Nur Epigone

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    • Nur Epigone

      Ein Träumer bist du – und ein Minnesänger,
      Der Weisen summt und weise Lieder singt,
      Aus dessen Laute nichts als Wohlklang klingt;
      Und doch bist du nur fader Wiedergänger,

      Der nicht mit seiner Liebe Worte ringt,
      Noch um sie streitet, nächtelang und länger.
      Vielmehr bist du begnadeter Verdränger,
      Der nicht einmal sich selbst endlich bezwingt

      Und, die Kopie des Alten niederringend,
      Die eigne Klangwelt schafft, nach vorne drängt,
      Das Neue laut bejubelt und bezwingend

      Ihr Herz berührt, becirct, in Netzen fängt,
      Worin es wiegend tanzt, zu Takten schwingend,
      Und unerhörte Worte um sich hängt.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
      www.zugetextet.com
    • Herbert Gerke schrieb:

      Hallo Walther!
      Ein interessantes Thema, dem du da nachspürst.
      Dabei ist es zugleich ein Teil der menschlichen Natur, immer wieder
      Altes neu aufzulegen. Man sieht es tagtäglich an Dingen, Trends, Moden,
      die auftauchen aus Jahrzehnten, die lange zurück liegen.
      Dabei ist die Qualität mal besser, mal schlechter als beim Vorgänger.
      Mir würde deshalb eine Analogie zu den siegreichen Nachkommen der
      Sieben gegen Theben irgendwie besser gefallen.
      Das passt nur leider nicht zum Rest des Textes.
      Gruß
      Herbert
      Moin Herbert,
      danke fürs reinlesen und empfehlen.
      in der tat ist es das, aber mit dem nötigen kreativen delta. hier gibt/gab es dieses delta nicht.
      warum Theben? die götter machten Theben eben.
      nein, sieben paßt zu rest des texts in der tat nicht. das wären fünfe zu viel.
      lg W.

      zoe schrieb:

      Hallo Walther,

      mir hat dein Gedicht sehr gut gefallen. Aber was schreibt schon Goethe? "Es gibt nichts Dummes und nichts Kluges, was die Vorwelt nicht Gesagt".

      LG zoe
      lb Zoe,
      danke auch dir. du meinst sicher aus Faust II

      Goethe schrieb:

      Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken
      Das nicht die Vorwelt schon gedacht?
      dem will ich selbstredend nicht widersprechen, weil man Meister Goethe prinzipiell nicht widerspricht.
      lg W.
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      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
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