Bahn! fahren

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    • Bahn! fahren

      Am Bahnsteig zitterten dann doch
      ein wenig mir die Knie
      nur sieben Minuten dauert's noch
      dann schließt der Zug mich ein
      Atmen! Ermahne ich mich
      ganz ruhig - passiert schon nichts

      doch da sind Menschen!
      Viele Menschen und zu nah
      muss gegen Panik kämpfen
      Gedränge dann bin ich am Platz
      der Zug fährt los und meine Nerven
      zum zerreißen schon gespannt
      wie ein Mantra denke ich ans Ziel
      in einer Stunde komm' ich an
      dort wird mein Bruder wartend stehen
      schon freu ich mich auf's Wiedersehen.

      Der erste Halt, ICH WILL HIER RAUS!
      Es steigen noch mehr Menschen ein
      die Luft ist stickig, Sauerstoff geht aus
      zum Glück habe ich Skills dabei
      das hilft dann kurz und weiter geht's
      doch langsam hier die Zeit vergeht.

      Heut' Abend aber kann ich sagen:
      Ich habe es geschafft!
      Und diesen großen Schritt zu wagen -
      hätt' ich vor Jahren nie gedacht
      nur eine Bahnfahrt? Für mich
      war das lange Zeit unmöglich.


      ---- Heute meine erste Bahnfahrt nach Jahren ---- :)
      Überleben allein ist unzureichend
    • Guten Abend liebe Lichtsammlerin,

      da kannst du wirklich stolz auf dich sein.
      Beim Bahn fahren bist du vor allem längere Zeit der stickigen Luft und der Enge ausgesetzt
      und hast kaum die Möglichkeit, dich aus der Situation zu befreien.
      Ich kann mir in etwa vorstellen, wie es dir bei deiner ersten Bahnfahrt ergangen ist, weil ich auch Panikattacken
      bekomme, in kleinen überfüllten Räumen (z. Bsp. Fahrstuhl)
      Das Leben ist zu kurz - für Irgendwann.

      Was sein wird, wird sein
    • Hallo Lichtsammlerin,

      so ähnlich ging es mir mit meiner Höhenangst. Als ich eine Strecke auf dem hohen und steilen Pacific Crest Trail gewandert bin, musste ich mich notgedrungen zusammen reissen, nicht nach unten, sondern immer nur auf meine Füße gucken. Ich war völlig fertig, als ich wieder unten war, aber auch stolz, dass ich meine Angst überwunden hatte.

      LG
      Kirsten
    • Hallo eiselfe, hallo Kirsten,

      danke für eure Rückmeldung! Ja, ich denke jeder kennt die Angst vor irgendwas. Und wie du schon schreibst, eiselfe, "kleine überfüllte Räume.." sind auch so eine Situation. Und Panikattacken können echt schlimm werden.. ich hoffe du findest noch einen guten Umgang damit! Da man Angst-Situationen leider nicht dauerhaft vermeiden kann, muss man sich dem wohl irgendwann stellen. Und das immer wieder..
      Und es freut mich, Kirsten, dass du den Höhentrip geschafft hast! Auch wenn es mehr ein "notgedrungenes" Schaffen war, das ist genauso harte Arbeit, vielleicht sogar noch schwerer, weil einem die freie Wahl genommen wird. Da kannst du also zu recht stolz auf dich sein.
      Gestern Abend konnte ich es noch nicht ganz begreifen, aber heute Morgen war ich dann doch ein wenig stolz auf mich :)

      LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
    • Hallo zoe,

      da stimme ich dir ganz zu. Mir hat mal jemand etwas über Mut erzählt, das fand ich sehr schön. Mut misst man nicht an den Taten, sondern an der Überwindung zu diesen. Den meisten hätte diese Bahnfahrt wohl keine Angst gemacht, es wäre also nicht wirklich mutig wenn sie Bahn fahren. Aber wenn einem etwas Angst macht, und man es trotzdem tut, weil einem das Ziel wichtiger ist, dann ist das mutig. Vielleicht stimmt das ja :)

      Danke euch!
      LG
      Lichtsammlerin
      Überleben allein ist unzureichend
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