Die Verspätung oder Das verlorene Spiel

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    • Die Verspätung oder Das verlorene Spiel

      Die Verspätung oder Das verlorene Spiel

      Du bist zu spät!
      zu spät
      wann ist man das?
      vielleicht
      wenn die Uhr
      nachgeht
      oder
      des Tages Licht erlischt?

      Zu spät
      viel zu spät
      komm ich zum
      Spiel
      bin zu spät um
      den nächsten
      Zug zu ziehen
      welchen Zug
      in
      welchem Spiel?

      Es ist zu spät
      du bist zu
      spät
      das Spiel ist aus
      ... ruft man
      mir zu
      und einer
      knipst
      das Licht aus!

      © Luise Maus
      Zuerst einmal ein NEIN, dann vielleicht ein VIELLEICHT und später ein JA. Grundsätzlich aber ein ... ABER! © Luise Maus
    • Luise Maus schrieb:

      Die Verspätung oder Das verlorene Spiel

      Du bist zu spät!
      zu spät
      wann ist man das?
      vielleicht
      wenn die Uhr
      nachgeht
      oder
      des Tages Licht erlischt?

      Zu spät
      viel zu spät
      komm ich zum
      Spiel
      bin zu spät um
      den nächsten
      Zug zu ziehen
      welchen Zug
      in
      welchem Spiel?

      Es ist zu spät
      du bist zu
      spät
      das Spiel ist aus
      ... ruft man
      mir zu
      und einer
      knipst
      das Licht aus!

      © Luise Maus

      Hallo Luise,

      dieses Wortespiel um LI’s da_sein_Spiel und LI’s Zug gefällt mir von der Idee und von der quasi stufigen Erzählweise sehr , :) ... / wo ich hingegen hier Probleme habe ist mMn die Bezugslosigkeit zu einem Konkretum ... spielt mir der Text quasi zu linear, zu allgemein [ u.a. diese durchgängige ’man-Sicht’ ] in ein absolutes Apokalypsum ohne Gesicht rein ... hin, mMn;

      fehlt mir persönlich der Grund für das Warum für dieses ICH-Spiel ... wohin will der Zug? [ wenigstens angedeutet, vielleicht als intertextuelle ahn_Folie? ]

      Kam mir die Grund-Idee hinzu den Menschen in der Platonhöhle, jene, die sich an das Schattenbild gewöhnt haben, Angst vor dem Blick hinaus aus dem Höhlen (ein)Ausgang haben ./ sie dort am Ein/Ausgang das echte Sonnenlicht [ die draußen_Wirklichkeit ] selbstwahrnehmend begreifen könnten ... ist da ihre Angst davor ./ fühlen sie sich im indirekten abbild_Versteck sicher, ahnen sie, kann hier im Versteck jenes draußen-wirkliche Licht sie, ihre Augen, ihr Denken nicht unvorbereitet grellen;

      kann ihnen hier das unerwartbare breit_Leben in seinerselbst nicht direkt begegnen ... denken sie ...

      ...wäre also in diesem metaphorisch, intertextuellen Platon-Bild das Spiel jenes ./ das Leben in seiner breiten Spannbreite berühren zu suchen, dessen inneres, eigenwilliges Licht zu entdecken, die Chance dafür ...

      wollte der Zug zum Höhlen (ein)Ausgang führen, läg es an LI, diesen (bereitseienden) Zug dorthin zu ziehen ... ich finde diese aktive “zieh_Vostellung von LI selbst“ echt affengeil , :)

      mal so meine figurende Kontur mit nem mMn sichtbaren Stück Holz in der lese_Hand.

      ______________ dazu mal meine inspirierte lyrische Erzählspur [ jede Strophe 8 Verse ], mMn nah an deiner Wortung ... plus etwas bild_Neues


      Die Verspätung oder Das verlorene Spiel

      Du bist zu spät!
      zu spät
      wann ist man das?
      vielleicht
      wenn Sanduhr
      nachrinnt

      oder sich
      der Tag vorm Licht versteckt?

      Zu spät
      merk ich
      komm ich zum
      Spiel
      zu spät um
      meinen Zug zu ziehn –
      den Zug?
      in welchem Spiel

      Dein Spiel
      du bist zu ............................. spät
      das Spiel ist aus
      ruft eine Stimme
      in den Raum
      und einer
      knipst
      das Licht an ............. <-- mMn ne interessante, unerwartete Wende; klappt hier mMn die Platon-Idee auf


      ------------------------------------------------

      Luise, ich hoffe, die Inspiration zeigt sich genügend in ihrer inneren Bildlichkeit , ;) ... dir wieder einen lieben Gruß und: habe deinen tiefen_Text geil-gerne mit_bedacht , :)

      Tschüss, Dichtel ...

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Luise, Hallo Dichtel,

      da habt ihr euch beide mächtig ins Zeug gelegt.
      Ich finde beide Version sehr gelungen.
      Luise, dein Original lässt dich und deinen Stil erkennen. Auch den Titel finde ich gut, denn das bist du und hat Charme. Nach dem Motto wenn ich mich zwischen den beiden paar Schuhen nicht entscheiden kann, dann nehm ich eben beide.
      Dagegen steht die eher pragmatische männlich Variante von Dichtel, der sagt ein paar Schuhe langen, mehr kann ich eh nicht anziehen.
      Ich finde er hat sich sehr feine und analytisch gute Gedanken gemacht und daraus ist eben seine, wie ich empfinde, ebenso gute Version enstanden.(Kein Wunder bei der Vorlage).

      Grüße an euch beide Detlef
    • Hallo Scathach

      hab lieben Dank.

      LG Luise





      Hallo Dichtel,

      wie immer hast du dir sehr viel Mühe gegeben einen Text zu verstehen, um ihn für dich zu finden.

      Deine Variante gefällt mir gut, doch bei dir geht es gut aus und das Spiel soll fortgeführt werden.

      Hier geht es schlicht und ergreifend um's zu spät kommen, um das vertrödeln der vielen Chance im Leben, das Offensichtliche nicht erkennen zu können, da man in seinem Kokon lebt oder man ( man, man, man) nur elegisch funktionieren kann <--- dann ist es irgendwann zu spät! Es gibt keine weitere Chance mehr, das Lebenslicht ist erloschen. In diener Version kommt es zur Erleuchtung.

      Warum?fragst du nach dem Grund. Es gibt keinen speziellen oder höchstens den
      Auslöser das Martinshorn das ich hörte. ( nanü nana nanü nana oder wie schon mal leichtfertig gesagt wird … zu spät, zu spät … denn die MotorradSaison hat begonnen und ich wohne in einer prädestinierten Region für die „Lebensmüden“)

      Die Zug – Sache hatte ich erst anders geschrieben, da ich mir dachte man könne es mit der Eisenbahn verwechseln und doch ist es geschehen, was mir ein Rätsel bei der Formulierung ist.

      Hier fährt kein Zug, auch nicht nach Nirgendwo.

      Es ist einzig der Zug … der Schachzug in dem Spiel … gemeint.

      Manche meiner Texte, ganz wie bei deinen, benötigen eine Dechiffriermaschine, obwohl ich immer denke … man, es gibt doch genug Hinweise. Und da wäre ich bei, den vielen … man … der Verallgemeinerung in meinen Gedankensprüngen und denke mir das die Neutralisierung in diesem Fall eine Berechtigung hat.

      Platon's Höhlengleichnis zur Sprache zu bringen trifft für beide Versionen zu.

      LG Luise





      Hallo Detlef,

      Dankeschön für's lesen und mögen der Zeilen und noch ein Danke für den Klammersatz.
      Es gibt Tage da hole ich tief Luft und leg ich mich ins Zeug. Du sprichst meinen Stil an: Der wäre? Darüber hat noch nie Jemand sinniert und ihn angespochen.

      Der Titel stand im Ursprung nur mit … „Die Verspätung“ … da. Zu dem … oder … kam es um des Hinweises wegen ,dass es um ein Spiel geht.

      LG Luise





      Hallo Muehlental,

      wie fein das du zu mir gefunden hast und es freut mich sehr das dir meine Gedanken gefallen haben.

      LG Luise
      Zuerst einmal ein NEIN, dann vielleicht ein VIELLEICHT und später ein JA. Grundsätzlich aber ein ... ABER! © Luise Maus
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