Abends in den Wiesen

    • Abends in den Wiesen

      Der trübe Tag sinkt grau in nasse Wiesen,
      auf seinen Schultern lasten Regenwolken schwer,
      die Dunkelheit wird bald die Tore schließen,
      der Abend treibt mich schweigsam vor sich her.

      Durch hohe Pappeln folgt bedächtig mir der Wind,
      ich lauf' die Schwermut mir aus meinem Herzen,
      die Schritt für Schritt herabfällt und zerrinnt.
      Kehr ich zurück, ist wieder mir zum Scherzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wilde Rose ()

    • Hallo Wilde Rose,

      ein hübsches Gedicht über die befreiende und entspannende Wirkung eines ausgiebigen Spaziergangs; selbst dann, wenn das Wetter trüb ist und die hereinbrechende Nacht zur Eile gemahnt.

      Ich habe über das Verb 'hocken' nachgedacht. In diesem stimmungsvollen Kontext will es mich nicht so ganz überzeugen. Alternativen wären m.E. 'thronen', 'kauern', 'ruhen' … oder sonst etwas.
      Nach 'zerrinnt' gefiele mir ein Punkt. Damit würdest du dem Schlussgedanken m.E. etwas mehr Gewicht geben. - Kleinkram.

      Wilde Rose, dein Gedicht vermittelt mir Melancholie und Erleichterung gleichermaßen.
      Hab es sehr gern gelesen. :saint:

      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
    • Hallo Wilde Rose,

      'lasten' finde ich sehr schön und passend (besser als meine Ideen). Mit dem 'Herabfallen der Lasten' im vorletzten Vers schließt sich dann der Kreis ...

      Macht Freude, mit dir zu fachsimpeln. ^^

      Wünsche weiterhin fröhliches Reimen.

      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
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