freier Flug mit offenen Armen

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    • Hallo Gedankenfee, ich finde dein Werk sehr traurig, allerdings auch sehr toll umgesetzt, beim lesen fühle ich richtig die stark ausgedrückten und ehrlichen Emotionen, meiner Meinung nach eines deiner besten Werke, sehr überzeugend und ein toller Stil. :thumbup:
      kreative Grüße
      Nils
    • freier Flug mit offenen Armen


      Ich war noch nie so glücklich
      lieben, leben, loslassen
      atmen können
      Ich fand mein Zuhause in seinen Armen
      verlieben, vertrauen, verwandeln

      Doch als ich mein Zuhause verlassen musste,
      ertrank ich in einem Meer von Tränen
      um mich herum wurde es kalt, ich verlor den Halt
      verzweifeln, verlieren, verlassen
      Atemnot, ein Hilfeschrei
      lieben, leben, loslassen

      Du bist nicht weg, du bist nur nicht hier
      Ungewissheit umrahmt mein Herz
      ertränkt in Wunden und Liebe schreit es,
      versucht es kläglich weiter

      ich liebe dich.
      langsam wird mir bewusst, dass ich ohne dich
      kein Zuhause habe, noch nie hatte


      Und nun rennt das einsame, scheue Reh
      weiter angsterfüllt durch die Nacht
      auf der scheinbar endlosen Suche nach
      einem
      Ende

    • Oh ja, ein sehr bewegender Text über eine verlorene Liebe ...

      Dazu passend wie ich finde folgenses Gedicht von Hermann Hesse:

      Stufen

      Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
      Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
      Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
      Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
      Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
      Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
      Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
      In andre, neue Bindungen zu geben.
      Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
      Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
      Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
      An keinem wie an einer Heimat hängen,
      Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
      Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
      Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
      Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
      Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
      Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
      Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
      Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
      Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
      Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
      nobody is perfect
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