Seine Hand

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    • Seine Hand streicht von den Augen ihr das Haar,
      das von den Tränen feucht geworden.
      Sie hat das Lächeln
      von ihren Lippen gewischt,
      als hätte sie es zu dick aufgetragen.
      Seine Hand, die so oft sanft
      und zärtlich war, scheint ihr
      ein Skalpell geworden.
      Ein Pinsel, als hätte er
      aus Blut und Tränen Farbe gemischt,
      zu malen sein Bild
      von beider Versagen.

      Seine Hand, die vor langer Zeit
      nach der ihren griff
      und sich von der ihren finden ließ,
      berührte sie stets leicht und tief,
      sodass sie sich gerne berühren ließ.
      Wie sie war ihr nicht
      das Paradies willkommen.
      Sie ist über ihre Haut geflogen
      wie tausend Daunen,
      die sie mit ihrem Herzen fangen wollte.
      Seine Hand ist schwer geworden.
      Und ein verwehtes Raunen
      ist die Erinnerung.

      (Ich befürchte, hier könnte man auf die Idee kommen, dass es um eine geschlagene Frau geht. Ist aber nicht so. Jedenfalls nicht beabsichtigt. Es geht einfach um eine Trennung.)
      © Rüdiger Jess

      Verwendung der Texte nur nach schriftlicher Zustimmung des Rechteinhabers


      In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders! 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ruedi () aus folgendem Grund: Fehlende Leerzeichen

    • Ich hatte anfangs etwas Probleme rein zu kommen und musste erst den Klang der Zeilen finden.


      Aber:

      Ruedi schrieb:

      Sie hat das Lächeln
      von ihren Lippen gewischt,
      als hätte sie es zu dick aufgetragen.
      Seine Hand, die so oft sanft
      und zärtlich war, scheint ihr
      ein Skalpell geworden.
      Ein Pinsel, als hätte er
      aus Blut und Tränen Farbe gemischt,
      zumalen sein Bild
      von beider Versagen.

      Wow, dass ist ganz groß, meinem Empfinden nach. Was für tolle Bilder Du da zeichnest!
      Dieses Skalpell hat mich sehr getriggert, denn ich kenne das Gefühl, wenn vertraute Gesten, Worte, oder Berührungen völlig falsch aufgefasst werden, oder einfach die falsche Wahl sind, für die Situation.
      Und vor allem die Unsicherheit, die man dann empfindet. Deshalb bewegen mich diese Zeilen!

      Mit dem zweiten Absatz bin ich noch nicht so im Fluss, da muss ich noch mal drüber schauen.
      Nur so viel schon mal:


      Ruedi schrieb:

      wiet ausend Daunen,

      Da ist Dir etwas verrutscht. Weitere Eindrücke folgen.
      She is the gold at the end of the rainbow
    • @Sushan

      danke für dein Interesse und deine Aufmerksamkeit. Habe den Trennungsfehler behoben. Schön, dass es dich anspricht.

      @Scathach

      Scathach schrieb:

      Sehr schöner Text mit sehr intensiven Bildern
      Tja, früher hatte ich ab und zu meine Momente. (kokettier, Augenaufschlag, Dackelblick). Vielen Dank (ironiefrei)

      @Luise
      Wenn ich daran denke, wieviele Frösche ich geküsst habe, bis ich meine Prinzessin fand.... dann möchte ich gar nicht daran denken, dass es eines Tages wieder enden wird. So oder so herum. Auch seufz. Ist ja noch nicht so weit.

      LG an alle

      Ruedi
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