Der Tränenvertilger

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    • Der Tränenvertilger

      Der Tränenvertilger

      Du musst der blauen Stunde harren,
      Um schönstes Tränensalz zu fangen;
      Ein Wort in Zärtlichkeit verscharren,
      Willst du nur meine Gunst erlangen.

      Ich habe dir kein Gold zu schenken,
      Du wirst mich künftig bitten müssen.
      Sag, soll ich deine Schritte lenken
      Und sanft all deine Narben küssen?

      Ich lege meine Hand ins Feuer
      Und lass Dich mich beim Namen nennen.
      Du glaubst, der Preis ist dir zu teuer?
      Wer leben will, muss sich verbrennen.
      Zwischen Tag und Nacht zerrissen,
      Ganz und gar - und doch zerschlissen,
      Scheint mein Fell im Mondenglanz
      Und lodert in der Sonne Tanz.
    • Grüße dich, Wolkenwolf.
      Jetzt finde ich endlich ein wenig Zeit, um auf dein Werk eine angemessene Antwort zu finden, bzw. es mit einer solchen zu würdigen :)

      Obzwar mir die Intention verborgen bleibt, empfinde ich die verwendeten Bilder in sich verschlungen schön und im Gesamten überaus stimmig.

      => die erste Strophe: mir kommt spontan das Wort "Trost" in die Gedanken
      => die zweite Strophe: hier ist es "Zukunft"
      => die dritte Strophe: "Schmerz"

      Du hälst konstant die 9 Silben durch, an einer Stelle passte ich allerdings meinen Leserhythmus ganz leicht an:
      "Ein Wort in Zärtlichkeit verscharren,
      Willst du nur meine Gunst erlangen." --> hier das Wörtchen "nur"

      Summa summarum ein wundervolles, bildhaftes Werk mit tieferem Sinn: den du gerne erläutern darfst, bzw. die Intention, der poetische Grundgedanke dahinter.

      Grüße zur Nacht
      Ingenuus
      "Dichtung ist keine Meinung, die man äußert. Es ist ein Gesang, der sich aus einer blutenden Wunde oder einem lächelnden Mund erhebt." (Khalil Gibran)

      [/(Alle Gedichte entspringen meiner poetischen Quelle und unterliegen dem Urheberrecht)/]
    • Hallo zusammen und vielen Dank für eure lobenden Kommentare

      Der Text handelt von einer komplizierten Freundschaft. Es geht im Prinzip darum, dass die eine Person der anderen helfen möchte, letztere aber Hilfe nicht so einfach annehmen kann. Deshalb muss sie in Zukunft über ihren eigenen Schatten springen und um Hilfe bitten, damit die Freundschaft weiterhin als solche bezeichnet werden kann.

      Ich verneige mich in Demut
      Wolkenwolf
      Zwischen Tag und Nacht zerrissen,
      Ganz und gar - und doch zerschlissen,
      Scheint mein Fell im Mondenglanz
      Und lodert in der Sonne Tanz.
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