Liebeslied

    • Feedback jeder Art

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Unglaublich, ich kann's noch nicht fassen,
      wie egoistisch sanft und wirbelbunt gelassen
      ich mit dir verkehre, dich begehre und mir verwehre,
      mit dir gehe, dich ansehe, dich genieße und erschließe;
      meine Nähe in dir aussäe. Deine Gegenwart - in mir verwahrt;
      deine Küsse, herbe, süße, gestohlen und geschenkt,
      im Herz versenkt, in Denken gezwängt, nicht kleinzukriegen;
      keine Intrigen, keine Lügen, nur Betrügen. Hilflos,
      zärtlich unerwachsen, Chaos, Wildwasserfloß,
      Gelenk zweier Achsen. Geborgen entmachtet,
      am Tag schon vernachtet und nachts im Tageslicht
      sind wir und sind manchmal nicht.
      In welcher Art liebe ich dich?
      Wie haben wir uns verdient? Welche Sünde gesühnt?
      Keine Ahnung. Keine Mahnung! Kein Stopschild.
      Nicht mal wild. Voller Leben, leises Beben,
      stetes Flüstern, vereinzelt lüstern, Lippen verboten,
      Freundschaft geboten, Musik ohne Noten,
      eine Partitur des Unsinns, solang wir bei uns sind.
      Und sonst verloren, ungeplant geboren,
      ins Leben geworfen aus aufgeplatztem Schorf.
      Unsicher, leichenbitter,
      Gewächs aus Herzblut, das niemand gut tut,
      aber so lieblich duften kann.
      Das erträgt nur ein Mann, der rauchen, saufen und vögeln kann,
      der sich nicht schämt, wenn er stöhnt und geifert,
      der lechzt und träumt und sich ereifert,
      der geht im Gang, voll Überschwang,
      längelang liebend, aufrecht im Untergang,
      aus der Heimat vertrieben, fast schon verschieden,
      stark und schwach im selben Herz,
      verliebt in Sehnsucht und Scherz,
      verdammt zur Erlösung, stets kurz vor der Lösung
      und selten entspannt. Wessen Hand hält das Band
      des Schicksals? Wer baut die Stege,
      die unter uns wegbrechen?
      Wieviel Mühsal erschafft ein Lächeln?
      Wer zwingt das unbezwingbare Ich in Liebe
      unter seine Flügel? Es weiß möglicherweise der Hügel
      unserer Gräber eine relevante Antwort.
      Dummerweise sind wir dann schon fort.
      © Rüdiger Jess

      Verwendung der Texte nur nach schriftlicher Zustimmung des Rechteinhabers


      Der Anti-Poet: "Es reicht nicht aus, einfach nur keine Ideen zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken! " 8)
    • Hallo Ruedi,

      da steckt Stoff für einen Roman drin. ;)

      Meine Lieblingsbild ist
      "eine Partitur des Unsinns"

      Stellenweise ist es mir aber auch etwas zu viel, bzw. widersprüchlich.
      "keine Intrigen, keine Lügen, nur Betrügen. Hilflos,"

      Gern Hineingespürt und LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Perry,,
      danke für die Rückmeldung. da steckt auch ein Roman dahinter. Beteiligt waren ich und eine verheiratete Dame, die wir nicht so konnten, wie wir wollten. Und natürlich ihr Mann, ihr Kind, die belogen, aber doch nicht betrogen wurden....

      Das Drama ging zum Glück ohne Tragik zu Ende. Ist jetzt 20 Jahre her.

      LG

      Ruedi
      © Rüdiger Jess

      Verwendung der Texte nur nach schriftlicher Zustimmung des Rechteinhabers


      Der Anti-Poet: "Es reicht nicht aus, einfach nur keine Ideen zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken! " 8)
    [ Die Gedichte, Geschichten und weiteren Werke, sind geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren. ]



    © 2018 Poeten.org - Dichter und Denker Portal - All rights reserved.