Ein letzter Ritt

    • Ein letzter Ritt

      Es is eines der ersten Gedichte von mit mit Reimschema. Da ich noch blutiger Anfänger bin freue ich mich über jedes bisschen Kritik das ich von euch bekomme. Damit ich dazu lerne und mich verbessern kann! Danke!






      So lauf ich von Trauer geplagt.
      bleib an des Meeres Ufer sitzen,
      da wo Wellen Geschichten in Sandburgen ritzen.
      Sitz da und werde für nichts angeklagt.

      Die Ruhe tut mir gut.
      Vergesse Kummer und Sorgen.
      verschiebe all den Gram auf morgen
      und werde fortgespült von der Flut.

      Sie zieht mich weit hinaus.
      Schwerelos reite ich auf ihr fort,
      hoffentlich an einen besseren Ort.
      Niemand weiß: Ich komme nicht wieder nach Haus!

      Ein letztes Mal schnapp ich nach Luft
      und sehe das Licht der Sonne schwinden,
      Luftblasen, die sich über mir zur Wasseroberfläche winden.
      Endlich frisst mich die Dunkelheit der Schlucht

      Die Haut kalkweiß, die Augen trüb und offen.
      So liege ich Tage später noch am Strand
      alles Leben von der Flut verbannt -

      meine tote Faust um deinen letzten Brief geschlossen.















      Jana

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von jahanna ()

    • Liebe Jana,

      wenn ich deine Zeilen lese werde ich richtig traurig, bei all dem Leid.
      Hast es hautnah erzählt.

      Alles ist gut.

      Alles Liebe
      Karlo
      © Karl-Heinz Hübner
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    • Hallo jahanna,

      dein Gedicht gefällt mir. Für ein Erstlingswerk eine beachtenswerte Leistung, wie ich finde.
      Reim und Rhythmus sind m.E. gelungen, der Inhalt ist klar, die Form passt. Chapeau.

      Ein Problem bei diesem Gedicht ist m.E. die Perspektive. Du schreibst in der Ich-Perspektive, das heißt, die letzte Strophe wird genaugenommen von einem toten LI geschrieben. - Das ist sehr ungewöhnlich.

      Kleinkram:
      „Sitz da und werde für nichts angeklagt.“
      „Sie zieht mich weit hinaus
      „schwerelos reite ich auf ihr fort“

      Der 'Luft-Schlucht'-Reim ließe sich problemlos optimieren. Alternativen wären Kluft oder Gruft. (Du kannst ihn aber auch so belassen, kein Problem.)

      „Die Haut kalkweiß, die Augen trüb, offen“

      „Meine tote Faust um deinen letzten Brief geschlossen“
      Dass die Faust des LI nun 'tot' ist, ist offensichtlich. Du könntest das Adjektiv problemlos weglassen.

      Mein Fazit:
      jahanna, ich meine, dir ist hier ein überzeugendes Gedicht gelungen. Bin beeindruckt von der Qualität deines Erstlings. :thumbup:

      Gern gelesen
      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
    • Lieber Berthold, erstmal vielen Dank fürs lesen und deine Meinung!


      Jaa das mit den Rechtschreibfehlern ist so ne Sache.... Ich hab eine Lese- Rechtschreibschwäche Fehlerlos is mir leider noch nie geglückt. :heul:

      Berthold schrieb:

      Ein Problem bei diesem Gedicht ist m.E. die Perspektive. Du schreibst in der Ich-Perspektive, das heißt, die letzte Strophe wird genaugenommen von einem toten LI geschrieben. - Das ist sehr ungewöhnlich.
      Da versteh ich nicht ganz was du meinst. B.z.w was das Problem daran ist? (nich böse gemeint ich möchte es nur verstehen) ^^ :gruebel:




      Berthold schrieb:

      Meine tote Faust um deinen letzten Brief geschlossen“
      Dass die Faust des LI nun 'tot' ist, ist offensichtlich. Du könntest das Adjektiv problemlos weglassen.
      Ich dachte nur damit würde ich es nochmal verdeutlichen. Findest du es hört sich ohne besser an?


      Vielen, vielen dank für dein Feedback! :freu:
      Jana
    • Hallo jahanna,

      freut mich, dass du so entspannt mit meiner Krittelei umgehst. ^^

      Was deine Lese- Rechtschreibschwäche anbelangt, kein Problem. Was ich entdeckt habe, habe ich dir gezeigt.

      Zur Perspektive:

      jahanna schrieb:

      Da versteh ich nicht ganz was du meinst. B.z.w was das Problem daran ist? (nich böse gemeint ich möchte es nur verstehen)
      Ähm. Jetzt bringst du mich ein wenig ins Schwitzen.
      Also üblicherweise schreibt ein Autor sein Werk während er lebt; zu Lebzeiten.
      Anders formuliert: Werke, geschrieben von toten Autoren, kann es nach den Gesetzen der Logik, nach den Naturgesetzen etc. nicht geben. Wer tot ist, ist tot. Schweigt, liegt rum, aber schreibt keinesfalls Gedichte.
      In deinem Gedicht stellt sich mir die Frage: Wer hat die letzte Strophe geschrieben? :gruebel:

      jahanna schrieb:

      Ich dachte nur damit würde ich es nochmal verdeutlichen. Findest du es hört sich ohne besser an?
      Natürlich kannst du den Sachverhalt nochmals verdeutlichen. Dein Gedicht. Deine Entscheidung. Logisch. :!:
      Mir jedoch scheint dieser Hinweis überflüssig.
      Du hast ja bereits gesagt:

      jahanna schrieb:

      endlich frisst mich die Dunkelheit der Schlucht

      Die Haut kalk weiß, die Augen trüb, offen
      So liege ich Tage später am Strand
      alles Leben von der Flut ausgebrannt
      Diese Zeilen lassen für mich keinen anderen Schluss zu, als:
      Das LI ist tot.

      jahanna, ich hoffe, meine Gedanken und Erläuterungen sind nachvollziehbar.
      Falls noch Fragen übrig geblieben sind, kannst du gern fragen.

      Ansonsten wünsche ich
      weiterhin fröhliches Schreiben. - Bin schon neugierig auf dein nächstes Werk.
      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
    • jahanna schrieb:

      So lauf ich von Trauer geplagt.
      bleib an des Meeres Ufer sitzen,
      da wo Wellen Geschichten in Sandburgen ritzen.
      Sitz da und werde für nichts angeklagt.

      Die Ruhe tut mir gut.
      Vergesse Kummer und Sorgen.
      verschiebe all den Gram auf morgen
      und werde fortgespült von der Flut.

      Sie zieht mich weit hinaus.
      Schwerelos reite ich auf ihr fort,
      hoffentlich an einen besseren Ort.
      Niemand weiß: Ich komme nicht wieder nach Haus!

      Ein letztes Mal schnapp ich nach Luft
      und sehe das Licht der Sonne schwinden,
      Luftblasen, die sich auf der Wasseroberfläche winden.
      Endlich frisst mich die Dunkelheit der Schlucht

      Die Haut kalkweiß, die Augen trüb und offen.
      So liege ich Tage später noch am Strand
      alles Leben von der Flut verbannt -

      meine tote Faust um deinen letzten Brief geschlossen.
      Hallo Jana,

      gern stimme ich Berthold zu: Das ist ein beeindruckender Erstling. Die Sprache wirkt frisch und du bringst ein recht gutes Rhythmusgefühl mit - wichtige Voraussetzungen für eine werdende Dichterin.
      Bzgl. deiner Rechtschreibschwäche möchte ich dir empfehlen, deine Textentwürfe zunächst stets durch ein Rechtschreibprogramm laufen zu lassen, den Rest machen wird dann. - In deinem Fall lohnte sich vielleicht sogar die Anschaffung eines besonders guten Programms, das auch Syntax, Satzzeichen etc. korrigiert ...
      (Ich habe dir oben mal alles "ausgemerzt", was falsch geschrieben war und die Satzzeichen nachgebessert.)

      Die ungewöhnliche Perspektive einer "Selbstmörderin" gefällt mir gut. Einer, die ihren Tod vorwegnimmt und dem Geliebten ein letztes Zeichen hinterlässt, ihm den Grund für ihren Freitod zeigt.

      Bleib dran Jana (sehr aparter Avatar, übrigens), du berechtigst zu schönen Hoffnungen.
      Und guten Nachwuchs können wir hier immer brauchen. ^^ :!:

      Herzliche Grüße
      Jack
      Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen;
      von fern bin ich Zora / von Nahem: Sabinchen.

      (Simone Borowiak)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jackpot ()

    • Lieber Berthold;



      Berthold schrieb:

      Ähm. Jetzt bringst du mich ein wenig ins Schwitzen.
      Also üblicherweise schreibt ein Autor sein Werk während er lebt; zu Lebzeiten.
      Anders formuliert: Werke, geschrieben von toten Autoren, kann es nach den Gesetzen der Logik, nach den Naturgesetzen etc. nicht geben. Wer tot ist, ist tot. Schweigt, liegt rum, aber schreibt keinesfalls Gedichte.
      In deinem Gedicht stellt sich mir die Frage: Wer hat die letzte Strophe geschrieben?
      Wenn ich einen Text schreibe dann geht es mir selten um das Geschehnis an sich, sondern um die Emotion die ich vermittel. Wenn ich ein Gedicht anfange weiß ich auch nie wo es mich hinführt. Ich setzte mich nicht hin und denk mir: so heute schreibe ich darüber wie jemand so traurig ist das er Selbstmord begeht. Sondern ich habe eine bestimmte Emotion in mir die aus mir raus muss. Der Text kommt von alleine, er fließt aus meiner Emo tion auf das Papier. Am Ende habe ich dann einen Text der den meisten Lesern das Gefühl vermittelt das ich in dem Augenblick empfunden haben. (zumindest ist das die Idee dahinter, die mir auch schon oft bestätigt wurde) Demnach ist der Erzähler nicht Tot er beschreibt nur seine Emotion.

      Nach dem ich mir also nicht vorher überlege was ich schreibe kann ich also nur schwer sagen wer es schreibt.

      Ich hoffe du kannst meinen Geschriebenen den Sinn entnehmen. ;)
      Jana
    • Hallo Jackpot,

      Vielen dank für deine Mühe!
      Deine Änderung von Sand zu Sandburgen finde ich super, gefällt mir gut!
      Auch ein riesen Dank für dein Lob und deine Tipps. Das bedeutet mir sehr viel die Meinung von Schreiberlingen zuhören die mehr Erfahrung und Wissen in den bereichen haben.




      Viele liebe Grüße

      Jahanna
      Jana
    • Hallo Jana,

      Dankeschön für deine ausführliche Antwort.

      Ich hoffe du kannst meinen Geschriebenen den Sinn entnehmen.
      Aber ja, das kann ich. ;)

      Du hast in deinem Gedicht, deine / des LIs Emotionen personifizierst. In der letzten Strophe liegen diese Emotionen 'tot' am Strand … Okay. In diesem Fall läuft meine Kritik an dieser Strophe im Großen und Ganzen ins Leere. - Du kannst sie also ganz entspannt ignorieren.

      Lasse deine Emotionen weiterhin ungefiltert aufs Papier fließen … Das Ergebnis ist, wie schon gesagt, beeindruckend. :thumbup:
      Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Schreiben.

      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
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