Kollateralschaden

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    • Kollateralschaden

      Kollateralschaden



      Es spielte das Kinde, voll Freude und Lachen,
      die schönen Spiele, die Kinder so machen.
      Es rannte geschwind,
      sorglos, frei wie der Wind.
      Es tanzte und sprang,
      in seinem Herzen Gesang.

      Doch während es spielt, bemerkt es nicht
      den Punkt in der Ferne, der die Wolken durchbricht.
      Er kommt näher und näher, unaufhaltsam und schnell.
      Entlädt seine Fracht, tödlich fauchend und grell.
      Ein lauter Knall, ein heißer Wind
      schleudert davon das kleine Kind.
      Es fällt zu Boden auf den harten Asphalt.
      Spürt davon nichts, seine Augen schon kalt.
      Sein kleines Herz ist stumm, das schöne Kleid blutrot.
      Die Haut schwarz verkohlt. Es ist still und tot.
      Nie wieder wird es lachen, singen und tanzen.
      Was sagt wohl einer der Mörder zu diesem Ganzen.

      Er hebt seine Hände zur Menge, winkt ungeniert.
      Ruft "Yes we can". Die Menge applaudiert.

      Nun hatte das Kinde Geschwister, recht viele.
      Sie verloren nicht nur die Schwester bei diesem Spiele.
      Nachdem auch Vater und Mutter von Bomben verbrannt
      nahmen Haß und Rache die Kinder fortan an die Hand.
      Sie kämpfen seitdem, oft auf fremdem Boden.
      Wissen nicht mehr warum sie sich zum Kampf einst erhoben.
      Ihr Fanatismus macht sie für alles Andere blind,
      wie auch die, die aus ihrer Gier heraus töteten das Kind.

      So wird er weitergehen der Kreislauf aus Hass und Gewalt.
      An sehr vielen Orten und in so mancher Gestalt
      wird das Töten und Morden vorangetrieben
      am meisten dort wo im Boden große Schätze liegen.

      Manchmal denke ich wir sollten beginnen
      Warnhinweise auf Geldscheinen anzubringen.

      "Wir rauben, brandschatzen und töten in aller Welt,
      für unseren Gott, der da genannt wird Geld.
      Steht uns nicht im Weg, denn es ist uns egal
      ob Ihr zu Schaden kommt kollateral."




      Der erste Teil bis zu "Die Menge applaudiert" ist schon etwas älter. Alles weitere hab ich Anfang des Jahres hinzugefügt.
      Mit den letzten 6 Zeilen bin ich, ehrlich gesagt, nicht sehr zufrieden.
    • Hallo Judas,
      eine tragische Geschichte, die zeigt wie sich die Kriegsspirale immer weiter dreht.
      Am Schluss wird es dann etwas pauschal, denn nicht nur Amerika sondern viele Länder beuten die dritte Welt aus.
      Insgesamt aber ein gut gemachtes und engagiertes Werk.
      LG
      Perry

      Hallo Freienweide,
      ich weiß nicht woran es liegt, aber bei deinen Kommentaren kann ich nur den Kopf schütteln.
      Alles was in dein Denkschema passt lobst Du über den Klee

      Freienweide schrieb:

      Auch hier muss ich den Inhalt mehr als nur loben! Eine sehr linksorientierte Einstellung und gerade deshalb sehr genau auf den Punkt gebracht! Gesellschaftskritisch und selbsterklärend.

      Hervorragend (Endlich haben wir einen neuen guten Dichter im Forum;)
      und was nicht deiner Sichtweise entsprichst, an dem nörgelst Du rum. Ich nenne so etwas egoman und narzisstisch, um es mal freundlich auszudrücken.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Freienweide,

      wahrscheinlich bist du unserer Konversationen langsam überdrüssig, aber wenn ich die Kommentare hier schon wieder lese, kann ich die Finger nicht still halten.

      Freienweide schrieb:

      Schlechte Lyrik wird kritisiert und gute Lyrik [...] wird gelobt.
      Nachdem ich gesehen habe, wie viele z.T. wundervolle Werke du allein in den letzten Tagen nicht kritisiert!, sondern einfach runtergemacht hast, kann ich dir diesen Spruch leider nicht mehr abkaufen. Ich bin mir nicht sicher, ob du den tieferen Sinn der Lyrik und der Poesie je ergründet hast, aber ich kann es mir nicht vorstellen. Wenn ich wieder mit Definitionen arbeiten darf:
      - Lyrik = zum Spiel der Leier gehörig
      - Poesie = das Erschaffen
      Wenn du dir anmaßen willst, jemandem sein persönliches Empfinden abzusprechen, was er für musisch, was er für spielerisch im Sinne seiner und anderer Gedichte und deren Sprache befindet, dann hat das nichts mit einem guten Dichter zu tun, für den du dich sicher hältst. Vor allem dann nicht, wenn man den Stil der anderen nur noch abwertet, sobald man ihn selbst nicht als ästhetisch empfindet bzw. ihn einfach nicht versteht. Womit wir auch zur Bedeutung der Poesie kommen. Einen Poeten kann ich in dir nicht finden, bei so viel Zerstörungswut in den Kommentaren – auch mit Abwertung zerstört man. Wärst du ein echter Poet, ein guter Dichter, dann würdest du konstruktive Kritik oder abgewogenes Feedback äußern, aber keine Kritik um der negativen Kritik willen, wie es so oft der Fall war. Mit dem "Kretin"-Spruch gegenüber Dichtel hast du es für mich übrigens endgültig übertrieben und schon bestätigt, dass alles, was ich hier geschrieben habe, genau so der Wahrheit entspricht.

      Viel bemittleidenswerter finde ich allerdings diese Aussage:

      Freienweide schrieb:

      Hervorragend (Endlich haben wir einen neuen guten Dichter im Forum;)
      Wenn man weiß, warum Judas Gedichte schreibt, aber auch schon allein, wenn einem das Gedicht wahrhaftig gefallen hat; es dann für so einen erneuten Seitenhieb zu missbrauchen – wir alle können zwischen den Zeilen lesen, obwohl es das "endlich" nicht mal unauffällig macht – es dann für die eigene "egomane und narzisstische" Denkweise (da kann ich Perry nur voll und ganz zustimmen) zu missbrauchen, ist schon sehr schäbig und stößt bei mir die Frage auf, wer hier wirklich die Bezeichnung "Kretin" verdient hat.

      Vielleicht könntest du dir ja einen wichtigen, vielleicht sogar essenziellen Gedanken mitnehmen, den ich auch erst lernen musste (– und jeder Mensch kann ja dazulernen), der aber den wahren Kern der Lyrik ganz gut beschreibt: Manchmal stechen die Worte die Form, manchmal sticht der Inhalt die Worte oder auch andersrum... Die Seele und das Herz sind aber immer Trumpf! – – Man muss sie aber auch besitzen.

      Grüße Mesochris
    • Ich bin kein einfacher Zeitgenosse, aber wenn ich etwas schreibe, dann meine ich es auch wirklich so.
      Niemand hat die Pflicht auf meine Kommentare einzugehen und niemand sollte sich dadurch beleidigt fühlen, nur weil (EIN!) Mitglied des Forums nichts von einem bestimmten Werk hält. Zudem ich hier nicht dein Werk kommentierte, sondern Judas.

      Ich beleidige ja auch niemanden, sondern kritisiere. Alles was ich sage bezieht sich auf meine Meinung.
      Selbst Lyriker, welche ich mal gelobt habe sind nicht davor gefeit, von mir später auch mal kritisiert zu werden.

      Also: Bitte nicht aufregen...man kann meine Kritik annehmen, indem man mich genauer fragt, was ich meine...oder es eben einfach lassen.
      (Keine Sorge, dann bin ich nicht traurig;)
    • Du kritisierst nicht, Du machst runter. Mich trifft das nicht, es nervt nur. Aber es gibt auch sensible Menschen, die sich solche Worte sehr zu Herzen nehmen und evtl hier nichts mehr schreiben.
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
    • -

      Hallo Freienweide,

      und vielleicht etwas konkreter den Text mal in die Hand nehmen [ in deiner Kritik ], als immer nur Pitsch Patsch überdrüber zu philosophieren

      übrigens, dein subjektiver Kritik-Stil stört mich persönlich überhaupt nicht [ einzig dein nebulös ]

      Gruß Dichtel …

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • @Freienweide

      Wie gesagt... für mich äußerst du keine Kritik.
      Wie gesagt... man erkennt schon, was du meinst und was nicht.
      Wie gesagt... für mich ist Kretin schon eine Beleidigung.
      Wie gesagt... eine echte, ernstgemeinte Kritik würde ein Nachfragen unnötig machen.

      Dein Kommentar bestätigt wieder, dass du eine völlig falsche Auffassung vom Lesen hast. Wenn du schon die einfache Semantik überliest [ob mit Absicht oder nicht], ist es selbstverständlich, dass du die pragmatischen und affektiven Gedanken und Aussagen nicht erkennen kannst. Diese machen ein Gedicht aber aus.

      Grüße Mesochris
    • Konservativ heisst nicht "irgendwie blöd" oder "herzlos".
      Rechts ist nicht gleichbedeutend mit "Rechtsradikal"
      Mir werden in diesem Land in den letzten Jahren ein paar Worte zu synonym gesetzt, die das nicht sind.

      Links ist nicht "progressiv" oder "modern" oder "menschlicher als andere".

      Und das obige Gedicht ist nicht links. Das ist menschlich
      und spricht etwas an, womit die (linken und die rechten und die grünen und die sonstigen) Angehörigen der sogenannten westlichen Länder
      sich seit ca. 30 Jahren den Ruf der Freiheitlichkeit und der Achtung der Menschenwürde zerstören, den sie mal hatten.

      Und das finde ich so richtig Scheisse.

      Ruedi
    • Konservativ bedeutet auf altes bedacht oder erhaltend. Also in jedem Falle rückständig, aber niemals: sich entwickelnd.
      Wer rechte Gesinnungen hat, der ist im 21. Jahrhundert aber an ganz falscher Adresse, siehe Europa und Globalisierung.
      Wer links orientiert ist, der ist in keinem Fall rückständig und niemals herzlos.
    • Hallo Ruedi,

      verallgemeinern hat noch nie zu etwas Brauchbarem geführt.
      Also schmeiß bitte nicht alle politischen Richtungen in einen Topf:

      Ruedi schrieb:

      Und das obige Gedicht ist nicht links. Das ist menschlich
      und spricht etwas an, womit die (linken und die rechten und die grünen und die sonstigen) Angehörigen der sogenannten westlichen Länder
      sich seit ca. 30 Jahren den Ruf der Freiheitlichkeit und der Achtung der Menschenwürde zerstören, den sie mal hatten.
      Auch wenns zunehmend schwieriger wird Freiheit und Menschenwürde zu achten, sollten wir doch versuchen unsere Demokratie am Leben zu erhalten,
      sonst kommen wir vom Regen in die Traufe. Das nur am Rande, denn ich denke, wir sollten hier vorrangig keine politischen Diskussionen führen.

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Perry,

      ich denke, dass es den Menschen in den Ländern in denen wir unsere Stellvertreterkriege führen, also in Syrien, im Irak und in Afghanistan tatsächlich egal ist, ob der Soldat vor ihnen politisch links, rechts, kariert oder gestreift ist. Da steht ein deutscher Soldat, ein amerikanischer Soldat, ein russischer Soldat oder was auch immer. Und die westlichen Staaten haben auf diesem Planeten in den letzten 20- 30 Jahren eine Menge des moralischen Kredits verspielt, den sie mal hatten. Das wollte ich zum Ausdruck bringen. Von außen betrachtet sind unsere Staaten ein Topf.

      Hallo Freienweide,

      soviel Humor hätte ich dir gar nicht zugetraut. Spielst hier den Trottel-Linken, der sich benimmt wie aus dem Karikaturenbuch für Rechtsnationale: Borniert, schaut nicht wie die Welt ist und denkt darüber nach, sondern schaut ins Wörterbuch und denkt, die Welt sei so, wie es da steht. Unbelehrbar, weil er ja schon alles weiß. Herablassend gegenüber allen anderen Meinungen, weil er ja im Recht ist - schließlich schlägt das Herz links, wie ein Vertreter dieser Sorte mal festgestellt hat. Wer es gut meint, kann schließlich niemals falsch liegen und Kompetenz, Nachdenklichkeit und Intelligenz sind nur elitäre Ausreden der Ausbeuter, die der Unterdrückung der werktätigen Lohnsklaven dienen. Die Welt hat gefälligst so zu sein, wie es das eigene Bauchgefühl vorschreibt.

      Und dann noch der Spruch, dass konservativ bedeutet, sich nicht weiterentwickeln zu können. Genial! Wo hast Du das her, wäre ich niemals drauf gekommen? Nur Linke sind niemals rückständig oder herzlos. Einfach brilliant.

      Ich hoffe nur, dass dich keiner missversteht und das womöglich ernstnimmt. Der müsste dich ja sonst für strohdoof halten. Linke wie diese Karikatur ruinieren den guten Ruf einer Bewegung, die auch Konservative durchaus achten und respektieren.

      Danke für diese lustige Antwort!

      LG

      Ruedi
    • Ob es so sinnvoll ist mit dir nun über Politik zu sprechen glaube ich nicht.....
      Konservative Parteien wie CDU und CSU überwachen ganz gerne mal die linke Partei im Bundestag (hust BND hust) und wollen auch gar nicht, dass diese an Einfluss gewinnt. Wenn du das Parteiprogramm gelesen hättest, wüsstest du, dass wenn eine linke Regierung existieren würde, kein Soldat mehr in diese von die hervorragend beschriebenen Stellvertreterkriege geschickt werden würde.

      PS: Sorry aber wer sich als Konservativ bezeichnet, der sollte vllt. auch mal googlen zu was er sich da bekennt;)
      Jeder darf seine Meinung vertreten, aber Nationalismus ist keine Meinung und wenn man wie der nette Herr Seehofer sagt, eine Ausländermaut wäre rechtens, dann ist das nun mal falsch;) Grün ist eben nicht blau mein guter....

      Leider wird in Deutschland kaum noch differenziert. Nur noch plappern, ohne Hintergrundwissen.
      Die Intelligenz liegt leider links mein Gutster, einfach mal die wichtigsten Philosophen googlen. Wette das sind ab dem 20. jahrhundert größtenteils Linke;) Aber überzeug dich selbst
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