„Dunkel wird einst alle Ahnung“

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    • „Dunkel wird einst alle Ahnung“

      „Dunkel wird einst alle Ahnung“

      Der Alte spricht nur noch von längst vergangnen Träumen.
      Er sieht in sich hinein. Er schaut nicht mehr voraus.
      Er fühlt sich fremd in diesem großen neuen Haus
      Und sucht sich selbst in fast vergessnen frühen Räumen.

      Es ist kaum fünf, er zieht sich an und geht hinaus;
      Er folgt den Spuren, die nur seine Blicke säumen,
      Vorbei an Häusern, Kreuzungen und hohen Bäumen:
      Er strebt zu sich zurück und findet nicht nach Haus.

      Im alten Bahnhof sitzt er, knetet seine Hände
      Und schlägt sie plötzlich hart und fest auf sein Gesicht.
      Er quält sich, wo er ist, sein Anfang hat kein Ende,

      Auch seinen eignen Namen weiß und kennt er nicht.
      Er weint und schluchzt. Er fleht, dass man ihm Heimat sende.
      Das Dunkel in ihm selbst verwehrt ihm jede Sicht.
      Motto: "Gelegenheit.Macht.Dichtung"
      (c) Walther - Abdruck/Verwendung gegen vorherige Freigabe durch mich durchaus erwünscht!
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