Erwachen

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    • Erwachen

      Stein, Geröll, Fels,
      wohin das Auge blickt.

      Gräue,
      Härte,
      Leblosigkeit,
      Hoffnungslosigkeit -
      Hoffnungslosigkeit?
      Ehrlich? Ist es wirklich hoffnungslos ihr Leben?

      Es scheint unmöglich, dass in dieser Steinwüste was wachsen kann.
      Doch sie gibt nicht auf.
      Jahr um Jahr,
      Jahrzehnt um Jahrzehnt gräbt sich ihre Seele durch den Stein.

      Mühevoll -
      oft verzagend,
      oft innerlich schreiend vor Schmerz,
      oft am Aufgeben und Resignieren.

      Doch irgendwas in ihr drängt sie zum Weitermachen.

      Und da!
      Eines Tages ist ein winziger grüner Trieb sichtbar in einer Felsritze.
      Ja mitten, mitten im Fels.
      Hoffnung keimt in ihr auf,
      Freude,
      Dankbarkeit,
      das Unmögliche beginnt Wirklichkeit zu werden.

      Der Trieb wächst,
      umsorgt von ihr.
      Wächst, wächst und wächst.
      Doch am robusten Stängel werden Dornen sichtbar.
      Enttäuschung macht sich in ihr breit,
      pflegt sie eine Distel?

      Doch die Neugier siegt und ihr Kampfgeist.
      Sie hegt und pflegt das Pflänzchen
      und das dankt es ihr mit Wachstum.

      Blätter beginnen zu sprießen.
      Die Pflanze hat jetzt eine stattliche Größe erreicht.
      Trotz Fels, trotz Geröll, trotz scheinbarer Dürre.
      Die Pflanze weiß nicht um die geringen Chancen ihrer Überlebensmöglichkeit und gedeiht prächtig.
      Eine Knospe wird sichtbar und die Frau bekommt runde Augen vor Staunen.
      Denn es ist die Knospe einer .....................

      Das kann doch nicht möglich sein!
      Die Frau schüttelt den Kopf.
      Doch!

      Es ist aber Fakt.
      Eines Tages ist die Rose voll erblüht.
      Rot und prächtig,
      einen feinen Duft verströmend.

      Mitten im Gestein, im Fels ist eine Rose erblüht.
      Die Frau jubelt, dankt und lobt.
      Leben, das kann Leben sein!
      (by Montag)
      Aus Mauern durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus. Aber der Leerraum -
      das Nichts - macht es erst bewohnbar.
      So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar. Laotse
    • Hallo Karlo, Luise Maus, Nils und Ulosius,

      Ich danke Euch ganz, ganz herzlich für Eure Kommentare. Hab mich sehr darüber gefreut. :) Tut sehr gut!
      Aus Mauern durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus. Aber der Leerraum -
      das Nichts - macht es erst bewohnbar.
      So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar. Laotse
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