Das Date

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      Hallo Luise,

      das Stück verleitet beim ersten Lesen so schön in die Irritation, gerade mit dem Titel "Das Date" im Hinterkopf [ tauchen dann auch bewusst inszeniert ein ER und eine SIE auf , ;) ] ... lese weiter, kann es kein Date zwischen zwei Menschen sein. Hat mich diese Irritation in einem zweiten Lesen dann wunderbar auf meine Wegung gebracht. Das Date ist der Moment, in dem sich Mensch wieder bewusst mit der Zeit begegnet.

      Kündigt der Glockenschlag zur Mittagszeit genau diese Zeiteinheit an; wird der Mensch aus seiner quasi in einer Zeithetze gefangen dort für Momente herausgenommen; lässt sich drauf ein, für einen Moment auf die äußere Zeitebene; tut es. Für die Zeitdauer des Glockenschlages;

      scheint sich wieder aus -und eintariert zu haben. Der Glockenklang hört auf ... richtet sich Mensch wieder mehr und mehr in seinen eigenen Zeitverlauf aus, ein; die besondere Begegnung, die Orientierung ist abgeschlossen ...

      die Flügel breiten sich
      in ihrer Prächtigkeit aus
      Mittag ist vorbei …


      Luise, ein feines Thema , :) ... sehr tricki auf der Folie eines Mensch-zu-Mensch Date's erzählt ./ ebenso die Worte, passen sie in ihrer Gestaltung intonierend. Gerne hier eine Wegung entdeckt, wieder einen Gruß, Dichtel ...

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      Gabel im Mund ./ nicht so hastig

      Plapp ist nicht für seine Denke verantwortlich, Holy Moly ./ wofür auch, Dallo Moly ist tot

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Luise,

      ein sehr spannendes Szenario, das Du hier zelebrierst.
      Das "Ableben" in Form eines Kusses zwischen einem Engel (Schutzengel?) und dem Tod ist ein wunderschönes Bild.
      Konstruktiv hat der Leser aber ohne einen Hinweis darauf, kaum ein Chance den Inhalt herauszulesen.
      Ich plädiere nicht dafür, dass lyrische Texte immer vollständig nachvollziehbar sein sollten, aber hier machst Du für mich zu viele Bedeutungsebenen (Verabredung, Mittagspause, Hochzeit, Todeskuss) auf, die schwer miteinander verknüpfbar sind.

      Ich versuche mal eine für mich verständlichere Version:

      Letztes Date


      Die Glocken läuten, monoton
      Bewegungen halten inne
      Geplapper verstummt
      der Blick auf die Uhr verrät
      es ist Zeit vielleicht zu spät


      Die Glocken läuten, bong bong
      als Begleitmusik zum Date
      ER und SIE, ein besonderes Paar
      sind nun bereit, für Zärtlichkeit.


      Die Glocken schweigen
      der Kuss ist gehaucht
      eiskalt und doch so liebevoll
      breiten sie ihre Flügel aus
      verlassen das geschmückte Haus


      Vielleicht ist ja eine Anregung für Dich dabei.

      LG
      Perry

      PS: Das Läuten der Totenglocke ist nicht überall auf Mittag festgelegt.

      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
    • Hallo Luise Maus,

      ich hab mir beim Lesen gedacht, da hat das LI einen lieben Menschen verloren, welcher durch ein Ereignis ausgelöst, aus der Erinnerung heraus ganz nah erscheint. Doch sein Kuss ist nur gehaucht und eiskalt, da der Tod ihn aus dem Leben des LI's gerissen hat. Für einen Moment scheint er zum Li zurückgekehrt zu sein, bevor er es, die
      Engelsflügel ausbreitend wieder einsam zurücklässt.

      LG Wilde Rose
    • Hallo Luise Maus,

      ich habe schon gestern deinen Text gelesen und bin mehrfach zu ihm zurückgekehrt, ohne die letzte Strophe in meine Deutung hineinnehmen zu können. Ich konnte die Flügel nicht richtig einflechten, fand den Text dennoch sehr reizvoll.

      Erst nach deiner Erklärung wurde mir deine Schreibintension klar. Perrys veränderter Titel wäre mMn schon sehr hilfreich.
      Ich hatte zwar bei der ersten Strophe einen Moment an die Totenglocke gedacht, da ich es noch aus meiner Kindheit kenne: erklang die Glocke, unterbrach ein jeder seine Arbeit und schlug ein Kreuz und die Frage, wer denn nun gegangen wäre, stand im Raum.
      Ich habe das dann aber wieder verworfen, weil ich nicht auf den Engel gekommen bin und mich das ER und SIE erst einmal wieder verunsichert haben.
      Ein sensibles Thema, eine gute Idee für die Umsetzung, vielleicht könnte der Text ein wenig deutlicher werden.

      Gerne gelesen. Tintenschnee
    • Die Anfügung der letzten Zeile in Strophe eins lässt keinen Zweifel mehr über den Texthintergrund und um die Bedeutung der Glocken zu.
      So kann ich als Leser alle weiteren Zeilen auf dieser Folie lesen.

      Das gibt den Lesegrund, der dem Text nichts an "Bildoffenheit" nimmt, aber wilden Fehlspekulationen einen Riegel vorschiebt. Das ist für mich immer ein gutes Lesegefühl. Veränderung ist hilfreich.

      LG Tintenschnee
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