Hallo Schicksal

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      Hallo Schicksal


      Möglicherweise habe ich die Hinweisschilder auf meinem Lebensweg nicht richtig verstanden, liebes Schicksal. Sie waren bisher und sind auch immer noch sehr schlecht zu lesen, diese alten Schilder die richtungsweisend sein sollen. Eine lange Wegstrecke auf der Wanderung durch mein Leben habe ich schon hinter mich gebracht, das weißt du ja. Du bist eine Bekanntschaft die ich nicht gesucht habe. Du jedoch fandest mich! Du bist mein schattenloser Schatten, ein Begleiter ohne Gesicht und Namen, den ich mit Schicksal benannt habe.
      Wie du weißt, gerastet habe ich eher selten auch wenn ich manchmal nur auf einer Stelle getrampelt bin, doch in Bewegung war ich immer. Hatte ich dann diese eine Stelle genug traktiert und muldig getreten ging es mit einem Riesenschritt weiter, als ob ich etwas aufholen müsste.
      Ich verstehe dich nicht, liebes Schicksal. Warum hast du mich zu dieser Schnitzeljagd des Lebens eingeladen und warum hast du so viele verschiedene Wegweiser aufgestellt, die es mir schwer machen die Ideallinie zu finden. Ich mag keinen Irrgarten!





      Hättest du, anstatt der mannigfaltigen Infotafeln dich nur auf ein paar begrenzt, dann wüsste ich mich eher zurechtzufinden. Weißt du Schicksal, ich sage es dir ganz ehrlich: So manches Mal hader ich mit dir, verstehe ich dich nicht und kann den Sinn in dir nicht entdecken. Genauso wenig verstehe ich, dass du dich mit mir abgibst, dich gar einschmeicheln willst in mein Leben. Ich schleppe dich ja auch schon die ganze Zeit mit, wie einen vollgepackten Rucksackt der schwer und unbequem ist.
      Ich habe noch ein wenig der Suchfahrt hinter mich zu bringen und hoffe, dass die Beschilderung demnächst besser zu lesen ist und ich eines Tages das Hinweisschild „Garten zum Paradies“ entdecke.
      Hast du noch Lust, liebes Schicksal und kommst ein Weilchen mit bis ich mein Ziel erreicht habe?

      © Luise Maus

      P.S. Das Bild ist eine Pfützenfotografie und die Urheberrechte liegen bei mir.
      Immer den Kopf hoch und lächeln

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luise Maus ()

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      Hallo Luise Maus,

      eine sensible, monologe Begegnung von Li mit seiner/ihrer Vorstellung, was dieses Gebilde 'Schicksal' für LI bedeutet, in LI bewegt. Ist hier das Schicksal eine quasi undurchsichtige, sich selbst nicht erklärende Kraft, die zuweil LI in "hadernde" Lebenssituationen führt; fragt sich LI, spricht LI letztlich figurativ dieses Schicksal direkt an, ob es sich nicht mal erklärender antlitz-zeigen könnte.

      Eine bestimmte, sensibel konturte Sichtweise, ... der ich literarisch fine folgen kann; ... mMn sprachlich echt gelungen, umgesetzt, spüre LI's Begehren hier berührnah , :thumbsup:

      wieder einen Gruß, Dichtel ...

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      Gabel im Mund / nicht so hastig
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