Im Kopf reden

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    • Im Kopf reden

      Im Kopf reden

      Gedanken, Gedanken, sie kreisen im Kopf,
      wer schaltet ihn aus, den Einschaltknopf?

      Sie fesseln, ja, sie quälen Dich,
      Schlaf, ja Schlaf, den findest Du nicht.

      Du redest und redest, nur mit Dir selbst.
      Du spürst, dass Du durchdrehst und noch tiefer fällst.

      Im Abgrund, im Abgrund, da wartet der Wahnsinn auf Dich,
      kein Hoffen, nur Bangen - und er, ja er, er meuchelt Dich.

      Schäm Dich! Draußen werden Dich alle erkennen,
      sie werden Dich einen Wahnsinnigen nennen.

      Sie lachen Dich aus, nur Hohn und Spott,
      wohin, wohin? Jetzt glaubst Du an Gott.

      Die Angst, die Angst, sie frisst Deine Seele,
      Du brauchst Soldaten und tausend Gewehre.

      Die Augen, sie stieren unbewegt,
      wer hat ihre Nerven in Ketten gelegt?

      Im Spiegel siehst Du Dein fahles Gesicht,
      durch das der Teufel zu Dir spricht.

      Du denkst und Du denkst, quer durch den Kopf,
      wer legt ihn denn endlich auf das Schafott?

      Es hört nicht auf, Dich erschlagen die Wände,
      wer nur, wer nur, wer reicht Dir die Hände?

      Die Angst, die Angst - Du wagst keinen Schritt,
      dann gehst Du und fällst, doch niemand ging mit.

      Martin Heide
    • Hallo Martin!

      Auch mir hat Dein Text sehr gut gefallen. Erinnert mich ein bisschen (in verstärkter Form) an die Gedankenspirale, wenn man sich wegen irgendwas Sorgen macht.

      LG
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
    • Hallo Martin!

      Mit Depressionen kenne ich mich nicht aus, aber dieses Feststecken in Gedanken kenne ich gut. Deswegen hat mir Dein Text auch sehr gut gefallen, weil Du genau dieses Feststecken und die Ausweglosigkeit so gut und nachfühlbar beschrieben hast. Auch das Alleinsein, das man in solchen Situationen empfindet, hast Du am Ende des Textes gezeigt.

      LG
      „Im Leben geht es nicht darum abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Vielmehr geht es darum zu lernen, im Regen zu tanzen.“ (V. G.)
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