ver-rückt

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    Sascha
    • ver-rückt

      selbstentfremdet
      zerbrochene Teile
      streben roboterhaft
      auseinander

      Schmerz
      entlang
      der Bruchstellen

      Blickwinkel
      verrutscht
      in unbekannt
      Vertrautes

      verloren allein

      (Zur Info: Das LI bin nicht ich.)
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
    • Text = [schriftlich fixierte] im Wortlaut festgelegte, inhaltlich zusammenhängende Folge von Aussagen (laut Duden)

      Aussage = geistiger Gehalt; etwas, was ein Werk ausdrückt (laut Duden)

      Ausdruck = Wort, Bezeichnung, Terminus, Wendung (laut Duden)

      Substitution:

      Freienweide schrieb:

      echte[r] Text
      =

      Freienweide schrieb:

      Aneinanderreihung von Worten
      *Anmerkung: Man muss nur den Inhalt verstehen. Den finde ich übrigens sehr schön rübergebracht – mit der Textstruktur als Spiegel der Zerbrochenheit, der verrückten Gedanken.

      Gern gelesen und LG Mesochris
    • Hallo Scathach,
      interessant ist wie Du den "zerbrochenen Teilen" Leben einhauchst.
      Sie empfinden Schmerz, bewegen sich vermutlich deshalb "roboterhaft(instinktiv)" auseinander(weg von der Ursache).
      Stellt man sich die zerbrochenen Teile als Spiegelstücke vor, dann passt auch der verruschte Blick aufs Vertraute.
      Die stark verdichte fragmentarische Form mag gewöhnungsbedürftig sein, aber sie unterstützt hier die Aussage durchaus.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Scathach,

      dein LI schreibt einen Text, der viel Schmerz ausdrückt und gut zu kennen scheint, sich selbst aber immer fremder wird und wie ferngesteuert in eine andere Richtung schaut.


      Das ist meine Lieblingsstelle:

      Scathach schrieb:

      ver-rückt

      Schmerz
      entlang
      der Bruchstellen

      Es ist, als ob aus jedem Quadratmillimeter der Schmerz herausschreit und die Bruchstellen erneut in die Knie zwingt.


      LG Luise
      Zuerst einmal ein NEIN, dann vielleicht ein VIELLEICHT und später ein JA. Grundsätzlich aber ein ... ABER! © Luise Maus
    • Hallo Scathach,
      für mich ist es eine gute Beschreibung einer Schizophrenie, die Welt ver-rückt sehen, aus einer inneren anderen Perspektive, Nicht mehr dazu gehören, die Normalverrückten grenzen sich ab, aus Angst vielleicht.
      Lg
      © Karl-Heinz Hübner
      Alle Rechte vorbehalten,besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie
      Übersetzung.Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
    • Hallo!

      Danke euch.

      Der Text soll Depersonalisation und Derealisation darstellen. Eine frühere Freundin von mir leidet unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Bei ihr kamen solche Zustände häufig vor. Es war krass, das mitzuerleben und nichts machen, nicht helfen zu können.

      LG
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
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      ver-rückt

      selbstentfremdet
      zerbrochene Teile
      streben roboterhaft
      auseinander

      Schmerz
      entlang
      der Bruchstellen

      Blickwinkel
      verrutscht
      in unbekannt
      Vertrautes

      verloren allein

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      Scathach schrieb:

      Hallo!

      Danke euch.

      Der Text soll Depersonalisation und Derealisation darstellen. Eine frühere Freundin von mir leidet unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Bei ihr kamen solche Zustände häufig vor. Es war krass, das mitzuerleben und nichts machen, nicht helfen zu können.

      LG

      Hallo Scathach,

      deine angedachte Linie [ Depersonalisation und Derealisation; Borderline ] kann ich tatsächlich deinem Text nicht entnehmen … dafür ist mir zu wenig hinweisend, wenigstens ein Hubberle Kontur darauf, zu allgemein in seiner Bildlichkeit; hat mich der Text mehr in eine 'gesunde' dann, wann mal Selbstentfremdung, Eigengefühl geführt.

      ich würde dbzgl den Titel und die erste Zeile ändern; gerade dieses "selbstentfremdet" in der Einstiegszeile ist da mMn ein extremer Allgemeinplatz, klar nur meine Sicht.

      Mein Vorschlag _______________________________________________ :


      sitze auf meinem falschen Stuhl ……… <- neuer Titel

      ver - rückt ……………………………..… <-- erste Zeile
      zerbrochene Teile
      streben roboterhaft
      auseinander

      Scathach, gerne hier reingeschaut , also auf den Text [ mal ungeachtet des anfänglich hier ausgelebten Kindergartentheaters , ;) ] … wieder einen Gruß, Dichtel …

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • Hallo Dichtel!

      Ich sehe fast alle psychischen Erkrankungen als eine „übersteigerte“ Form von Emotionen und Verhaltensweisen, die jeder von uns hat. Ist halt eine Frage der Ausprägung, Häufigkeit und des dahinterstehenden Grundes.

      Deswegen hast Du Recht, Selbstentfremdung o. ä. gibt es auch in der gesunden Variante (zB bei extremem Schlafmangel).

      Da ich immer aus einem Gefühl heraus schreibe und vorher nicht hin und her überlege, was ich wie schreibe, um die und die Aussage zu treffen, kann ich jetzt nur mal quasi im Nachgang interpretieren. Selbstentfremdet ist grundsätzlich ein eher nüchterner, wenig emotionsgeladener Begriff, daher vll zu wenig speziell. Für mich persönlich dagegen ist es eine schlimme Vorstellung, nicht mehr eins mit mir selber zu sein, so wie ich es bei meiner Freundin miterlebt habe. Deswegen habe ich diesen Ausdruck wohl gewählt.

      Über die Änderung der ersten Zeile denke ich mal nach, den Titel behalte ich so bei.

      Vielen Dank für‘s Reinschauen und (mich) zum Nachdenken anregen.

      LG
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
    • Hallo Scathach,

      nachdem ich die Kommentare gelesen habe, ist mir dein Text entschlüsselt worden und damit verständlich. Zuerst war er mir rätselhaft, wenn auch faszinierend. Jetzt bin ich mir fast unsicher, was mir lieber gewesen wäre. Die quasi "Enthüllung" im Rahmen der Kommentierung, oder eventuell doch auf eigene Ideen zu kommen. Hatte aber beim ersten Lesen leider nicht hinreichend Zeit.

      Wahrscheinlich erstmal selber denken, dann die Erläuterung i.R. der Kommentare.

      Tja, beim nächsten Mal.

      Gut gelungene Schilderung, wenn man einmal durchgestiegen ist.

      LG

      Ruedi
    • Hallo Ruedi!

      Vielen Dank für‘s Lesen und Reindenken. ^^

      Ich mag rätselhaft, deswegen „löse“ ich normalerweise nicht so schnell „auf“.

      Aber der Zeitfaktor, den Du ansprichst ist oftmals auch mein Problem. Ich gehe meistens unterwegs, zwischendurch ins Forum; die Zeit reicht dann aus, um einen Text gut zu finden oder nicht. Aber ein wirkliches Sich-Darauf-Einlassen klappt nicht.

      LG
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
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