Der Phantast [tempora mutantur]

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    • Der Phantast [tempora mutantur]



      “Sag, wie viele Sekunden hat die Zeit?
      Wo sind die Grenzen der Unendlichkeit?
      Kann ein Tauber Klang und Töne sehen,
      die auf kalten Böen nordwärts wehen,
      um sodann in bunter Farb` und Formen
      im Schein des Südlichts aufzugehen?

      Umrankt die Rose ihre Dornen gar?
      Wandert zu Fuß die halbe Vogelschar?
      Mag ein Kind die ganze Welt erdeuten,
      als Entdecker Schatz um Schatz erbeuten,
      und im Tiefschlaf einen Traum beleben,
      der als Seifenblase dann zerplatzt?

      Ist wohl diese Frage falsch und strittig?
      Ist vor Links und Rechts das gold`ne mittig?
      Lass mich - eine Ewigeit - darüber sinnen,
      bis die Antworten als Blut gerinnen,
      wieder rückwärts zum Gedanken fließen,
      der Aszendent und Quell mir ist.”
      "Dichtung ist keine Meinung, die man äußert. Es ist ein Gesang, der sich aus einer blutenden Wunde oder einem lächelnden Mund erhebt." (Khalil Gibran)

      [/(Alle Gedichte entspringen meiner poetischen Quelle und unterliegen dem Urheberrecht)/]
    • Homo_Ingenuus schrieb:

      Ist wohl diese Frage falsch und strittig?
      Ist vor Links und Rechts das gold`ne mittig?
      Lass mich - eine Ewigeit - darüber sinnen,
      bis die Antworten als Blut gerinnen,
      wieder rückwärts zum Gedanken fließen,
      der Aszendent und Quell mir ist.”
      Ja,....sehr gut. Viel besser kann man das nicht zum Ausdruck bringen. Auch wenn der Satzbau im 2.Vers natürlich bezüglich des Reimes etwas angepasst wurde, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Insgesamt durchaus gelungen.
    • Danke.
      Woran genau, sagst du, ist die Anpassung des Satzbaus im zweiten Vers erkennbar? :)
      Was fiel dir beim Lesen noch auf? Welche Bilder, Emotionen kamen währenddessen? (Natürlich nur, wenn überhaupt)
      Passt das gewählte Bild zur Grundstimmung des Werks?
      "Dichtung ist keine Meinung, die man äußert. Es ist ein Gesang, der sich aus einer blutenden Wunde oder einem lächelnden Mund erhebt." (Khalil Gibran)

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    • Wie der Titel es schon sagt: Jeder Träumer fühlt sich angesprochen. ( nicht negativ besetzt).

      Das goldne Mittig

      Zwar versteht man, was du meinst, aber dennoch kann man, wenn man den Text einfach nur liest den Inhalt falsch verstehen. ( da du die goldne Mitte meintest).

      und ja das Bild ist gut gewählt.
    • Ja, es sind wirklich Traumbilder, paradoxer Natur zwar, dennoch bildhaft schön :)
      das Wort "gold`ne" wirkt mit Apostroph, wie soll ich sagen, "altertümlicher", ästhetischer quasi.
      solche Apostrophe fügen sich des öfteren in meine Werke ein, sicherlich auch um die Silbenzahl
      stimmig zu halten, wenn notwendig, dennoch vorrangig der Ästhetik wegen. Dementsprechend
      weigere ich mich auch, "daß" mit "ss" zu schreiben. Einfach weil es mit scharfem s ästhetisch mehr Eindruck macht....
      für mich.
      Egal. Das "mittig" ist hier als Adjektiv gemeint, und stimmt schon so, wie es da seht.
      Das schöne beim Lesen mancher Werke ist, daß man sie EBEN NICHT einfach so runter liest, EBEN WEIL der Inhalt komplexerer Natur ist.

      Ja, Dali malte recht eindrucksvolle Bilder...
      "Dichtung ist keine Meinung, die man äußert. Es ist ein Gesang, der sich aus einer blutenden Wunde oder einem lächelnden Mund erhebt." (Khalil Gibran)

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