Die Dreieinfaltigkeit

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    • Die Dreieinfaltigkeit

      Die Dreieinfaltigkeit

      Prolog

      Scheinheilige, auch Bigotte genannt,
      sind uns durch ihre Heuchelei bekannt.
      Weit verbreitet bevölkern sie das Land,
      früher haben sie auch Hexen verbrannt.
      Heute blind, ganz dem Mammon zugewandt,
      haben sie still die Menschlichkeit verbannt.

      Kapitel

      Alle wollen ins Himmelreich,
      denn vor Gott sind wir alle gleich.
      Aber um es zu erreichen,
      muss das Leben aus dir weichen.

      Kein Problem, wenn du neunzig bist,
      da Leben nicht unendlich ist.
      Doch musst du schon mit zwanzig gehn,
      wird es ganz schwer Gott zu verstehn.

      Trifft es den Gauner oder Dieb,
      hat ihn Gott nicht so sehr geliebt.
      Hört man von den doch so Frommen,
      wenn sie aus der Kirche kommen.

      Geht so eine Mutter dahin
      hat es einen tieferen Sinn.
      Singen die ach so Bigotten,
      wenn sie dem Herren frohlocken.

      Nimmt er einem Kind das lachen,
      wird er alles richtig machen.
      Beten brav all seine Schafe,
      war wohl die verdiente Strafe.

      Liegt der Gute selbst im sterben,
      könnt die Ewigkeit er erben.
      So das Himmelreich vor Augen,
      erschüttert es seinen Glauben.

      Klammert sich fest an sein Leben,
      will es ihm nicht kampflos geben.
      Die Prüfung er wohl nicht besteht,
      wenns um den eignen Kragen geht.

      Epilog

      Auch der Bigotte will ins Himmelreich,
      doch werden im dorthin die Beine weich,
      von der Last der Heuchelei und Sünde,
      sein schlechtes Gewissen, es hat Gründe.
      Uneinsichtig wie im Leben zuvor,
      steht er plötzlich bleich vor dem Höllentor.
      Hier kannst du fröhlich so weiter machen,
      grüßt ihn der Teufel mit lautem Lachen.
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