Hinaus

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    • heut ging ich andren dingen nach,
      indem ich die gewohnheit brach,
      ich ging hinaus, ein kleines stück
      und suchte nach dem grossen glück

      dreht' mich um und blieb kurz steh'n,
      so hab ich es nicht kommen sehn,
      ein herber schlag, so mussts wohl sein
      brach rücklings über mich herein

      es zog mich schutzlos weg vom grund,
      bemerkbar bald: der kräfte schwund -
      ein grader stand - gelang nicht mehr;
      es zog und warf mich hin und her

      oh welt, warum nur bist du bös',
      ergreifst mit zorn mich und getös',
      du ziehst ins unheil mich hinein,
      um lustlos mich dann aus zu spei'n

      das sterben wohl des lebens sinn,
      so gab ich mich dem urteil hin
      und wie gelähmt, ich liess geschehn,
      nur betend - bald das licht zu sehn

      ich schloss dann meine augen zu,
      vernahm alsbald um mich die ruh'
      und liess geschehn, ganz ohne groll,
      weil es doch friedlich enden soll

      als tausend blitze, fest geballt,
      ergriffen mich - mit urgewalt,
      "oh erd', zu früh ist's, drum verzeih";
      es riss mich aus den fesseln frei

      als hielt' es mich an meiner hand,
      so fand ich wieder festen stand
      und dies, welch glück, es fiel nicht schwer;
      ich lieb's zu schwimmen - draus im meer.
      Simon Maria Ackermann - 2018
    • Sehr dramatisch und sehr hübsch gereimt.

      Erst mit der letzten Zeile habe ich kapiert, dass es um ein konkretes und gar nicht so seltenes Geschehen ging. Vorher war es halt ein dramatisch aufgeladener Text, metaphorisch zu verstehen oder irgend sowas. Auf einmal hat es reale Kraft durch die letzte Zeile. Ist natürlich nur mein Empfinden, aber ich find's gut gemacht. Man kann es ja trotzdem noch metaphorisch deuten, wenn man das braucht [img]https://www.poeten.org/wcf/images/smilies/tongue.png[/img]

      Eventuell würde die vorletzte Strophe (als tausend Blitze....) an Gewicht gewinnen, wenn die etwas philosophisch-schicksalsergebenen Strophen 4 & 5 wegfielen.

      Schön, dass es gut ausgeht!

      LG

      Ruedi
    • Vielen Dank Ruedi

      Die letzte Zeile ist natürlich pure Absicht ;) Die Idee war schon, diesen Text aufs ganze Leben übertragen zu können, auf die Höhen und Tiefen, Ebbe und Flut - es freut mich, dass es bei Dir auch so rübergekommen ist! Auch wenn in der Realität das Finden der Lösung selten mit "Leichtigkeit" verbunden ist.
      Mit dem Änderungsvorschlag werde ich mich noch beschäftigen und die Ergebnisse abgleichen :)

      Danke dafür und liebe Grüsse
      Simon
      Simon Maria Ackermann - 2018
    • Hallo Simon,

      ein wahrhaft spannendes Gedicht mit einer feinen Wortwahl.
      Hervorragend.
      I
      Lieben Gruß an dichCarry
      Ein Leben ohne Fantasie ist möglich
      aber echt langweilig.
      C.M.

      Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
      Blaise Pascal

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