Aufwachen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Aufwachen

      Morgenstund` hat Gold im Mund,
      doch was versteckt sich tief im Schlund ?
      Hinter all den vielen Stunden,
      die es gilt zu überrunden,
      angefüllt mit dies und jenem,
      soll man noch den Ruf vernehmen,
      dem das Leben einst geweiht,
      Friede, Freude, Heiterkeit.

      Fade schmeckts Metall im Rachen,
      lässt erfrieren all mein Lachen,
      kreischt der Wecker in den Ohren,
      ist bereits der Tag verloren.
      Schlafes Schwere in den Augen,
      Jobs die mir die Seele rauben,
      trotte ich so durch das Leben,
      wird es noch was anderes geben ?

      © uloisius 1995
      nobody is perfect

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uloisius ()

    • Hallo Uloisius,

      dein Text / Gedicht 'Aufwachen' gefällt mir. Müde, träge, desillusioniert. Ich meine, viele Menschen trotten so durchs Leben und haben vergessen, sich die Frage zu stellen 'wird es noch was anderes geben?' - Natürlich gibt es da noch andere Dinge, jede Menge anderer Dinge. Aber um sich denen zu widmen, müssen wir erst mal 'Aufwachen'.

      Hier ...
      Des Schlafes Schwere in den Augen,
      … könntest du m.E. auf 'des' verzichten, dann wäre der Vers rhythmischer. (Ist aber als Lied sicherlich auch so okay.)

      Ein runder, gelungener Text, meine ich. Gern gelesen
      LG
      Berthold
      Ein großes Stück vom kleinen Kuchen -
      mehr ist es nicht wonach wir suchen.
    • Lieber Berthold,

      vielen Dank fürs lesen und kommentieren.
      Du hast natürlich Recht wenn du sagst das vor der Erkenntnis erst einmal das Erwachen kommt ;o)
      Eigentlich beschreibe ich im Text einen Ist-Zustand (der Text ist übrg. 19 Jahre alt), so wie ich lebe und was ich dabei empfinde so zu leben und welche Fragen sich mir dabei aufdrängen.
      Damals ging es mir hauptsächlich um diesen immer gleichen Lebenstrott, alles verläuft in fest gefügten Bahnen ohne das man dabei große Spielräume hat um auszubrechen.
      Die Sache mit dem "Des" wegstreichen habe ich umgesetzt, finde es selbst auch besser so ... vielen Dank für den Tip ;o)
      nobody is perfect
    • Hallo, Uloisius
      Deinen Text finde ich hervorragend. Ist doch total pervers, dass man auf der Arbeit immer will, dass die Zeit doch schnell rum gehen möge. Immerhin sind das meine kostbaren Lebensmomente. Seitdem ich das gemerkt habe, versuche ich jeden Moment mit etwas zu verbringen, von dem ich nicht will, dass es rum ist. Daran denke ich, wenn ich deinen Text lese.
    • Vielen Dank fürs lesen und kommentieren Isabelle ;o)
      An der Arbeit führt ja bei vielen kein Weg vorbei (leider), so auch bei mir nicht. Ich versuche wenn es der Betrieb zulässt immer ein wenig Spaß zu haben.
      Den Spruch "aber wenigstens geht die Zeit schnell rum" kann ich auch nicht mehr hören, ich antworte dann immer: "Das kannst du dir ja dann irgendwann hinten auf deinen Grabstein meißeln lassen ... wenigstens ging die Zeit schnell rum ..."
      Ich für meinen Teil bin froh über jeden Moment den ich bewusst genießen kann ;o)
      nobody is perfect
    [ Die Gedichte, Geschichten und weiteren Werke, sind geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren. ]



    © 2018 Poeten.org - Dichter und Denker Portal - All rights reserved.