In unserer Umgebung

    • In unserer Umgebung

      Es umgeben mich diffuse Dinge,
      Worte mit lippigen Ecken,
      gewaltig aufgeladene Kommentare,
      mit Zorn und Allerlei,
      einigen ermüdenden Worten,
      die so garantmäßig dem Tod
      entgegenspringen,
      aber abgewunken, kommt der
      Brief in der Hand ins Spiel,
      darin steht klar und deutlich:
      DAS LEBEN GEHT WEITER !
      Und so finden wir beide
      den Weg zurück in die Gegenwart.
      Du und ich, ich oder Du.
      Verzweifelt nah.
      So eng gebunden.
      In einem Atemwort:
      L i e b e !
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      Irren ist menschlich !
    • Hi Volker,

      hab lieben Dank für diesen so tollen Text. Also mir erschließt er sich nicht so schnell.
      Höre ich da eine Trauer um euren Hund heraus? Auch wegen dem Bild eures Hundes?
      "die so garantmäßig dem Tod
      entgegenspringen"
      Diese Zeile finde ich auch sehr ungewöhnlich und gut formuliert ebenso wie die Zeile
      "Es umgeben mich diffuse Dinge,
      Worte mit lippigen Ecken"
      Ja, und es stimmt, das Leben geht immer weiter (und das ist auch gut so) und dein Gedicht
      endet mit der Liebe als letztem Wort, was will man mehr?
      Vielleicht liege ich ja auch vollkommen falsch, dann denke dir meine Zeilen einfach weg.
      Dann bleiben nur viele Grüße von Frankfurt nach Dänemark

      Stille Wasser
    • Hallo Stille Wasser,
      still` war das Wasser an der Nordsee nicht !
      Aber Frankfurt ist nicht aus der Welt. In den
      siebziger Jahren war ich als junger Bursche gerne
      Besucher der Buchmesse in Frankfurt. Und heute
      würde ich gerne wieder durchstarten.
      Ich danke Dir für Deine Worte, sie sind so wichtig.
      Was ich in meinem Vers ausdrücke, ist der Trialog
      zwischen meinem Hund, anderen Hundehaltern
      und mir / und meiner Frau als Hauptperson in der
      Erziehung (!).
      Insbesondere waren davon Menschen mit Beißerhunden
      ohne Maulkorb (einer hat in Celle unserem Nanshe in
      die Nase gebissen, ohne Vorwarnung und Ermahnung
      durch den Halter). Das war erschreckend und hat uns
      tief verletzt. Danach haben wir auf auf Kampfhunde
      besonders geachtet und in einigen Situationen
      schlimmeres vermieden. Das nur am Rande.
      Mein Vers hat seine Berechtigung, gerade im Hinblick
      auf das Andenken an unseren Hund, den wir über alles
      geliebt haben.
      Und das war er im wahren Leben,
      lG Volker

      (C) Foto: Reinhold Peisker

      Irren ist menschlich !
    • Volker Harmgardt schrieb:

      Es umgeben mich diffuse Dinge,
      Worte mit lippigen Ecken,
      gewaltig aufgeladene Kommentare,
      mit Zorn und Allerlei,
      einigen ermüdenden Worten,
      die so garantmäßig dem Tod
      entgegenspringen,
      aber abgewunken, kommt der
      Brief in der Hand ins Spiel,
      darin steht klar und deutlich:
      DAS LEBEN GEHT WEITER !
      Und so finden wir beide
      den Weg zurück in die Gegenwart.
      Du und ich, ich oder Du.
      Verzweifelt nah.
      So eng gebunden.
      In einem Atemwort:
      L i e b e !
      Wie gut, Volker,

      dasss ich ein wenig nach deinen Werken gefahndet habe! :whistling:

      Für mich ist dies ein ganz wunderbares, kunstvolles und doch einfaches Liebesgedicht.
      Es geht um Liebe zu einem Tier, die natürlich ebenso stark sein kann wie die Liebe zu einem menschlichen Gefährten. Und schaue ich mir das leicht herbstelnde Foto an, verstehe ich deine Zuneigung umso leichter!
      Du startest furios mit den "lippigen Worten", all dem Überflüssigen, dass tagtäglich so gesagt wird und endest mit dem einzig Wichtigen, Beständigen.
      Es geht um Trauer und den Weg zurück, der wiederum an die Liebe gekoppelt ist.
      Sehr gelungen finde ich auch, dass der Hoffnungsstrahl ("das Leben geht weiter") gleichsam per Luftpost zugestellt wird.
      Das alles wirkt ungewöhnlich und frisch auf mich - wie ein richtig gutes Gedicht eben.

      Liebe Grüße
      Jack
      Mein Maul ist ein Löwe / mein Herz ein Kaninchen;
      von fern bin ich Zora / von Nahem: Sabinchen.

      (Simone Borowiak)
    • Grüß` Dich Jackpot,
      nach Tagen eine Antwort von mir.
      Vorab bedanke ich mich recht herzlich für Dein Lob.
      Das ist gut beobachtet und genau interpretiert.
      Ja. das war so. Unser Beagle "Nanshe von den Ederauen "
      war ein vollwertiges Familienmitglied und daher besonders wichtig !
      Da ist/war Liebe unantastbar und das haben wir mit unserer
      Familie auch gelebt. Ein Hundeleben-ein Gedicht eben !!!
      Unsere Trauer hat uns lange gefangen, umgarnt, gelähmt und
      sogar alle Gefühle stillgelegt ! Wir waren nicht mehr wir selbst. Eine bleierne Zeit.
      Und die eigene Trauer in Worte fassen, war zu Anfang nicht
      leicht, jedoch haben wir uns im Familienverbund darauf verständigt,
      dass ich die Worte für die Trauergeschichte schreibe. Das habe ich
      versucht und so steh´ ich jetzt vor Dir und rekapituliere unsere
      Trauerarbeit.
      Aus trauriger Ferne wünsche
      ich alles Gute, auch von meiner Familie,
      Volker

      P.S. Ein Stern ist aufgegangen und leuchtet in unseren Herzen !
      Irren ist menschlich !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Volker Harmgardt ()

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