Schluss

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    • So hat es begonnen,
      sie hat Drogen genommen.

      Sie hat Drogen genommen um ihrer Vergangenheit, der Gegenwart und ihrer Zukunft zu entkommen.
      Doch sie wollte es nicht zugeben.
      Sie war so unzufrieden mit ihrem Leben!

      Sie wollte immer etwas Großes daraus machen.
      Doch wie sollte sie das alleine schaffen?
      Ganz alleine ist sie,
      dachte sie,
      war sie aber nie!

      Sie hat sich nach und nach von ihren waren Freunden abgewandt.
      Auch die haben nicht erkannt wie schlecht es wirklich um sie steht.
      Denn sie war nicht in der Lage zu sagen wie es ihr wirklich geht.
      So kommt es wie es kommen muss und sie macht schließlich mit ihrem Leben Schluss.

      Es war keine lang geplante, akkurate Tat.
      Es kam ihr wie ein Geistesblitz, als sie im Schneidersitz auf dem Teppich in ihrem Zimmer sitzt.

      Wie genau sie es vollbrachte tut hier nichts zur Sache.
      Wichtig ist nur das sie sich gegen ihr Leben entschied und am Ende niemand mehr da war der ihr davon abriet.

      Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie oft so etwas geschied
      und das nur weil niemand hinsieht,
      weil niemand auf sie achtete,
      weil jedes mal wenn niemand auf sie Rücksicht nahm das ein Teil in ihr abschlachtete.

      Bis sie innerlich am Ausbluten war.
      Doch Verletzungen an der Seele nimmt niemand war.

      Ist doch klar das sie dann irgendwann nicht mehr kann.
      So bleibt die Hoffnung das da wo dieses Leben endet, woanders ein neues, schöneres begann.
      Jana

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jahanna ()

    • Ein ernstes und doch so allgegenwärtiges Thema, was du mit deinen schönen Worten behandelst. Auch wenn ich persönlich gegen die Stigmatisierung von Drogen bin, sind diese natürlich ein zweischneidiges Schwert, was gewiss oft zu einer solchen Entwicklung eines Menschenlebens beiträgt, wie du sie beschrieben hast.

      Mich wärmt der Hoffnungsschimmer am Ende, der ganz im Kern dieser tiefen Trauer irgendwo versteckt ist.

      Wunderbares Werk
      Friedensreich
    • sehr traurig aber sehr toll umgesetzt

      dieses Thema zerreißt mir das Herz
      ich finde es traurig, dass die Gesellschaft einen so erniedrigt und einem Messer in den Rücken gestochen werden
      niemand ist am Ende da

      die Entscheidung zu fällen, sich selbst das Leben zu nehmen, und der Moment kurz dafür ist das schlimmste, traurigste und mutigste Gefühl was es auf dieser Erde geben muss

      mir fehlen da einfach die Worte

      jahanna schrieb:

      Bis sie innerlich am Ausbluten war.
      Doch Verletzungen an der Seele nimmt niemand war.
      leider wahr
      könnte stunden darüber schreiben, was das in einem auslöst, wenn man sowas selber durchmachen muss


      danke für deinen Text
    • Ein wirklich wunderbarer Text. Hochempfindsam und echt. Habe mir auch schon immer die Frage gestellt, wieso man in einer solch lieblosen Welt überhaupt existieren sollte. Die Antwort ist immer dieselbe: Wegen der Möglichkeit kreativ zu sein. Kreativität rettete mir schon tausendmal das Leben. Sie gibt mir die Kraft und die Gewissheit gegen die Herzlosigkeit und Isolation wirken zu können. FREEDOM FOREVER!
    • Liebe Isabelle Nekrumi,

      Danke erstmal für dein Kommentar. :freu:

      Es gibt noch so unfassbar viele andere Dinge die das leben Lebenswert machen. Dazu habe ich auch einen Text geschrieben: Wieso Lebst du? heißt er. Ich würde mich freuen wenn du ihn liest!

      Fühl dich gedrückt! :knuff: Das Leben kann soooo schön sein!
      Wir brauchen immer wieder Tiefpunkte, sonst wären die schönen seiten des Lebens nur halb so toll ;)

      Viel Liebe und positive Energie....
      Jana
    • Hallo jahanna,
      es bleibt doch immer gleich,
      ob Wahrheit oder Fiktion.
      Ist der text aus Deinem Leben ?
      Drogen töten das Leben ab !!!
      Oscar Wilde hat einmal gesagt,
      " Bewahre die Liebe in deinem Herzen.
      Ohne sie ist das Leben wie ein Garten
      ohne Sonne, aus dem die Blumen
      verschwunden sind."
      Mit Drogen sind Blumen und Sonne
      total verschwunden.
      Das Thema zerreißt mich.
      Vielleicht finden wir einen Weg ?
      LG Volker
      Volker Harmgardt
      Die Natur hat keine Eile,
      dennoch gelangt sie
      stets ans Ziel.

    • Hallo Volker,

      Der Text ist aus meinem Leben. Allerdings habe ich Selbstmord noch nie ernsthaft in betracht gezogen.
      Es geht hier viel mehr um das Gefühl.

      Das mit den Drogen sehe ich ein wenig anders. Klar kann man Drogen nehmen um sich zu betäuben, um zu verdrängen,
      aber das is definitiv der falsche Umgang. Drogen kann man auch nehmen um seine Welt zu bereichern. Natürlich nur wenn man das ganze in maßen und mit Sinn und Verstand nutzt.
      Jana
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