Eine kurze satirische Betrachtung des Wortes "Forum"

    • Textarbeit

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    • Eine kurze satirische Betrachtung des Wortes "Forum"

      Eine kurze satirische Betrachtung des Wortes "Forum"

      Es gibt mehrere Definitionen zum Wort Forum.
      Es wird die folgende Definition hier vorgestellt:
      "Altrömische (r) Städte / Platz,
      Ort der Rechtspflege und Volksversammlung."
      Ergo: Der richtige Ort um volkstümlich zu speisen,
      z.B. Rinder-Haxe, Rotkohl und Salzkartoffeln, natürlich
      mit deftiger
      brauner Soße.

      Das Wort Forum lässt sich phantasievoll steigern:
      Forum - Foren - Foren sik
      In der Forensik werden kriminelle Handlungen
      systematisch untersucht. Dafür gibt es die
      Gerichtsmedizin und die Kliniken für
      psychisch kranke und suchtkranke Straftäter(innen).

      Martin Heide


    • Hallo Martin Heide;

      Ich befinde die Überlegung als solches interessant;
      Die Forensik passt hier ja haargenau rein.
      Wie oft untersuchen wir Texte auf Metrik, Aussage etc.
      Wir wissen wie es sein sollte, kann und ua. auch muss..

      hier kann, muss aber nicht; weil die Aussage steht.
      mfg. Behutsalem

      Edit: Ich sah erst jetzt.. Textarbeit.. sorry
      aber darüber nachdenken ist ja auch eine Art Arbeit:-)
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Martin,

      die Steigerung von Forum (Foren - Forensik) gefällt mir ausgesprochen gut. Sehr gelungenes und intelligentes Wortspiel.

      den Schritt von der Volksversammlung zum "fressenden" Volk kann ich hingegen weniger gut nachvollziehen. Klingt für mich, als wäre dir eine Assoziation zum Oktoberfest vor die Augen gestiegen. Wobei mir die "braune Soße" ins Auge fällt - in Verbindung mit "rechts".

      Womit ich nach wie vor gar nicht leben mag ist, wenn die politische Einordnung "rechts" (für mich = Unionsparteien) andeutungsweise (oder gar ganz plump von manchen) mit "rechtsextrem" gleich gesetzt wird ( = NPD) . Ich schreibe ja auch nicht "links" und meine dann die RAF. Ist jetzt hier nicht so offensichtlich, weswegen ich mir kein Urteil bilde.

      Ich finde, dass Demokraten sich als Verbündete gegen die Nicht-Demokraten auch über die politischen Lager hinweg finden können müssen (ohne dass ich von GroKos deswegen besonders begeistert bin). So wie ein Willy Brandt und ein Helmut Schmidt von Unionsfreunden anerkannt werden können, so muss auch ein Adenauer und ein Ehrhard und ein Kohl vom anderen Lager anerkannt werden können.

      Der Feind sind die, die abweichende Meinungen nicht ertragen können und meinen, sie seien im Besitz der einzigen Wahrheit. Die meinen, wenn nur alle nach ihrer Pfeife tanzen, wird alles gut. In der demokratischen Politik geht es um das Ringen um die beste Lösung (vom Konzept her, ich weiß). Nicht um das rechtbehalten. Oder um die Ämter. Oder sonstige Pfründe..... seufz

      LG

      Ruedi
    • Ruedi,

      so schnell bin ich auch nicht, als das ich den Rechts- und Linksradikalismus und den islamischen Radikalismus in einem satirischen Pamphlet behandeln könnte.

      Ein Problem habe ich mit der CSU, der CDU und der SPD.
      CSU und CDU tragen das Wort "christlich" im Parteinamen - sie sind aber nicht christlich.
      Die SPD trägt das Wort sozial-demokratisch im Parteinamen. Demokratisch ist die SPD noch, aber "sozial" hat Schröder abgeschafft.
      "Wir alle müssen schmerzliche Einschnitte akzeptieren . . . . . . . . ." sprach er und hat sich selbst dabei als erster ausgenommen.
      Man könnte sagen, er hat uns nicht in Buschs Feldzug hineingezogen, obwohl das Insider ganz anders sehen.
      Aber HarzIV war reichlich unfair, deshalb hat die SPD seit langem nicht mehr das Recht sich sozial zu nennen.
      Herr Kohl hat uns die Einheit beschert und sich damit die Macht für weitere Amtsjahre.
      Das er überhaupt an die Macht kam, hat er den Wendehälsen von der FDP zu verdanken, die Herrn Schmidt ekelhaft in den Rücken fielen.

      Ich höre hier auf, denn ich könnte noch einige Beispiele nennen, die darstellen, wie ich die Politik in Deutschland sehe.
      Ich bin erschüttert über all dass, aber ich bin nicht politik-verdrossen, eher im Gegenteil und mein Herz bleibt links.

      Nachtrag: Was die Bayern betrifft und ihre Kultur, so hat das Oktoberfest Auswirkungen bis ins kleine Rösrath, wo ich wohne.
      Zur Zeit des Oktoberfestes bieten die Gaststätten und Restaurants hier, derartiges, wie oben beschrieben an.
      Und selbst in einer niederrheinischen "Hochburg" wie Düsseldorf werden solche Speisen regelmäßig verkauft, mit deftigem Altbier.
      und leider auch brauner Soße - die Düsseldorfer Ultra-Szene hat mich selbst bereits angespukt und als Juden bezeichnet.
      Trotzdem gehe ich schön weiter ins Fußballstadion. In Duisburg wurde ich von einem Ultra ins Gesicht geschlagen, weil ich in die falsche
      Richtung ging und sein "MSV-Revier" betrat. Meine Brille war hinüber, aber bis auf eine Schwellung, ist in meinem Gesicht alles heil geblieben.
      Trotzdem gehe ich weiter ins Fußballstadion, weil ich Fußball liebe und sehen möchte, live. Also, "braune Soße" habe ich schon anderswo,
      als auf dem Teller kennen gelernt. Die Fußballvereine, ob Duisburg, Köln, Düsseldorf, Bochum, Schalke, Dortmund usw. haben mit der
      "braunen Soße" mehr zu tun, als ihnen das lieb ist.

      Gruß
      Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Martin Heide ()

    • Ich sehe die "braune Soße" nicht als meinen Feind an. Wieso Feind??? Solange ein "Braunsoßer" sich nicht an Kindern, Mädchen, Frauen oder gar an meinen Töchtern und Enkeln vergreift, solange, halte ich es aus, mich mit ihnen allein zu kloppen, um mich zu wehren. Sprich: Ich kann mit dem Hass,
      der in ihm steckt irgendwie noch umgehen.

      Wenn ich mich aber einer Gemeinschaft anschließe, die das Ziel hat "braune Soße" auszurotten, beginnt Feindschaft und wie wir sehen, auch in Ländern, die sich fortschrittlich und modern nennen.

      Gruß
      Martin
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