Aufs Selbe raus

    • Feedback jeder Art

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Aufs Selbe raus

      ein wind rauscht durch die trauerweide,
      sie wiegt und wogt. sie atmet schwer
      und kühl wirds um mich, sanft wie seide.
      ich fühl mich frei. ich hör das meer.

      ich möchte in die ferne schweifen,
      mein glück dabei - ist immer nah.
      die dinge wachsen und sie reifen
      und manchmal bleib ich länger da.

      nach paar tagen dann kehr ich zurück,
      zu schimpfe, denk ich. und applaus!
      mit worten voller schall und glück
      und bau daraus ein kartenhaus.

      um alles unters dach zu fachen!
      ja, irgendwann ins meer hinaus.
      es ist kein ding - in manchen sachen.
      doch läuft es wohl aufs selbe raus.

      dahin, wo sich die wege scheiden.
      und eines hat mich das gelehrt:
      der wind - in meinen trauerweiden,
      der war am ende es nicht wert.
      Simon Maria Ackermann - 2019

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von zwischenzeit ()

    • Hallo zwischenzeit!

      Mir gefällt alleine schon mal das Bild der Trauerweide;
      Nicht nur weil sie Traurigkeit, Trauer im allgemeinen sehr gut verkörpert,
      sondern auch deshalb, weil ich es beeindruckend finde wie sie da steht,
      mit ihren herabhängenden Zweigen, die auf der einen Seite Schutz bieten,
      auf der anderen Ruhe und Ausgeglichenheit verkörpert.
      Außerdem wirkt sich auf mich einladend, unter ihr Platz zu nehmen um zu sinnieren.


      Deine Schreibweise, dein Schreibstil verkörpert auch Ruhe;
      Irgendwie ist hier kein Hasten und Eilen in den Zeilen,
      sondern hier war ein behutsames Denken Federführend;

      Wir sollten uns viel öfter Zeit nehmen um unser Leben und mit ihm seinen Verlauf zu reflektieren;
      fünf Minuten Zeit für sich nehmen; Denke da würde allerhand zu Tage kommen;


      zwischenzeit schrieb:

      die dinge wachsen und sie reifen
      und manchmal bleib ich länger da.

      zwischenzeit schrieb:

      um alles unters dach zu fachen!

      zwischenzeit schrieb:

      dahin, wo sich die wege scheiden.
      denn eines hat mich das gelehrt:
      der wind - in meinen trauerweiden,
      der war am ende es nicht wert.
      Man beschäftigt sich oft mit viel zu vielen Kleinigkeiten, macht daraus was Großes und muss schlussendlich erkennen,
      das es im Grunde gar nicht wert war seine pers. Energie und Kraftreserven dafür aufzubrauchen;
      Ein klarer Durchblick im Einblick ...

      Ich habe deine Zeilen sehr gerne gelesen und bin wieder von deiner Wort und Denkweise
      berührt;
      mit behutsamen Grüßen, Behutsalem
      ©Behutsalem
      Ohne Poesie wäre das Leben ein Irrtum!
    • Hallo Zwischenzeit,

      das ist ein schönes Gedicht, es liest sich gut- ich habe es gern gelesen.
      Auch mir hat es die Trauerweide angetan, sie erinnert an meine Kindheit,
      da hat sie uns im Sommer Schatten gespendet, wir konnten uns darunter verstecken
      oder einfach so verweilen. Diese Trauerweide hat mich schon als Kind fasziniert .
      Dieser Baum ist außergewöhnlich- etwas Besonderes.

      Deine Zeilen haben mich erreicht.

      es grüßt
      eiselfe
      Das Leben ist zu kurz - für Irgendwann.

      Was sein wird, wird sein
    [ Die Gedichte, Geschichten und weiteren Werke, sind geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren. ]



    © 2018 Poeten.org - Dichter und Denker Portal - All rights reserved.