wie leicht es wiegt, das Leben

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    • wie leicht es wiegt, das Leben

      Wieder ist das Morgen dem Heute zum Opfer gefallen.
      Weniger linear, eher doch zyklisch diese sogenannte vergängliche Zeit.
      Denn jegliche Entscheidung von Belangen, gilt es erneut zu fällen,
      obwohl ich in den vergangenen Zeiten jene bereits der Zukunft wegen für mich getroffen habe.
      Als herrsche ich nicht über meinen Geist, als stünd ich nicht mit mir in Einklang... Wie könnt ich auch,
      so zwiegespalten ist mein Wille, meine Lust, der Weg den ich bewandere.
      "Mach kehrt!", sag ich mir.
      Doch der Blick zurück erscheint mir dem nach Vorn so ähnlich.
      Still, leer und mir eigentlich fremd,
      einzig der Bildpunkt meines Lebens, die Rückkehr ins ach so Große und zugleich so Kleine, ins Ganze, ins Nichts,
      zeichnet sich klar, aber fern. Jetzt, wo ich dieses Bild seh, so dies Ziel ersehne, ja gar den Strang der Zeit versuche mit Gewalt mir näher zu bringen,
      plagt mich dieser Steppenwolf* wieder, er lästert über mich.
      Wie er mich hetzt und gleichermaßen nährt.
      Und dann erkennen lässt, wie leicht es wiegt, das Leben.

      Ich fühle, dass ich für den Weg blind bin, er ist meinen Augen verschlossen
      und dadurch meinem Herzen in alle Richtungen geöffnet
      und auf eine mir unerklärbare Art und Weise anziehend, aber auch furchterregend.
      Aber hauptsächlich begehenswert.
      Ich werde einen Schritt dem anderen folgen lassen und ich tu gut daran, jeden fest zu spüren.
      So birgt immer noch jeder Tag viele Entscheidungen, Alt- wie Neulast, aber viel mehr als diese zu fürchten, muss ich mich für jeden einzelnen Tag bewusst entscheiden.
      Wenn ich mir dessen im Klaren bleibe, lebe ich wahrlich in mir, mit mir.
      Dann weiß ich, wie ich mich von den wiederholenden Graustufen befreie und meinen Tag Farbe bekennen lasse.
      Dann habe ich Frieden und all die reifen Früchte des Tages fallen mir lustvoll in die Hand.
      Und ich spüre, wie leicht es wiegt, das Leben.


      Vadid Weldarn


      *(Herman Hesse, der Steppenwolf, de.wikipedia.org/wiki/Der_Steppenwolf)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Vadid Weldarn ()

    • Hallo Vadid,
      erst einmal ein herzliches Willkommen hier.
      Ich habe deine Gedanken, die anscheinend im Dunstkreis von Hesses Steppenwolf angesiedelt sind, gern gelesen.
      Konstruktiv ist mir aufgefallen, dass ab der Mitte die Grammatik an einigen Stellen wackelt, weiter überlege ich, ob der Text nicht im Prosabereich (Kurzgeschichten etc.) besser aufgehoben wäre.
      Aber das sind eher nebensächliche Dinge, deine Sprachbilder sind auf jeden Fall lesenswert.
      LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Vadid,

      wenn es Dir hilft, ich bin bei

      "Ich werde einem(n) Schritt den(m) anderen folgen lassen und ich tu gut daran, jeden fest zu spüren.
      So birgt immer noch jeder Tag viele Entscheidungen, Alt- wie Neulast,
      aber viel mehr als diese zu fürchten, muss ich mich für jeden einzelnen
      Tag bewusst entscheiden.
      Wenn ich mir dem (dessen) im Klaren bleibe, lebe ich wahrlich in mir, mit mir.
      Dann weiß ich, wie ich mich der (von den) wiederholenden Graustufen befreie und mein(en) Tag Farbe bekennen lasse.
      Dann habe ich Frieden und all die reifen Früchte des Tages fallen mir lustvoll in die Hand.
      Und ich spüre, wie leicht es wiegt, das Leben."

      etwas gestolpert.


      Ohne Gewähr aber mit LG
      Perry
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Vadid Weldarn schrieb:

      ...
      Denn jegliche Entscheidung von Belangen, gilt es erneut zu fällen ... so zwiegespalten ist mein Wille, meine Lust, der Weg den ich bewandere.

      "Mach kehrt!", sag ich mir.

      ... plagt mich dieser Steppenwolf* wieder, er lästert über mich ... mich hetzt ... nährt. Und dann erkennen lässt, wie leicht es wiegt, das Leben.

      Ich fühle, dass ich für den Weg blind bin, er ist meinen Augen verschlossen
      und dadurch meinem Herzen in alle Richtungen geöffnet ... muss ich mich für jeden einzelnen Tag bewusst entscheiden.

      ... Und ich spüre, wie leicht es wiegt, das Leben.

      Hallo Vadid Weldarn,

      nachdem ich deinen Text zweimal gelesen hatte, fragte ich mich, was es hierin tatsächlich mit dem 'Steppenwolf' auf sich hat ... mMn gar nichts. Dieser hier_Protagonist stellt lapidar fest, er muss Entscheidungen treffen, behauptet, dass er zwiegespalten ist [ was der Text zu Null irgendwie konturt, sei der Wille, die Lust, der Weg zwiegespalten ], spürt, dass der ersehnte, leichte Weg ihm verschlossen bleibt bis zu der interessanten Erkenntnis: genau dadurch, wegen dieser Blindheit zu dem Weg, ist sein Herz nun in alle Richtungen geöffnet [ ohne auch nur eine Sekunde zu erläutern, was damit gemeint sein will ] ...

      und fast schwupps weiß nun LI, wie leicht das Leben wiegt ... muss nur einen Schritt nach dem anderen bewegen ...

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      Der Steppenwolf befasst sich sicherlich nicht mit einem 'leichten Weg' für mehr Lebensgelassenheit dieses Hallers, zweitens durchlebt dieser Haller, quasi psychodelisch ein Höllentheater [ letztlich bewusst ] und textlich konkret sequentiert, erkennt Haller hierin / hieraus nicht die Freiheit seines Herzens als Türöffner, vielmehr die Erkenntnis, dass der reale immer_Bruch zwischen persönlicher Fantasie / Wünschen und der draußen asphalten Realität keine cut_Überwindung braucht, sondern jene ICH-Gelassenheit, über derarte reale Kontradiktionen lachen zu können, will heißen, sie in ihrer Dipolarität nehmen zu können.

      Befasst sich Hesses Text an Hand der Lit-Person Hallers mit der Ich-Dissoziation des ICH's, der menschlichen Seele in ihrer kausalen Normaltät; gilt es, diese Normalität zu begreifen ...

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      ... mir an_scheint, dass hier die Nennung des 'Steppenwolfes' wohl mehr ein heischender Aufwerter sein will, als auch nur eine Sekunde intertextuell zu fungieren, irgendwie im Kontext umgesetzt, wölfisch angelehnt zu sein.


      ... eine Stelle in deinem Text ließ mich Steppenwolf'esk aufglimmen als ich las: ... er [ der Steppenwolf ] lästert über mich ... ./ bleibt aber nur als Phrase da stehen, ohne weiter aufgeriffen zu werden, könnte hier ne mini_Intertextualität zu .... geschaffen werden.

      Gruß Dichtel ...

      -
      Gabel im Mund / nicht so hastig

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Dichtel,

      Vielen Dank für die hilfreiche Kritik!!!

      Bzgl. dem Steppenwolf : Es wäre bestimmt aufregend, diesen Zusammenhang weiter auszuführen. Ich habe diesen Satz auch schon mehrmals entfernt....aber er hat immer wieder seinen Weg hinein gefunden :D
      Ich muss leider zugeben, dass der "persönlichen Bezug" und die damit einhergehenden Gedanken und Bilder zum Steppenwolf für mich als Motiv ausreichten. :)
      (Für den nächsten Text notiert! ;))

      GLG
      Vadid
    • Hallo Vadid,

      sei Willkommen in unserer PoetenWG.

      Deinen Text habe ich gerne gelesen und spüre schon das Hin und Her des Protagonisten um das Suchen des rechten /richtigen Lebenspfades.
      Du erwähntest deinen Dialekt, der in meinen Augen keine Gnade findet.

      Ich freue mich auf weiteres Textwerk von dir.

      LG Luise
      Ab dem Moment, wo du in dein Herz und deine Seele schauen lässt, bist du verwundbar!

      Einfach mal nachdenken ...
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