Einhorn

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    • Ich weiß nicht viel. Am wenigsten über die Menschen die mir nahe stehen.
      Aber ich werde geliebt. Kommt es nicht darauf an?


      Ich möchte heute über meine persönlichen Ängste sprechen.
      Über meine Ängste um die Welt, über meine Ängste, die dich betreffen, denn du bist meine Welt. Vorab, ich weiß, dass ich diesen Mann heiraten werde. Ich denke wenn man diesen Einen Menschen getroffen hat, weiß man es. Das klingt selbst für mich sehr schnulzig, aber es entspricht der Wahrheit. Was tut man nun, wenn der Mensch, ohne denn man bewusst, denn es war eine bewusste Entscheidung, nicht mehr leben möchte, krank werden wird?
      Und das keine hypothetische Frage, sondern eine Tatsache ist?
      Mein Lebensgefährte wird an Chorea Huntington erkranken. Seine Mutter ist kürzlich daran gestoben, und da die Krankheit zu 50 % vererblich ist, hat er sich testen lassen.
      Er hat das erkrankte Gen.
      Soweit also zu den Fakten. Auch Fakt ist, dass die Krankheit im Durchschnitt bei Männern mit 30 Jahren ausbricht.
      Vier Jahre.
      Ich habe Angst davor, dass uns unsere Sterblichkeit zu früh vor Augen geführt wird. Das wir nicht leben können, bevor wir einander wider verlieren. Das wir nicht wir sein dürfen bevor wir auch nur eine Chance haben konnten. Das wir keine Kinder haben können, die wir gemeinsam aufwachsen sehen. Das ich ohne dich nicht kann. Das ich deine Hand nicht für immer halten kann. Das ich nicht stark genug bin. Das du nicht stark für und beide sein darfst. Ich liebe dich.
      Aber ich glaube an Einhörner.
      Schon immer.
      Vielleicht bist du mein Fabelwesen, das reinste von Allen.
      Ist es nicht besser, einen Tag mit dir verbracht zu haben, als für immer von dir fantasiert zu hätten.
      Ja, es wird nicht einfach werden.
      Es gibt immer diesen einen Moment, in dem man sich entscheiden muss, ob man sich darauf einlässt, oder es nicht riskiert. Du wusstest von Anfang an von mir, und ich von dir.
      Und ja, ich habe mich bewusst dafür entschieden.
      Das ist woran ich jeden Tag denken werde.
      Das ist es, was mich dazu bringen wird meinen Kopf aufrecht zuhalten.
      Das ist es, was mich Mut fassen lässt.
      Du bist mein Einhorn, das reinste Fabelwesen von Allen.
      Mein Leben.
    • Hallo Tabby,

      ich möchte jetzt nicht "herum quatschen."

      Ist Dein Lebensgefährte in ärztlicher Behandlung einer Fachfrau, eines Fachmannes (Krankenhaus), wo er die Hilfe erhält, die seine Erkrankung nötig macht (Genetiker, Neurologen, Psychiater, vielleicht auch Onkologen???)? Wenn das alles einmal (irgendwie) "sachlich" abgearbeitet ist, ist Leben angesagt.

      Alles Gute, gute Hände, gute Gedanken!

      Gruß
      Martin
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