Ich trage dich und will getragen sein

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    • Ich trage dich und will getragen sein

      Ich trage dich und will getragen sein:
      Wir sind uns schwer und wollen gar nichts wiegen,
      Wie eine Feder selbst den Wind besiegen;
      Wir wollen ewig und wie Sphären sein.

      Ich greife nach dem Anker, der uns rettet:
      Der Fluss führt uns ins weite, kalte Meer,
      Und unsre Augen werden müd und leer;
      Wir haben uns verzockt und hoch gewettet.

      Ich bette dich in meinen starken Armen,
      Die schwächer werden über Nacht und Tag.
      Das Schicksal kennt mit niemandem Erbarmen:

      Es wäre viel zu klagen; als ich klag,
      Da spüre ich den Herzschlag und den warmen,
      Ganz zarten Hauch, in den ich Liebes sag.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Walther ()

    • Hallo, Walther,

      hoppla - während ich meinen Beitrag verfasste, hast du dieses Gedicht hier eingestellt. Tut mir leid, wenn es dadurch eins nach unten rutschte, das bemerkte ich erst danach.

      Aber nein - ich kommentiere jetzt nicht nur deswegen. :D

      Sondern ich kommentiere, weil ich a) deine Werke oft besonders gerne lese und daher immer wieder auch welche kommentiere und b) weil ich hier ausgerechnet - der letzten Strophe eine 'Absage' erteilen muss.

      Bis dahin las ich es mit echtem Genuss - aber ich bin offen und ehrlich: Im Prinzip habe ich nichts gegen Elisionen (sinnvoll verwendet und in Einzelfällen durchaus auch mal der Notwendigkeit geschuldet), nur hier sind für mich der Elisionen zu viel, sie nehmen mir die ganze Wirkung des Vorgehenden einfach wieder weg ...


      Walther schrieb:

      Es wäre viel zu klagen; als ich klag,
      Hör ich den Herzschlag leis und spür den warmen
      Und zarten Hauch, in den ich Liebes sag.
      Aber es liegt nicht nur daran. Gerade das letzte Terzett ist - einfach die schwächste von allen Strophen. Der Mittenreim mit Herzschlag - ja, das ist schon gut gemacht, aber für mich macht es die Schwäche nicht wett. Du verstehst sicher, was ich meine. Es ist einfach zu viel, lieber Walther und du weißt, dass ich wenig kritisiere. Und bei dir ohnehin selten Anlass dafür finde. Aber hier - klag, Herzschlag, hör, leis, spür, sag - wie soll ich es ausdrücken? Die Elisionen dominieren die Strophe viel zu sehr, lassen dem Inhalt kaum noch Raum, um zur Geltung zu kommen.

      Abgesehen davon -

      Walther schrieb:

      Ich trage dich und will getragen sein:
      Wir sind uns schwer und wollen gar nichts wiegen,
      ist das hier wiederum ganz wunderbar. ^^ Die stärkste Formulierung - kannst du das nicht vielleicht irgendwie 'umdrehen'? Nicht, was die Aussage anbetrifft, sondern - die Intensität in der Abfolge der Strophen als solche? ;)

      Auf jeden Fall wieder wirklich gerne gelesen!

      LG,

      Anonyma :)
      ______________________________
      Zitate:

      Mensch: Ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.

      Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.

      Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

      I <3 Kurt Tucholsky! :D
    • Hallo, Walther,

      ich wusste doch, du bekommst das hin. ^^

      Ja, so ist es wesentlich besser - und du darfst es ruhig als Anerkennung und Achtung vor der hohen Qualität deiner Texte betrachten, wenn ich in einzelnen Fällen etwas anmerke; denn ich stelle bei dir zugegebenermaßen durchaus etwas, das man einen gewissen 'Anspruch' nennen kann. ;)

      LG,

      Anonyma
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      Zitate:

      Mensch: Ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.

      Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.

      Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

      I <3 Kurt Tucholsky! :D
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