geht er weg, zurück bleibt nur das Haus.

      Und ich mit diesem Herbst, dem Blätterfall.
      Seit Wochen ist bei Aldi schon Advent.
      Ein Hund jault angeleint und macht Krawall.
      Ach ja, es ist November. Wie man ihn kennt.

      14.11.18
    • Und ich mit diesem Herbst, dem Blätterfall.
      Seit Wochen ist bei Aldi schon Advent.
      Ein Hund jault angeleint und macht Krawall.
      Ach ja, es ist November. Wie man ihn kennt.

      entweder ist da ein silbe zu viel, oder man betont gegen die sprachmelodie, und selbst dann bleibt ein unschönes ende.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Die Wetteranteile in Deinem Gedicht haben mich gar nicht so sehr angesprochen.
      Nicht technisch, aber das hat mich innerlich nicht so erreicht. Die ersten drei Strophen hätte ich persönlich gar nicht gebraucht.
      Dafür haben mir die anderen umso besser gefallen, denn es wirkte auf mich fast schon wie ein Film Noir.
      Ich konnte mich richtig einfühlen und mir die Menschen vorstellen, die in der grauen Stand mehr existieren als leben.
      Und dann bin ich natürlich mitgewandert, in das warme Licht des Supermarktes, wo einen dazu noch irgendwelche Klimpermusik einlullt, bevor einen der Gedanke herausreißt; "Echt jetzt, es gibt schon Lebkuchen und Domino Steine?"
      So geht es mir jeder Jahr wieder. Den Hund zum Abschluss fand ich auch nett, obwohl ich es noch passender gefunden hätte, wenn er ins Klagen eingefallen wäre, statt Krawall zu machen..

      Schön!
      She is the gold at the end of the rainbow
    • Hallo Walther,

      nein, da ist nichts falsch betont. Du kannst im Jambus auf eine Hebung (also einen Takt) bis zu vier unbetonte Silben nutzen, das Metrum funktioniert ja nach einem Takt. Wenn man das allerdings macht, wird nur der Text "schneller", das ist alles. Vier Silben, das passiert im Deutschen aber rein sprachlich nicht, meist ist es nur eine Silbe. Brecht hat das auch ein paarmal genutzt. Ich bin also nicht die Erfinderin. Heine hat das sehr oft gemacht, dass er mindestens zwei unbetonte Silben gesetzt hat. Und ich habe mir die Frechheit erlaubt, dies ihm nachzutun. Alles klar?

      Angelika
    • Hallo Sushan,

      ich schreibe aus Prinzip realistisch, ich will von meinen Lesern verstanden werden. Ich bevorzuge eine klare Sprache, manchmal Metaphern, obwohl viele meiner Gedichte ohne Metaphern auskommen und trotzdem verstanden werden. Ich mache kein Geheimnis aus der deutschen Sprache. Da ist es mir schon klar, dass es an der Sprache der Soziologie geschulte Leser gibt, die klares Deutsch für unlyrisch halten. Schiskojenno, wie der Lateiner sagt.
      Ich verstehe schon, dass dich ein Gedicht über den November nicht vom Stuhl reißt. Damit muss ich leben. Ich kann's. Die höheren Regionen sind eben nicht mein Fall.

      Angelika
    • Äh, wie bitte?

      Kann es sein, dass Du ein ganz klein wenig dünnhäutig bist und meine "Kritik" völlig falsch verstanden hast?
      Mein Kommentar war weder eine Retourkutsche, noch irgendwie abwertend oder bestand aus mehr als ich geschrieben habe. ?(

      Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, was Du da raus gelesen haben möchtest, oder wieso Du Dich verpflichtet fühlst, Deine Wortwahl zu verteidigen.
      Mit keinem einzigen Wort habe ich Deine Sprache kritisiert, oder irgendwas zur Wahl Deiner Worte. Warum Du Dich nun berufen fühlst, Dich hier zu verteidigen, verstehe ich nicht.

      Meine Kritik war absolut ehrlich und wohlwollend, von vorn bis hinten.
      Natürlich bin ich auf Dich gekommen, weil Du eines meiner Werke kommentiert hast, denn vorher sind wir uns nie begegnet. Aber auch wenn Du es scheinbar so aufgefasst hast, war dies hier kein "Rache" für irgendwas.
      Wir sind doch hier nicht im Kindergarten, wo einer dem anderen die (lyrischen) Förmchen wegnimmt und der daraufhin die Sandburg zertritt.
      Solltest Du solches im Sinn haben, würde ich mich künftig zurückhalten, was das Kommentieren Deiner Werke angeht.
      Und wenn Du keine ehrliche Meinung hören magst, sondern nur "ganz super" und Dinge dieser Art, solltest Du eventuell ein anderes Label auswählen. Oder es eben kommunizieren.

      Ich bin ehrlich gesagt verwundert, ob Deiner Reaktion.... ?(
      Denn warum Du mein Werk unter Deinem weiter kritisieren musst, entzieht sich meinem Verständnis. Oder bist Du einer jener Menschen, die zwar gerne kritisieren, aber dann doch bitte nicht kritisiert werden möchten?
      Und das hier war noch nicht mal eine. Sollte dem so sein, spare ich mir künftig meinen Atem, denn auf solch ein Getue habe ich wenig bis gar keine Lust.
      Ich gebe hier immer meine ehrliche Meinung wieder, vollkommen unabhängig von der Person.

      Hochachtungsvoll Yue
      She is the gold at the end of the rainbow

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sushan ()

    • Angelika schrieb:

      Hallo Walther,

      nein, da ist nichts falsch betont. Du kannst im Jambus auf eine Hebung (also einen Takt) bis zu vier unbetonte Silben nutzen, das Metrum funktioniert ja nach einem Takt. Wenn man das allerdings macht, wird nur der Text "schneller", das ist alles. Vier Silben, das passiert im Deutschen aber rein sprachlich nicht, meist ist es nur eine Silbe. Brecht hat das auch ein paarmal genutzt. Ich bin also nicht die Erfinderin. Heine hat das sehr oft gemacht, dass er mindestens zwei unbetonte Silben gesetzt hat. Und ich habe mir die Frechheit erlaubt, dies ihm nachzutun. Alles klar?

      Angelika
      in der tat, lb Angelika, aber du könntest deinen ton mäßigen und beachten, daß ich dein gedicht mit einer empfehlung versehen habe, die ich wegen deiner art des umgangs mit deinen "kritikern" nicht entferne, weil ich zwischen dem schönen text und der sehr garstigen autorin unterscheiden kann. lg W.
      PS.: Du solltest oben "Kritik erwünscht" und "Beifallsbekundungen werden huldvoll entgegengenommen" ändern. man sollte vorschlagen, daß die moderation diese auswahl für dich und andere kritikaverse einbaut.
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    • Hallo Sushan,

      wie meinst du das, ich sei dünnhäutig, wenn ich dir erkläre, dass ich das realistische Schreiben bevorzuge und dass dich das natürlich nicht vom Stuhl reißt? Und du meinst, weil du deiner Ansicht nach wohlwollend kritisiert hast, darf ich darauf nicht antworten? Und ich bin keinesfalls dünnhäutig, ich habe im Gegenteil eine ganz dicke Haut. Warum bringst du diesen Ton hier hinein? Ich habe dir doch nichts getan. Ich kenne dich doch nicht, ich kenne nur dein Gedicht. Wie kommst du darauf, dass ich dir an den Kragen will? Wer hier dünnhäutig ist, beweist du mir. Aber Schwamm drüber, ich will hier keine überflüssige Diskussion, mir geht es einzig und allein um Lyrik. Ich hoffe, du kannst das respektieren.

      Angelika
    • Hallo Sushan,

      du brauchst mich nicht hoch zu achten, halte es für eine Diskussion unter gleichberechtigten Leuten, die am gleichen Themen arbeiten und ihre Meinung äußern. Ich bin schon erstaunt, wie wenig du brauchst, um das Sensibelchen zu geben. Aber genug des Hin und Her, hier geht es um Literatur und nicht um Persönliches. Wäre schön, wenn wir uns daran halten könnten.

      Angelika
    • Hallo Angelika,

      ich empfinde es auch so, die Diskussion ist mit leichten Spitzen versehen, und für mich liest sich die letzte Strophe ebenfalls unrund.

      Und ich mit diesem Herbst, dem Blätterfall.
      Seit Wochen ist bei Aldi wieder mal Advent.
      Ein Hund jault angeleint und macht Krawall.
      Ach ja, es ist November, wie ihn jeder kennt.

      So oder ähnlich würde es mir besser gefallen.

      LG Alces
      Poesie ist die Muttersprache des Menschengeschlechts.
      Johann Gottfried von Herder
    • Hallo Alces,

      vielen Dank fürs Reinsehen. Dein Vorschlag verändert meinen Text, aber nötig ist es nicht unbedingt, im Gegenteil, es nimmt den Sinn, den ich ihm gegeben habe. Wichtig ist auch der Punkt im letzten Vers. Denn ein Punkt bedeutet eine größere Zäsur als ein Komma, und die möchte ich gern beibehalten. Und bitte, tu uns allen einen Gefallen und heiz die Situation, die sicher auf einem Missverständnis beruht, nicht noch weiter an. Ich bin schon etwas älter als die Beteiligten und lege Wert auf meine Ruhe in einem literarischen Blog.

      Angelika
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