Erinnerung

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    • Erinnerung


      Alles was mich noch an diesen Tag erinnert, ist verloren gegangen, sagen sie, die um mein Bett sich aufgebaut haben. Sie reden ohne Halt und tun dabei so als würden wir uns schon ewig kennen. In ihren Gesichtern sehe ich ohne erkennbaren Grund übermäßige Freundlichkeit. Man klopft mir vorsichtig auf die Schulter und sagt, dass kriegen wir wieder hin. Was wollen wir wieder hinkriegen, von mir aus kann alles so bleiben, wenn nur diese unnatürliche Aufdringlichkeit von den fremden Menschen nicht wäre. Ein Pastor kommt ins Zimmer mit vielsagenden, beseelten Blicken hält er meine Fingerspitzen die nur frei von Gips, erzählt vom Schutzengel gehabt und muss nach allgemeinen Händeschütteln und Segenswünschen auch schon weiter nach Zimmer 104, wo eine alte Dame nicht mehr leben kann. Langsam finde ich es überhaupt nicht mehr lustig mit all den sich ereifernden Menschen mit ihren Problemen. Eine dicke Frau setzt sich auch noch auf mein Bett, tätschelt mein Bein und sagt das wird schon wieder,mein Lieber. Wenn ich wüsste wer ich bin, würde ich ihnen sagen sie sollten abhauen, ich bin nicht der für den sie mich halten. Das ist das reinste Irrenhaus hier, wird auch schnell dunkel und die Lichter überall, ja da war ein Licht, nein zwei und wie ein Schubs eines Riesen flog ich ohne Ende, ja an den Tunnel erinnere ich mich auch, wo ich ihn nun wieder sehe. Hier ist es so schön, keiner fragt mir Löcher in den Bauch. All die Menschen in weißen Kleidern, der breite blaue Wasserlauf dort, die blühenden Wiesen und wer kommt denn dort , der mit tiefer, freundlicher Stimme sagt: Schön das du gekommen bist, wir haben dich erwartet, hier dein Kleid.

      © Karlo
      © Karl-Heinz Hübner
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      Übersetzung.Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
    • Ich habe die Reise schon gemacht, ist halb so schlimm. Bin wieder zurück geschickt worden! :thumbsup:
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    • Halleluja, noch jemand, den der Herr da oben noch nicht wollte. Eckart Tolle meint, die einzige Zeit, in der wir Leben sollen, sei das Jetzt. Vergangenheit und Zukunft sollten ausgeklammert werden. In seinem Buch "Jetzt" meint er zudem, dass du sterben sollst, bevor Du stirbst und erkennst, dass es keinen Tod gibt. Na ja, bei einer Nah-Tod-Erfahrung lässt sich das vielleicht bewerkstelligen, aber sonst . . . . . ???? Den Vornamen Eckart hat sich Herr Tolle übrigens selbst gegeben, in Anlehnung an Meister Eckart, einem Kleriker des Dominikanerordens. Sein richtiger Vorname ist Ulrich. Erleuchtung war das Geschehen, dass Herrn Tolle dazu brachte, sich den neuen Vornamen Eckart zu geben. Zufällig stehen seine Bücher, dem Buddhismus nahe. Z.B. Laotse Tao Te King. So sehr mir diese Anschauungen gefallen, habe ich mir folgendes dazu gedacht:

      Da, wo ich ich bin, ist Frieden. Das ist alles gut und schön. Aber auch Buddha musste kacken, wie ich, und beim Kacken musst du u.U. schnell laufen, damit es nicht in die Hose geht. D.h. du denkst bevor du den Neger abseilst ans Klo und denkst somit an die Zukunft. Du verabschiedest dich zwangsläufig aus dem Jetzt, weil es in deinem Darm rumort. So schaut`s aus.

      Beste kreative Grüße
      Martin
    • Martin Heide schrieb:

      Da, wo ich ich bin, ist Frieden. Das ist alles gut und schön. Aber auch Buddha musste kacken, wie ich, und beim Kacken musst du u.U. schnell laufen, damit es nicht in die Hose geht. D.h. du denkst bevor du den Neger abseilst ans Klo und denkst somit an die Zukunft. Du verabschiedest dich zwangsläufig aus dem Jetzt, weil es in deinem Darm rumort. So schaut`s aus.

      Martin Heide schrieb:

      D.h. du denkst bevor du den Neger abseilst ans Klo und denkst somit an die Zukunft. Du verabschiedest dich zwangsläufig aus dem Jetzt, weil es in deinem Darm rumort. So schaut`s aus.

      Lieber Martin,
      der Anfang deines Beitrags ist geistvoll und passt so gar nicht zu dem von mir zitierten Stellen, wahrscheinlich bist du ein wenig aus deinem Frieden gefallen und wolltest zeigen was alles in dir steckt. :D
      Alles Liebe
      © Karl-Heinz Hübner
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    • Lieber Karlo,

      du hast eine sehr schöne Erinnerung und wie gerne würde ich mich so erinnern können wie du, jedoch glaube ich fest daran das mir irgendwann alles wieder einfallen wird, auch wenn es erst in dem Moment passiert an dem ich mich ein zweites, doch dann unwiderufliches Mal auf den Weg machen werde.

      LG Luise
      Zuerst einmal ein NEIN, dann vielleicht ein VIELLEICHT und später ein JA. Grundsätzlich aber ein ... ABER! © Luise Maus
    • Hallo Karlo,

      Du hast recht, ich habe mich weniger auf den Text zu Deiner "Erinnerungen" bezogen, sondern viel mehr auf Deinen Satz:"Ich habe diese Reise schon gemacht, ist halb so schlimm. Bin wieder zurück geschickt worden." Bezugnehmend auf diesen Satz, schrieb ich, was ich Dir schrieb.

      Ich nehme an, Du schreibst von einer realen Begebenheit, ein Erlebnis an das Du Dich relativ genau erinnerst.
      Und was Du schreibst bestätigt mir, dass die Erinnerungen, die wir in uns tragen wahr sind.

      Wie komme ich in diesem Zusammenhang auf Eckart Tolle? Nun, sein Buch wurde mir empfohlen. Ich las es und mir blieben einige seiner Thesen in Erinnerung. Er äußerte sich auch zum Thema Streben.
      Nun, bisher bin ich nicht soweit erleuchtet, um keine Angst mehr vor dem Tot zu haben - im Gegenteil.

      Beste kreative Gedanken, schöne Träume . . . . . . .
      Gruss
      Martin
    • Schön lieber Martin,
      du bist wieder vom weißen Pferd herunter.
      Den guten Eckart Tolle kenne ich auch von YouTube, er kann mir nichts Neues sagen. Allerdings fällt es mir schwer ihn länger anzuschauen, weil er wirkt bei mir wie eine Schlaftablette, durch seine Langsamkeit und Bedächtigkeit, aber vielleicht ist das so bei Erleuchteten. :D
      Alles Liebe
      Karlo


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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von karlo ()

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