Noch mal rum drehen

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    • Noch mal rum drehen

      Noch mal rum drehen


      Draußen ist es heute nass.
      Wolken auf Dächern sorgen dafür,
      dass das Licht dunkelgrau bleibt.

      Ich fühle mich trotzdem geborgen, wie die Katze,
      die im Winter auf dem warmen Ofensims schläft.
      Aber leider ist mein Computer konvertiert – er„Is` la(h)m.“

      An meinen Hemden gehen die Knöpfe ab.
      Gleiches passiert derzeit mit meinem
      geistigen und seelischen Zustand.

      Mein Geist liegt vor mir auf dem Boden.
      Er hat die Bindung zum Kopf verloren.
      Bindungen, die meiner Seele gut taten,
      haben sich gelöst und verweilen erlöst im Himmel.
      So schön kann Schlafen sein.

      Ja, manchmal falle ich aus dem Fenster,
      hoch aus dem zweiten Stock.
      An meinen Alptraum als Kind erinn`re ich mich noch.

      Ich könnte über die Plastik verpestete Welt schreiben,
      ein Bild malen oder ein Lied komponieren,
      doch ich hab` keinen Hunger.

      Meiner Frau, unseren Kindern und Enkeln geht es gut.
      Ich brauche keine Angst zu haben, dass sie vor mir sterben.
      Also bitte! Seit dem ich Rentner bin, bin ich viel entspannter.

      Hmmm, ich liege bequem,
      genieße es nicht aufzusteh`n,
      umhüllt von Daunenfedern

      und dreh` mich noch mal rum.


      Martin Heide
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