tausendmal

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    • tausendmal
      sie angesehn
      die selbe
      irgendwo
      am rhein
      an der elbe
      im nirgendwo
      und niemals
      doch irgendwann
      wohl irgendwie
      sag ich ihr
      ich liebe sie
      derselben
      tausend tüten
      die ich zieh
      immerzu
      und immer sie

      und irgendwann
      hört sie auch zu
      wenn ich ihr sage:
      tausendmal du
      Simon Maria Ackermann - 2018

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zwischenzeit ()

    • Hallo Zwischenzeit,
      ich lese den Text etwas zwiespältiger, denn neben der ständigen, fast gebetsmühlenhaften Liebesbeteuerung, schwingen noch andere Nuancen mit:

      zwischenzeit schrieb:

      derselben
      tausend tüten
      die ich zieh
      immerzu
      und immer sie
      "Tüten ziehen" hat für mich etwas mit Rauschgiftkonsum zu tun und selbst, wenn es als Metapher für eine Art Abhängigkeit stehen soll, ist eine solche Hingabe nicht unbedingt gut.
      Auch der Schluss

      zwischenzeit schrieb:

      und irgendwann
      hört sie auch zu
      klingt eher hilflos hoffend und zeigt wenig Aussicht auf eine erfüllte Liebe.
      Bittersüß ist mir deshalb zu schön gefärbt, ich würde eher verzweifelt hoffnungslos herauslesen.

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Zwischenzeit,

      mir geht es da wie Perry, die Tüten habe ich schon mit etwas Befremden gelesen.

      Gedankliche Verbindungen habe ich hier gefunden.

      Tausendmal berührt
      Klaus Lage

      Tausendmal Du
      Münchner Freiheit

      Vielleicht hört sie ja irgenwann doch mal zu.

      Wundertütengrüße
      Carry
      Man ist auch verantwortlich für das was man nicht tut,

      O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.
      Tacitus
    • Liebe Carry, Lieber Perry

      Danke für Eure Auseinandersetzung mit diesem Text! Das die Tüten etwas sonderbar rüberkommen ist für mich durchaus nachvollziehbar.
      Ich arbeite im Detailhandel, wo das höchste aller Gefühle die Debatte um den Preis der Tragtaschen ist. An manchen Tagen zieh ich gut tausend Tüten über den Scanner - aber mit Rauschgift hab ich um Gotteswillen nichts am Hut, da vertrau ich lieber auf meinen Gute-Nacht-Joint.

      @Perry, deine Analyse war sehr spitzfindig! Es ist tatsächlich vielmehr ein verzweifelter Ausruf als ein Liebesgedicht - Irgendwie doch erfreulich, dass es nicht bei jedem Leser als genau das ankommt.

      lg
      Simon
      Simon Maria Ackermann - 2018
    • Hallo Zwischenzeit

      Du hast gute Worte gefunden für einen Zustand der aus meiner Sicht überhaupt nichts mit Liebe zu tun hat, sondern eher mit Abhängigkeit nach einer Person. (und aus meiner Sicht wird das heutzutage oft mit Liebe verwechselt...)

      Aus diesem Grund passen für mich die Zeilen sehr gut:

      Zwischenzeit schrieb:

      ich liebe sie
      derselben
      tausend tüten
      die ich zieh
      immerzu
      und immer sie

      Ich habe die Zeilen ebenfalls eher Richtung Rauschgift interpretiert - also eher eine krankhafte Liebe, die nicht guttut, sondern vergiftend wirkt.

      Ich habe das Gedicht sehr gern gelesen, denn ich glaube es gibt wenige Menschen, die nicht schon einmal so gefühlt hätten.

      Danke fürs Teilen!

      LG
      3lifes
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