nach hall

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    • an den wänden bricht sich noch
      immer der schall deiner stimme
      folgt mir durch vergangene zeit

      räume in die geräusche vorbei
      fahrender autos dringen umzüge
      und ausflüge geben sich die hand

      im lichtkegel der straßenlampe
      wartet ein schwarzer wagen
      er bringt mich beflügelt ans ziel
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.
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      nach hall


      an den wänden bricht sich noch
      immer der schall deiner stimme
      folgt mir durch vergangene zeit

      räume in die geräusche vorbei
      fahrender autos dringen umzüge
      und ausflüge geben sich die hand

      im lichtkegel der straßenlampe
      wartet ein schwarzer wagen
      er bringt mich beflügelt ans ziel

      ---------------------------------------------

      Hallo Perry,

      wow, was für ein komprimiert fließender, permanent ineinander Bild_übergreifender Text , :) ... und es geht tatsächlich !!!

      Beginne ich mal mittendrin. ... mundet mir sehr folgende stilfigurende Sequenz , :)

      ..................................... stimme
      folgt mir durch vergangene zeit

      räume in die geräusche vorbei
      fahrender autos

      ----------------------------------------------------------

      mMn sehr gelungene Umbrüche, bedeutungsbetont ... einmal über das ganze Stück betrachtet, im Besonderen zur aufgeführten Sequenz. Nehmen sich gerade hier die teil_Gedanken/Bilder sehr gut an die Hand um die Biegung herum ./ und wieder der feine um_Break im konjunkten Wortwert “zeit/räume“ mit Aufspaltung beider Einzelbilder ... “Zeit“ und “Räume“;

      haben diese einzel_Werte hier eine Füllung. Werden hier Zeit und Räume für LI eine Erinnerungsreise an einen zeitvergangenen Zeitpunkt, an einen zeitvergangenen Ort [ für mich eine Erinnerungsreise an eine Liebe, die heute immer noch in LI reflektiert ./ gleichbedeutend an eine Person, die nicht mehr lebt ... bedeutet aus dem Bild des schwarzen Wagens wie auch dieser vorbei fahrenden Autos ];

      steht mMn der Titel “nach hall“ genau in diesem kontextalen Bedeutungsgrund.

      Lebte in LI, quasi firgurativ dieses Damals real weiterhin, was real nicht mehr da ist. Wäre für LI diese Zeitlinie eine parallele Denkebene im Heute geworden [ an den wänden bricht sich noch immer der schall deiner stimme ] ... im Kontrast zum LI bewusstseienden Heute, ohne LD.

      In dieser text_Stelle ___________________ :

      .......................... deine(r) stimme
      folgt mir

      ............ ; in die geräusche vorbei
      fahrender autos dringen umzüge
      und ausflüge geben sich die hand

      ---------------------------------------

      passiert nun dieses “vorbei./ mMn der erste text-break dieser Erinnerungsreise.

      Führen nun LI’s Erinnerungen in eine Geräuschkulisse, die mMn das Loslösen dieser Zweisamkeit in Bilder fasst; führe nun die Zeit an dieser Zweisamkeit vorbei, zöge die Zeit um, an einen anderen neuen Ort ohne LD; gebe sich die Zeit, und damit LI einen neuen Zeitfaden in die Hand.

      Umso mehr [ nahtlos ] leitet nun ansatzlos dieses Bild des Loslassens übergehend in eine Straße hinüber, voller Straßenlampen ... wäre sie scheinbar voller neuem Licht, bemerkt LI dort, unter einer dieser Straßenleuchten einen “schwarzen Wagen“, der auf LI wartet.

      MMn der zweite text-break _________________ :

      im lichtkegel der straßenlampe
      wartet ein schwarzer wagen

      --------------------------------------

      verdeutlicht LI seine immer noch Sehnsucht nach LD?! ...

      fragt sich LI vielleicht: soll ich in diesen Wagen einsteigen?
      sitzt darin LD? ...
      führte mich diese Reise wohin?

      mit der letzten Zeile: bringt mich beflügelt ans ziel

      spielt LI für Bruchteile Sekunden diesen Gedanken durch, tue ich es, bringt mich der Wagen direkt zu meiner (damals) Liebe ...

      ........................................................ -----

      Wobei mir diese letzte Zeile eine irritierende Spekulierebene bedeutet, u.z. wegen dieses “bringt“, .............. müsste es nicht ’brächte’ heißen?, meine Frage , ;) ... führt dieses “bringt“ LI nicht straight in einen quasi sehnsüchtigen Suizid? ... oder ist das hier die metaphorische text_Absicht?

      Perry, mal ungeachtet meiner Worte-Irritation zu “bringt“ . , Wow, was für ein verdichtet ineinander und doch wunderbar fließender Text ./ ich denke mal, brauche nicht zu betonen, dass ich ihn [ sprach-formal wie inhaltlich ] eigenspurig (eigenwillig) gerne begleitet habe , :)


      dir wieder einen Gruß, Frank ...

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      Gabel im Mund / nicht so hastig

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Dichtel ()

    • Hallo Frank,

      ich bin beeindruckt wie leichtfüßig und treffend Du den Textbrüchen und -Fäden folgst, sogar weiterführende Türen dieser Erinnerungsräume öffnest.
      Ja der Schluss hat noch Bearbeitungsbedarf, denn das LI überlegt tatsächlich einerseit in den schwarzbeflügelten Wagen zu steigen, der es zum so schmerzlich vermissten LD bringen soll, aber es ist andererseits auch beflügelt von dem Gedanken sich noch einmal in den Verkehrsfluss des Lebens einzufädeln.
      Danke fürs "brächte", das ein guter Ansatz ist, um nochmal neu anzusetzen.

      LG
      Perry

      Alternative Version der 3. Strophe:

      im lichtkegel der straßenlampe
      wartet ein schwarz beflügelter
      wagen bringt er mich ans ziel
      Es ist nett wichtig zu sein, aber viel wichtiger nett zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Perry ()

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