Gefangen und doch frei

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    • Gefangen und doch frei

      Gefangen und doch frei

      Dein Antlitz gleicht den ersten
      Sonnenstrahlen am Morgen.
      Es fesselt mich und zeigt mir
      die wahre Schönheit des Lebens.

      Deine Augen, die Boten deiner Seele
      sind voller Hoffnung und Vertrauen.
      Sie nehmen mich gefangen und
      sagen mir mehr als Worte.

      Dein Herz ist rein wie ein Diamant,
      zugleich so zart und zerbrechlich.
      Es hat mich erobert und schlägt
      vertraut im Einklang mit mir.

      Doch der Engel in dir
      hat meine Seele berührt.
      Er hat mich befreit und
      lässt mich neben dir gehen.
      Ein Leben lang.
    • Detlef Radke schrieb:

      Gefangen und doch frei


      Dein Antlitz gleicht den ersten

      Sonnenstrahlen am Morgen.

      Es fesselt mich und zeigt mir

      die wahre Schönheit des Lebens.


      Deine Augen, die Boten deiner Seele

      sind voller Hoffnung und Vertrauen.

      Sie nehmen mich gefangen und

      sagen mir mehr als Worte.


      Dein Herz ist rein wie ein Diamant,

      zugleich so zart und zerbrechlich.

      Es hat mich erobert und schlägt

      vertraut im Einklang mit mir.


      Doch der Engel in dir

      hat meine Seele berührt.

      Er hat mich befreit und

      lässt mich neben dir gehen.


      Ein Leben lang.

      Hallo Detlef Radke,

      nachdem ich den Text zweimal gelesen hatte kam mir die Frage: geht's dem Text wirklich um eine ernstgemeinte Sinnsuche im Leben; oder ist er mehr eine Ironie'eske auf esoterisches lug-trug_Gekaukel, wie ich am besten einen ICH-losen Menschen einfange , ;)

      ... und warum dieses "doch" ???? in der Zeile: Doch der Engel in dir hat meine Seele berührt [ also 'doch' ein Hinweis auf eine Ironie ? ].


      Gruß Dichtel ...

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • Hallo Dichtel,

      Dichtel schrieb:

      . und warum dieses "doch" ???? in der Zeile: Doch der Engel in dir hat meine Seele berührt [ also 'doch' ein Hinweis auf eine Ironie ? ].
      Ja, richtig erkannt, es ist Ironie, wenn wir versuchen Liebe mit Worten zu erklären und Bilder von ihr erzeugen und dadurch Gefangene unserer eigenen Vorstellung von Liebe werden.
      Dadurch verschließt sich uns das eigentliche innere (“doch der Engel in dir“) Wesen der Liebe, das du m.E., nicht mit Worten erklären und einsperren kannst. Liebe befreit, wenn du dir kein Bild von ihr machst und nicht versuchst sie zu erklären.
      Zu erkennen, dass es angenehm für mich ist, das meine “Angebetete“ wünderschön ist, tiefgründige Augen hat, ein großes liebevolles Herz, usw., aber dies alles nichts damit zu tun hat warum ich sie liebe, das wäre dann wohl der erste Schritt in Richtung Freiheit hin zur selbstlosen Liebe, die dann vollendet wird, wenn sie gegenseitig ist, was äußert selten der Fall scheint.
      Das habe ich versucht mit meinen Worten umzusetzen.
      Die äußeren Bilder:
      “..es fesselt mich.“
      “..nehmen mich gefangen..“
      “..mich erobert..“
      Die Erkenntnis über das innere Wesen:
      “Doch der Engel in dir,
      er hat mich befreit.“
      Es ist nicht nur Ironie, sondern fast schon tragisch, wenn man sieht wie Liebbesschwüre in der Hitze von Beziehungen spurlos verdampfen.
      Lg Detlef
    • Hallo Detlef,
      ein wunderschönes Werk von Dir.
      Ja, die Liebe ist das Höchste auch die zwischen den Geschlechtern.
      Direkt aus dem Leben gegriffen!
      LG
      Karlo
      © Karl-Heinz Hübner
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    • Hallo Detlef Radke,

      vielen Dank für deine innere Sichtweise, Intention zu deinem Text ./ ich glaube, es macht keinen großen Unterschied, dass ich aprior aus deinem Text quasi die Sinnsuche zum Leben hin empfand und du aprior jenen anderen Sinn-Arm der Liebe in Szene meintest.

      Möchte ich nochmal meine [ und sicher nicht nur hingekaktusste , ;) ] Idee, Wegspur des Textes hin zur Esoterik erklären, einhergehend, hier von dir eine Ironie inszeniert empfand. Warum?

      Nun. Ist mir im Text direkt und nun auch mit deiner Wegbeschreibung das Thema Liebe [ oder ein Sinnbein des Lebens, warum nicht ... ] derart unerreichbar und unnahbar erklärt [ ... als wär da ein Engel-Abbild, wär da die Liebe existent in ihrer Selbstlosigkeit, würde sie agieren gleich einem Diamantenschein ... ] ;

      für mich alles Bilder, die mMn ihr Berührwirken mir gegenüber in Distanz halten will, als wäre das ihr/mein Anstreben, ihr eigentlicher da_Grund ... ist doch mMn jener ihr_Grund aprior, sie tatsächlich anfassen zu wollen, dass sie tatsächlich mich anfasst [ als wir_Gebilde ] ... ist da mein Begehr, sie Arm in Arm begleiten zu können ./ hin zu dem Gegenüber ... der Gegenüber hin zu mir, mMn , :) ;

      ist doch das Bld der Selbstlosigkeit allein schon deswegen relativiert aufgehoben, weil wir Menschen nunmal fühlend oder denkend diesen Vorgang nur mittels (mindestens figuriertem) Anfassen wahrnehmen und assoziieren können, oder nicht? ... Im direkten Sinne ist mMn das Paar 'Liebe und Selbstlosigkeit' eine unvereinbare Konjunktion ... weiß ich natürlich [ nehm's mal an ], was du damt meinst; z. B., jene egomane Gier nach dem Gegenüber eben nicht mit dem Wert Liebe auszutauschen, usw ...

      müsste mMn dann aber im Text auch derart sichtbar werden ./ klar, nur meine Gedanken/Fühlwelt dazu , ;)


      Detlef Radke, dir nochmal ein sehr Danke für deinen eigen_Blick auf deinen Text ... wieder ein Tschüss, Dichtel ...

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      Gabel im Mund / nicht so hastig

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Detlef,
      ich habe Deinen Text einmal gelesen und
      war begeistert und aus meiner Sicht ist
      LIEBE immer ein/e Gefühl/Spiel/Gedanke/Tat/
      Handlung, die einen gefangen nehmen kann oder
      frei sein läßt. Aber, wie wollen wir denn ans Ziel
      kommen, wenn wir nicht loszittern !!!
      Guter Text mit guten Rundum-Beiträgen.
      LG Volker ;)
      Volker Harmgardt
      Die Natur hat keine Eile,
      dennoch gelangt sie
      stets ans Ziel.

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