tendenz zuversichtlich

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    • tendenz zuversichtlich

      brücken hinter mir abgebrochen
      bin ich bereit für einen schluck
      wasser wüsten zu durchqueren

      endlich angekommen im jenseits
      der meere lande ich in der bucht
      deiner offenen arme hoffe dass

      sich das fenster des turms öffnet
      du dein haar für mich herunter
      lässt und mein kuss dich erlöst
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Perry schrieb:

      tendenz zuversichtlich

      brücken hinter mir abgebrochen
      bin ich bereit für einen schluck
      wasser wüsten zu durchqueren

      endlich angekommen im jenseits
      der meere lande ich in der bucht
      deiner offenen arme hoffe dass

      sich das fenster des turms öffnet
      du dein haar für mich herunter
      lässt und mein kuss dich erlöst

      Hallo Perry,

      ab Mitte unterer Teil verarbeitest du das eingeschobene Märchen Rapunzel ... quasi: Mut und Liebe und
      Eigenwill sind stärkere Begleiter, als der böse Zauber und Wille der alten, einsam vergrämten Kräuterhexe;

      nun zum ersten Teil. Ist da ein ly-ich, das seine Brücken abbricht, hinter sich lässt für ein Ungewiss nach
      vorne; hat eine Idee, geht dafür dörr-wüstende Mühen ein, doch wovor, warum dieser Bruch, hat die Idee

      welches Ziel? ... ändert .'ich' seinen bisherigen Weg und vor allem, wer ist dieses Funktional LI ?

      hat mMn kaum eine textale Kontur ./ meine dennoch, ist dieser LI-Weg die Hauptfolie des Textes, verstehe
      leider den Zusammenhang von oben nach unten, oder umgekehrt nicht ./ bricht LI die Brücken hinter sich, um
      ein LD zu erlösen?
      ... auch der Titel führt mich nicht in die Handlung hinein , ?(


      wieder einen interessierten Gruß, Frank ...

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Frank,

      danke für dein Interesse.
      Was die eingearbeiteten Märchenanleihen anbelangt, könnte man neben Rapunzel auch noch Dornröschen anführen. ;)
      Was den Grund für den Aufbruch des LI anbelangt, kann der vielfältig sein. Im Rückschluss zu dem erlösenden Kuss, wäre vielleicht die Liebe als Triebfeder naheliegend. Da es Meereswüsten überwindet, liegt das erhoffte vielleicht auf einem fernen Kontinent.
      Für das LI könnte man einen Bogen von Homers Odysseus über einen Königssohn bis zu einem Seefahrer spannen.
      Mir war an stelle einer realitätsbezogenen Lesart hier mehr die überwiegend zuversichtliche Tendenz auf die Erfüllung einer Liebessehnsucht wichtiger.
      Deine Fragen aufgreifend werde ich mal versuchen in die erste Strophe das LI etwas deutlicher zu verorten.

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Perry ()

    • Hallo Frank,

      hier mal eine Version mit dem LI als Königssohn auf einer Irrfahrt/Odyssee, der Suche nach Rapunzel:

      tendenz zuversichtlich

      von dornen erblindet irrte ich
      durch weltliche weiten war bereit
      für einen schluck wasser wüsten

      zu durchqueren angekommen
      im jenseits der meere hörte ich
      deinen sirengleichen gesang

      hoffte dass sich das turmfenster
      öffnet dein haar herabfällt
      und freudentränen mich heilen

      Ich denke, der Text wird noch einige Versionen brauchen bis er flutscht. ;)

      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Perry schrieb:

      Hallo Frank,

      hier mal eine Version mit dem LI als Königssohn auf einer Irrfahrt/Odyssee, der Suche nach Rapunzel:

      tendenz zuversichtlich

      von dornen erblindet irrte ich
      durch weltliche weiten war bereit
      für einen schluck wasser wüsten

      zu durchqueren angekommen
      im jenseits der meere hörte ich
      deinen sirengleichen gesang

      hoffte dass sich das turmfenster
      öffnet dein haar herabfällt
      und freudentränen mich heilen

      LGPerry

      Hallo Perry,

      diese Neue Version ist dir in meinen Augen sehr gelungen , :)

      ... den Titel würde ich nun echt ändern [ vielleicht in die Richtung: trügerische Zuversicht ], ansonsten Wort für Wort genauso belassen. Vermischt sie exzellent die Märcheneske [ Königssohn, Prinz, Liebe, Rapunzel ... mit allen Tücken unterwegs auf der Suche nach ihr ]; andererseits die Einflechtung des parallelen Erzählarmes von Odysseus' Irrfahrt hin nach Troja und wieder zurück nach Ithaka, wobei dieser mythologische Zweig schon tückisch mehrebnig ist insofern, ist mMn diese Sehnsucht zurück zur Figuration Rapunsel mMn nun überhaupt nicht mehr eindeutig [ wer ist damit nun wirklich gemeint? ].

      Ist es die Sehnsucht zurück zu seiner Heimatstätte Ithaka oder doch aprior jene zu seiner Gattin Penelope, oder doch ein Querarm zu eine seiner (vielen) Geliebtenen, die er unterwegs kinderreich beschniegelte, wie z. B. die Zauberin Kirke oder die Meeresnymphe Kalypso oder oder ... zumal Odysseus ja letztlich von dem Sohn Telegonas mit Kirke umgebracht wurde [ zumindest besagen das einige myth_Erzählungen ].

      Ungeachtet, welches Osysseus'eske Ziel [ Frau? oder Heimat? ] nun wirklich gemeint ist, ist zumindest die Sehnsuchts/Liebes-Ebene vom Rapunsel-Märchen [ Prinz zu Rapunsel ] zur Odysseus'esken Sehnsucht zurück nach Ithaka sehr differenzwertig, mMn , ;) ... aber höchst erzählverschmelzend interessant , :thumbsup:

      ... Perry, würde mich freuen, gäbst du mir ganz kurz einen Einblick darüber, welche Sehnsucht Odysseus' in Anlehnung an Rapunsel du hier nun versteckt meinst , ;) ... sage wieder ein fröh_Tschüss, Frank ...

      ............................................................................................................. ----------------------------

      ach ja, erzähle dir noch kurz, warum ich im Text zusätzlich die Prallele zu Odysseus [ für mich ] verorte ... ist es der "sirgengleiche Gesang" , mMn schon eindeutig.

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • Hallo Frank,

      freut mich, dass Dir diese -meiner Meinung sehr deutliche Rapunzelversion- gefällt.
      Weshalb ich die Odysseus-Ebene, die hauptsächlich im "irren über weltliche weiten etc. verortet ist", durch den Sirenengesang stärker betont habe.
      In der Konsequenz eines "Happy End Textes", kann es bei Odysseus eigentlich nur das Wiedersehen mit seiner Frau Penelope sein, das ihn final antreibt.
      Meine nächste Version wird eine Odysseus dominierte sein. Mal schauen wie sich diese darstellt. ;)
      Danke fürs Dranbleiben und LG

      Perry

      Hier nun die Odysseus-Version:

      tendenz zuversichtlich

      der geistesverwirrung entflohen
      war ich bereit für einen schluck
      wasser wüsten zu überqueren

      zurückgekommen aus dem jenseits
      der meere lande ich als bettler
      am fremdgewordenen gestade

      befreie dich pfeilgenau aus den
      klauen der verführung hoffe du
      empfängst mich mit offenen armen
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Perry ()

    • Hallo Perry,

      die Ursprungsversion hatte ich gleichwohl verstanden und gefiel, die erste überarbeitete Version ist für mich noch gelungener, kommt wohl daher das ich die Sirenen sehr mag. Doch Odysseus Reise in den dritten Version mag ich nicht.


      LG Luise
      Zuerst einmal ein NEIN, dann vielleicht ein VIELLEICHT und später ein JA. Grundsätzlich aber ein ... ABER! © Luise Maus
    • Perry schrieb:



      Hier nun die Odysseus-Version:

      tendenz zuversichtlich

      der geistesverwirrung entflohen
      war ich bereit für einen schluck
      wasser wüsten zu überqueren

      zurückgekommen aus dem jenseits
      der meere lande ich als bettler
      am fremdgewordenen gestade

      befreie dich pfeilgenau aus den
      klauen der verführung hoffe du
      empfängst mich mit offenen armen
      Hallo Perry,

      auch mir gefällt die Odysseus-Version [ so du sie benannt hast ] überhaupt nicht, Erstens erkenne ich hierin nichts konzeptionell Besagendes und Erkennbares in Richtung Odysseus, zweitens verstehe ich die Geistesverwirrung nicht? , drittens: wieso als Bettler zurück? [ ist mir überhaupt nicht griffig ] ... und wieso:befreit Ody. Penelope aus der Verführung? sind da einige, intensive Werber um sie, die Ody dann tötete, ist aber Penelope doch nicht die Verführte, so weit ich weiß ???? , ebensowenig in einer Verführung, gehören ja dazu zwei Akteure ...

      gleich wie, die überarbeitete Rapunsel-Version [ Nr. 2 ] ist mMn genau die Richtige, 2-ebnig und lyrisch gesehen , :)


      Perry, wieder ein Tschüss, Frank ...

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
    • Hallo Frank,
      danke für deine klare Meinung.
      Nur zur Erklärung der Bilder. Odysseus gab sich im Vorfeld geistig verwirrt, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen und kehrte als Bettler verkleidet zurück. Was die Treue Penelopes anbelangt, würde ich aufgrund der mystischen Grundlage nicht die Hand ins Feuer legen. ;)
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Perry schrieb:

      Hallo Frank,
      danke für deine klare Meinung.
      Nur zur Erklärung der Bilder. Odysseus gab sich im Vorfeld geistig verwirrt, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen und kehrte als Bettler verkleidet zurück. Was die Treue Penelopes anbelangt, würde ich aufgrund der mystischen Grundlage nicht die Hand ins Feuer legen. ;)
      LG
      Perry

      Oh ja, Perry,

      jetzt verstehe ich die benannten, mich irritierenden Seqüenzen ... und ja, so war's [ wie ich's auch kenne ] ... kommt aber derart im Text überhaupt nicht rüber, mMn ./ ich zeig's mal auf, was ich meine;

      Text: der geistesverwirrung entflohen .........../ du meinst: gab sich geistig verwirrt
      Text: lande ich als bettler ............................../ du meinst: kehrte als Bettler verkleidet zurück

      Text: befreie dich aus den klauen der verführung .../ du meinst: mystischen Grundlage, nicht die Hand ins Feuer legen

      ... zum letzten Punkt ... okay , ;)

      aber sicher war Penelope relativ zum Schlawiner Osysseus ne Treue, mMn ... allein doch schon wegen seiner zig zig Schlawiner-Kinder ...


      Perry, hat mir großen Spaß gemacht, mal wieder in die Urmel-Kiste der Mythen reinzuschnuppern , :) ... ein Tschüss, Frank ...
      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig
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