Titellos

    • Sehr emotionaler Moment den du hier beschreibst, hört sich für mich nach einem Moment auf einer Beerdigung an.
      Trauer ist ein starkes Gefühl das die Menschen verbindet und, Trauer ist das natürlichste von der Welt wenn ein geliebter Mensch für immer von uns gegangen ist.

      Ich finde deine Zeilen sehr beeindruckend ;o)
      Ein Gruß zum Schluss,

      Uloisius
    • Uloisius schrieb:

      Oh, das ist wirklich schrecklich ... dein Text drückt das sehr respektvoll und gut aus.


      Das ist ein unvorstellbarer Moment und den man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt. Danke

      LG Luise


      Nils schrieb:

      Hallo Luise,
      ich schließe mich an, ein sehr emotionales Werk.

      Luise Maus schrieb:

      es war der Moment an dem ein Mensch gesagt bekam das er in ein paar Wochen tot sein wird. Als ich diese Zeilen gestern schrieb wäre sein Geburtstag gewesen.
      Da läuft es mir kalt den Rücken runter...das Leben schreibt manchmal unfassbar traurige Geschichten.


      Das Schicksal ist manchmal nicht fair, lieber Nils und dennoch muss man es annehmen.

      LG Luise



      jahanna schrieb:

      Ohhh Gott ich sitze hier gerade mit Tränen in den Augen... wunderbar und furchbar zugleich wie du diese Emotion in die paar Zeilen fliesen hast lassen...

      Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

      Hallo jahanna,

      oje, das wollte nicht das Du Tränen vergießt, obwohl es mich auch freut das ich Dich mit den Zeilen erreichen konnte. Als ich sie schrieb weinte ich ebenso.
      Das Geschehen ist nun 6Jahre her, aber immer noch so präsent als wäre es erst gestern passiert.

      LG Luise
      Immer den Kopf hoch und lächeln
    • Nils schrieb:

      Luise Maus schrieb:

      Das Schicksal ist manchmal nicht fair, lieber Nils und dennoch muss man es annehmen.
      Das ist leider wirklich so, denke jeder Mensch hat da schon seine Erfahrungen mit gemacht, der Eine früher der andere später, dennoch muß man damit erst einmal umgehen.

      Das ist sehr schwer, denn Du wartest auf den einen Tag der Dein Leben noch mehr verändern wird.

      LG Luise
      Immer den Kopf hoch und lächeln
    • Nils schrieb:

      In dem Fall glaube ich, ist es einer der größten Höllenqual die Mensch erleben kann.


      Stimmt, das geht über die Vorstellungskraft des Menschen hinaus. Damals führte ich ein öffentliches Tagebuch (das gibt es nicht mehr) und schrieb mir alles von der Seele. Hier die zwei wichtigsten Einträge:



      Im Warten auf das Ende


      Wann ist bloß das Ende da? Ich sehne es herbei! Tag für Tag … Und wieder schweifen meine Gedanken weit zurück, zurück zu jener Zeit als meine kleine Welt noch in Ordnung war, so voller Spaß, Freude und Harmonie …, eben glücklich.

      Geblieben sind nur noch Erinnerungen, nur die Schönsten!

      An das Jetzt will ich mich nicht mehr erinnern, ich werde es verdrängen so weit es nur geht. So lange lache ich, habe immer einen Scherz auf den Lippen wenn ich zu ihm gehe, bis der Tag da ist … das Ende.

      Darauf warte ich voller Sehnsucht ..., fast schon ungeduldig.

      Doch darf das sein?

      Immer diese Fragen:

      Wann werden seine Qualen endlich ein Ende haben?!

      Wann wird er erlöst werden?! Darf ich ihm den Tod wünschen?

      Antworten auf meine lautlosen Fragen bekomme ich nicht. Ich warte weiter … auf das Ende!





      Dies schrieb ich nachdem er gestorben war …



      Wohlklang


      Eines Tages flüsterte eine Stimme:

      "Komm mit, komm mit in ein Land ohne Kummer und Schmerz ..., in ein Land der Unbeschwertheit und Glückseligkeit.

      Komm mit, j e t z t in die Unendlichkeit!

      Und er ging mit, ohne zu zögern und ohne ein Wort, mit einem letzten traurigen Blick zurück, der doch so voller Hoffnung war.

      Dann war S t i l l e und das Herz schlug nicht mehr ... und meine Welt stand still.
      Immer den Kopf hoch und lächeln
    • Hallo Luise,

      ich wollt dir schon die ganze Zeit auf deinen Beitrag antworten.
      Aber es ist nicht einfach, die passenden Worte zu finden. - Dieses Gefühl, den Tod neben sich zu sehen, einen wartenden, wissenden Tod, kenne ich gut.
      In einer Gesellschaft, die dieses Thema wietgehend tabuisiert, ist das nicht leicht auszuhalten.
      Ich danke dir für deinen Mut, dich poetisch dazu zu äußern,

      Jack
      Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen;
      von fern bin ich Zora / von Nahem: Sabinchen.

      (Simone Borowiak)
    • Liebe Jack,

      ich zögerte einige Zeit , als ich Text schon hier hineingeschrieben hatte mit dem Posten und machte mir Gedanken um die Leser.

      Wie Du schon sagtest, es ist immer noch weitgehend ein Thema über das man nicht spricht, nicht in der Form.

      Es tut mir Leid um jeden Menschen der die gleichen Erfahrungen machen muss. Es passieren Traumata die man ein Leben lang mit sich herumschleppt und versuchen muss damit umzugehen. Und dennoch gibt es Schicksal die noch viel schlimmer sind als das eigene, das darf man nie aus den Augen verlieren.

      Ich danke Dir recht herzlich das auch Du den Mut hattest mir zu antworten. Es gibt soviel Aufklärungsarbeit um den Tod mit all seinen Facetten, doch die Gesellschaft ist nicht bereit dazu. Er ist kein Monster und man muss die Worte, das er zum Leben dazu gehört nur verinnerlichen. Hat man das getan verliert er seinen Schrecken und wird zum Freund, dem man eines Tages vertrauensvoll seine Hand gibt um mit ihm zu gehen.

      LG Luise
      Immer den Kopf hoch und lächeln
    • Liebe Luise,
      ich kann dir und anderen Interessierten an diesem schwierigen Thema ein Buch empfehlen, das Gian Domenico Borasio geschrieben hat. Es heißt "Über das Sterben (was wir wissen, was wir tun können, wie wir uns darauf einstellen)."
      Nun ist das sicher kein Werk, nach dessen Besitz es den Leser drängt. Es ist aber sachlich und unaufgeregt geschrieben; sein Verfasser ist einer der führenden Palliativmediziner Europas und besitzt die seltene Gabe, absolut verständlich und interessant zu schreiben.
      Bekannt geworden ist er auch durch sein engagiertes Eintreten für Patientenverfügungen.
      Mir hat das Werk seinerzeit viel Angst genommen; es deckt eigentlich alle physischen, psychosozialen und spirituellen Aspekte des Sterbens ab.
      Vielleicht wäre das auch etwas für dich?

      Herzliche Grüße
      Jack
      Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen;
      von fern bin ich Zora / von Nahem: Sabinchen.

      (Simone Borowiak)
    • Liebe Jack,

      Frau Kübler-Ross hat Jahrzehnte sich mit der Sterbeforschung und Nahtoderfahrung befasst, hier ein Link zu einem Zeitungsartikel

      welt.de/print-welt/article625485/Es-gibt-keinen-Tod.html

      Außerdem gibt es auf youtube verschiedene Videos und Hörbücher von ihr.
      Aber das ist Dir bestimmt schon bekannt, vielleicht interessiert es aber noch andere hier im Forum.
      Alles Liebe
      Karlo
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    • Danke Karlo,

      ja, sie ist mir bekannt. Und stellt sicherlich eine gute Ergänzung zum Borasio dar (oder umgekehrt). Letzterer geht ganz anders an die Sache heran, räumt aber ein, dass, selbst wenn es sich bei Nahtoderlebnissen "nur" um eine Schutzreaktion des menschlichen Gehirns handeln sollte, das Trosterleben so groß wäre, dass dies letztendlich unerheblich sei.

      Jack
      Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen;
      von fern bin ich Zora / von Nahem: Sabinchen.

      (Simone Borowiak)
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