die Reise

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    • Die Seele breitet ihre Flügel aus
      ich lasse mich treiben und genieße die Aussicht, die sie mir zu bieten hat.
      Zuerst entdecke ich die unendliche Weite der Freundschaft,
      eine Landschaft aus starken Schnüren,
      dazwischen immer feste Knoten,
      die durch ihre Stabilität das Vertrauen schützt.
      Ich beobachte mit Schrecken, wie die Stürme der Bosheit an den Seilen reißt
      versucht, der Freundschaft den Boden unter den Füßen wegzureißen.
      Ein Stück weiter blicke ich in die unendlichen Tiefen der Verzweiflung,
      dunkle Löcher und dazwischen lodernde Feuer,
      die den letzten Hoffnungsschimmer im Keim ersticken,
      ich schaudere und möchte fliehen, doch die Seele hat keine Eile.
      Endlich, wir verlassen diesen unheimlichen Ort
      ich bemerke in der Ferne einen kleinen, in allen Farben schillernden Fleck,
      den meine Seele nun ansteuert
      ich kann in das Paradies des Glücks hineinschauen.
      Prächtige, kunstvolle, bizarr wirkende Türme in leuchtenden Farben
      ich überlege, wieso ist der Platz des Glücks so klein im Vergleich zu den Anderen,
      muss man Glück haben um es zu finden,
      braucht man bloß das nötige Vertrauen um dort hingeführt zu werden?
      Ich genieße diesen kurzen Blick ins Glück,
      gleich nebenan liegt das Gebiet der Liebe.
      Meine Seele trödelt,
      macht einige Loopings und meine Neugierde wächst,
      endlich, ich kann schon die Macht der Liebe spüren.
      Dann öffnet sich ein Tal,
      mit endlosen, verschlungenen Wegen die zur Zweisamkeit einladen,
      versteckte kleine Plätze die sich zum Kuscheln eignen,
      verschiedene Düfte, die die Sinne verwirren
      und eine leise romantische Musik, die bis unter die Haut geht.
      Ich bin total begeistert und möchte dieses Tal nie mehr verlassen,
      meine Seele hat dafür kein Verständnis und ich schaue nochmals sehnsüchtig zurück.
      Plötzlich halten uns gigantische Felsen auf,
      sie wollen uns den Weg versperren,
      dunkel und furchterregend,
      die Seele steigt blitzschnell auf
      ich kann von oben die boshaften Spitzen des Hasses,
      dazwischen die lautlos schleichenden Intrigen des Neids erkennen,
      mir wird übel und ich treibe die Seele zur Eile an.
      Gleich nebenan liegt der Platz der Gleichgültigkeit,
      Schlamm und Morast bedeckt den Boden und lässt dem Leben keine Möglichkeit sich zu entfalten, ich bin zutiefst erschüttert.
      Meine Seele lächelt, sie ist zufrieden.
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