... im Frühling

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    • ... im Frühling

      … im Frühling

      Regentropfen klopfen. Trommeln auf das trübe Plastikdach.
      Emsig suchen sie einander, sammeln sich zu einem Bach.
      Gurgeln glucksend in die Rinne, rauschen abwärts mit Juchhe,
      enden dort in einer Pfütze; die mausert sich zum Pfützensee.

      Nun will ich besorgen, Teich, was dir zu deinem Glücke fehlt.
      Tummle mich und hole gleich ein Blatt Papier und falt' beseelt
      aus ihm ein imposantes Kreuzfahrtschiff. Setze es ins Pfützenmeer und wünsche dann:
      Gute Reise, buen viaje, bon voyage - und leg, ich bitte sehr, auch hier mal wieder an.
    • Hallo Berthold,
      beim nochmaligen Lesen hätte ich noch einen Vorschlag zur Metrik, wenn du nichts dagegen hast.
      In der ersten Zeile würde ich ”trübe ” weglassen. Dann passt es. Ein Plastikdach ist ja ohnehin schon irgendwie trübe, Plastik eben
      In der vierten Zeile würde ich schreiben ”mausern sich zum Pfützensee”, aber ist ja dein Gedicht, aber eins ganz nach meinem Geschmack. Da wirds mir fröhlich im Gemüte.

      :saint:

      LG Wilde Rose
    • Hallo Wilde Rose,
      freut mich, dass dir mein Gedicht gefallen hat. Ich habe mich an einem Akrostichon versucht und muss sagen, es hat mir großen Spaß bereitet. ^^
      Deine kritischen Gedanken sind mir willkommen, auch deine konkreten Vorschläge.
      In der ersten Strophe habe ich pro Vers acht Betonungen. Nehme ich 'trübe' heraus, sind es in dieser Verszeile nur noch sieben. Was das 'mausern' betrifft, kann ich deine Gedanken (glaube ich) nachvollziehen. Hier habe ich das Bild einer kleinen Pfütze vor Augen, die rasant wächst, sich entwickelt zu einem 'Pfützensee' – und weiter wächst. Für dieses Bild scheint mir 'mausert' die passendere Wahl.
      Wilde Rose, danke, dass du mein Gedicht so aufmerksam und kritisch gelesen und kommentiert hast. Ich hoffe, du machst das auch zukünftig.
      LG
      Berthold


      Hallo Appelpie!
      Du streust wie ein Sandmännchen immer wieder (so auch hier) ein 'Gefällt mir' über meine Gedichte, Kommentare und Beiträge. Dafür mein herzliches Dankeschön. :saint:
      LG
      Berthold
    • Hallo Berthold,
      siehst du, soweit kommt es, wenn man bar jeder Theorie versucht ein Gedicht zu kommentieren. Ich schreib aus dem Gefühl heraus und weiß natürlich überhaupt nicht, was ein Akrostichon ist. Aber ich werde mich bilden. Und natürlich werde ich mir auch in Zukunft deine Werke gefühlsmäßig auf der Zunge zergehen lassen und dir meinen Eindruck dazu schildern. Das ist es ja, was so ein Forum ausmacht, auf Gleichgesinnte zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

      :saint:

      LG Wilde Rose
    • Hallo Wilde Rose,

      ich betrachte Akrosticha als Spielerei.
      Zumeist sind es die Anfangsbuchstaben der Verse die von oben nach unten gelesen ein Wort, einen Gedanken o.ä. ergeben. Was mir dabei aufgefallen ist: Durch die zusätzliche Aufgabe, einen bestimmten Anfangsbuchstaben zu verwenden, hat sich dieses Gedicht deutlich anders entwickelt, als meine 'gewöhnlichen' Gedichte. Das finde ich spannend.
      Welches bedeutungsschwere Wort ich in dieses Gedicht geflochten habe, lasse ich dich nun natürlich selbst herauslesen. ;)
      Schöne Feiertage und LG
      Berthold
    • Hallo Carlos,

      freut mich, dass du ein altes Gedicht von mir ausgegraben hast, und es dir gefällt.

      *Gedicht und Erzählung in eins
      Mit acht Betonungen pro Vers bewege ich mich da, so weit ich weiß, am Limit dessen, was ein Gedicht trägt. - Die letzten beiden Zeilen, da hast du Recht, sind wohl zu lang für einen Gedicht. (Aber es hat großen Spaß gemacht, sie zu schreiben. ;) )

      Danke für Besuch und Kommentar.

      LG
      Berthold
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